Serienkiller verkleidet sich als Frau und will Kind (2) entführen

- Jorlan Lopes da Silva (33) ist in Brasilien als Frau verkleidet und mit einem fremden Kleinkind auf dem Arm festgenommen worden.
- Gegen ihn wird wegen 16 Tötungsdelikten im Mamanguape Valley ermittelt.
- Im Verhör gab da Silva an, in seinem Leben etwa 80 Menschen getötet zu haben.
Ein mutmasslicher Serienkiller ist im Nordosten Brasiliens bei einem spektakulären Fluchtversuch gefasst worden. Der 33-jährige Jorlan Lopes da Silva lief am Sonntag im Bundesstaat Paraíba als Frau verkleidet direkt an Ermittlern vorbei und hatte dabei ein zweijähriges Kind auf dem Arm.
Perücke, Damensandalen, Sonnenbrille und lackierte Fingernägel: So soll da Silva versucht haben, unerkannt zu entkommen. Doch die Beamten der Zivilpolizei liessen sich nicht täuschen. Nach einem mehrstündigen Einsatz wurde der Mann festgenommen, wie die brasilianische Nachrichtenplattform G1 berichtet.
Ermittlung wegen 16 Tötungsdelikten
Gegen den 33-Jährigen wird wegen 16 Tötungsdelikten ermittelt. Die Verbrechen sollen sich innerhalb von rund drei Monaten im Mamanguape Valley ereignet haben. Bei der Festnahme hielt da Silva ein Kind im Arm, das nach bisherigen Erkenntnissen nicht mit ihm verwandt ist. Das Kleinkind wurde den Behörden zufolge in Sicherheit gebracht.
Im Verhör soll der Verdächtige die Ermittler zusätzlich schockiert haben. Statt nur die 16 ihm vorgeworfenen Taten anzusprechen, gab er laut G1 an, in seinem Leben etwa 80 Menschen getötet zu haben.
Mann will mit 13 ersten Mord begangen haben
Ob dieses Geständnis der Wahrheit entspricht, ist völlig offen. Die Polizei hat bislang keine Beweise dafür, dass da Silva tatsächlich für eine derart hohe Zahl an Tötungen verantwortlich sein könnte. Ausschliessen wollen die Ermittler die Angaben aber offenbar nicht.
Der Polizeichef verwies auf die gewaltvolle Vergangenheit des Beschuldigten. Demnach soll er behauptet haben, bereits mit 13 Jahren seinen ersten Mord begangen zu haben. Da Silva verbrachte mehr als fünf Jahre im Gefängnis. Erst im Mai 2026 kam er wieder frei. Die Ermittlungen laufen weiter.
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Reto Bollmann (bre), Jahrgang 1991, verstärkt seit Ende 2021 als Redaktor den Newsdesk von 20 Minuten. Eine Vorliebe hat er für politische, wissenschaftliche und geschichtliche Themen.
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