Iran-Krieg: Alle AWS-Daten in Bahrain sind zerstört
Ende Februar haben die USA und Israel einen Krieg gegen den Iran begonnen. Dieser wehrt sich, unter anderem mit Angriffen auf US-Infrastruktur in der Region. Dabei hat der Iran auch Rechenzentren der Amazon Web Services (AWS) des US-Konzerns Amazon.com beschossen. Wie wirksam diese Angriffe waren, zeigt sich jetzt, Monate später: Amazon muss Segel streichen.
Am Dienstag hat AWS Updates zu den Verfügbarkeitsberichten veröffentlicht. Demnach stellt der Datenkonzern seine Bemühungen ein, Daten wiederherzustellen, die ausschließlich in einem betroffenen Rechenzentrum gespeichert waren. Die jeweiligen Kunden werden auf ihre eigenen Backups verwiesen. Dies betrifft alle drei AWS-Rechenzentren in Bahrain (mes1-az1, mes1-az2 und mes1-az3) sowie eines von drei in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE), nämlich mec1-az2. Bei den beiden anderen (mec1-az1 und mec1-az3) hat AWS die Hoffnung noch nicht aufgegeben, die Cloud-Daten vielleicht doch noch wiederherstellen zu können.
„Nach gründlicher Lagebewertung haben wir festgestellt, dass wir nicht in der Lage sind, Zugriff auf Ressourcen und Daten, die ausschließlich in (diesen Availability Zones) gehostet sind, wiederherzustellen‟, teilt AWS mit. In den Emiraten arbeite das Unternehmen bereits am Wiederaufbau der zerstörten Infrastruktur, werde Näheres aber erst in einigen Monaten mitteilen. Wie es in Bahrain weitergeht, ist offen. Dazu möchte sich der Datenkonzern erst nächstes Jahr äußern.
Kein Amazon ohne AWS
Der Amazon.com-Konzern wäre ohne seine Web Services unvorstellbar. Sie haben 2025 zwar nur 18 Prozent des Umsatzes eingebracht, aber mehr als die Hälfte des Betriebsgewinns. Lediglich Online-Werbung könnte Betriebsgewinn in ähnlicher Größenordnung einspielen, was Amazon aber nicht im Detail offenlegt. AWS’ Umsatz ist in den letzten Jahren zudem deutlich schneller gewachsen als der Konzernumsatz insgesamt.
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