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Tuesday, September 22, 2026

DPVR stellt drei VR-Brillen für professionelle Anwendungen ab 549 Euro vor

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Der chinesische VR-Hersteller DPVR hat die VR-Brille P1 Max erstmals im August letzten Jahres in Shanghai vorgestellt. Nun soll die Veröffentlichung in Europa und auch speziell in Deutschland folgen. Vorgesehen sind drei Ausführungen, die primär in Bildung, medizinischen Einrichtungen, Industrie, Simulationen, Kultur und standortgebundenen VR-Spielhallen zum Einsatz kommen sollen.

In sämtlichen P1-Max-Modellen steckt Qualcomms Snapdragon XR2-Chip, ergänzt um 8 GB Arbeitsspeicher, 128 GByte internen Speicher und einen SD-Kartenslot für bis zu 2 TB. Der XR2 ist Qualcomms erste XR-Chipgeneration aus dem Jahr 2020. Aktuelle VR-Headsets wie die Meta Quest 3 setzen auf den neueren XR2 Gen 2, der bei der Grafikleistung deutlich stärker ist. Mit dem Snapdragon Reality Elite steht auch schon die nächste Generation bereit. Für den B2B-Einsatz der P1 Max dürfte der ältere Chip jedoch ausreichend effizient sein und ist deutlich kostengünstiger.

Das Display der P1 Max erreicht über beide Augen 3664 × 1920 Pixel, Videos können bis 8K dekodiert werden. Wi-Fi 6, USB-C und eine separate Type-C-Schnittstelle für Zusatzmodule gehören ebenfalls zur Ausstattung. Die Standardausführung der P1 Max ist eine Standalone-VR-Brille, ähnlich der Meta Quest 3 oder Pico 4 Ultra, mit integriertem 4000-mAh-Akku. Zur Akkulaufzeit macht DPVR keine Angaben. Vergleichbare Geräte mit ähnlichem Akku und Chip kommen in der Praxis auf etwa zwei bis drei Stunden, je nach Anwendung.

Wer längere Laufzeiten benötigt, greift zur Variante mit externer Stromversorgung. Der Anschluss sitzt oben am Gerät, was die Kabelführung in Trainingsanlagen, Ausstellungshäusern oder VR-Spielhallen vereinfachen soll. Zudem sitzt im Gehäuse eine aktive Kühlung mit zwei Luftkanälen und Öffnungen oben wie unten. Die dritte Ausführung befindet sich laut DPVR noch in Arbeit. Sie soll über ein Eye-Tracking-Modul verfügen, das Augenbewegungen 120 Mal pro Sekunde erfasst. Als Einsatzfelder nennt das Unternehmen Sehtests, Augenheilkunde, visuelles Training, Forschung, Reaktionsanalysen und die Auswertung von Fixationspunkten.

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DPVR hat heise online auch den Deutschlandstart der P1-Max-Reihe bestätigt. Unternehmen, Forschungs- und Bildungseinrichtungen können sich bereits für Testmuster registrieren. Die Akkuversion soll 549 Euro kosten, das Kabelmodell je nach Leitung (Kunststoff- oder Stahlummantelung) 649 bis 749 Euro. Für Eye-Tracking nennt DPVR einen Zielpreis von unter 1000 Euro. Endgültige Konditionen und Verfügbarkeit sollen zur offiziellen Einführung folgen.

Hardware, Firmware, Oberfläche, Gehäuse und Branding können Firmen als OEM-Auftrag anpassen lassen. Im B2B-VR-Markt konkurriert DPVR vor allem mit HTC Vive und Pico, die ebenfalls OEM- und Unternehmensversionen ihrer Headsets anbieten. Meta hat das B2B-Programm für Quest-Headsets Anfang des Jahres eingestellt.

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