PunchEPL stadiums: The history, facts behind all 20 groundsCNN TürkKars’ta 2 Bin 634 Rakımda Saklı Güzellik: Sarıçamların Arasında Görenleri EtkiliyorThe Jerusalem PostKilling of mafia head Yushayev leaves Hadera vulnerable to further organized criminal violenceRTP DesportoSeleção portuguesa treina em Malmo com Conceição em dúvidaESPNTransfer rumors, news: Liverpool keen on Real Madrid midfielderBollywood HungamaMEGA EXCLUSIVE: Viral Sensation Ravi Kishan bags solo-lead Hindi film; to star in Mahaveer Jain’s devotional dramaInquirerLTFRB: Approved fare hike for Edsa busway at P18Sky TG24Strage di Ustica, i misteri che la Francia non ha mai chiaritoStraits Times SportSabalenka feeling ‘fresh’ ahead of China Open after losing No. 1 spotHet Laatste NieuwsKIJK. 92-jarige Wilma belandde al op de spoedafdeling, maar weigert te stoppen met waterskiënSeeking AlphaGM tech costs to fall by $20B through 2031 after rollback of fuel economy standardsRTL BoulevardRAYE ontkent relatiegeruchten met Michael B. Jordan
The Daily Newsstand · Free, Always
Tuesday, September 29, 2026

Nach Zwangsräumung in Madrid: Seniorin darf in Wohnung zurück

Translate

Zehntausende hatten gegen die Zwangsräumung einer 87-Jährigen protestiert, die ihre Wohnung nach 70 Jahren verlassen musste. Jetzt kann sie zurückkehren.

dpa | Nach Protesten gegen ihre Zwangsräumung darf eine 87-Jährige in Madrid in ihre Wohnung zurückkehren. Vertreter von Maricarmen Abascal erreichten am Montagabend eine entsprechende Einigung mit dem Immobilienunternehmen, dem das Gebäude gehört, wie die spanische Tageszeitung „El País“ unter Berufung auf die beteiligten Parteien und die Vermittler in dem Fall berichtete.

Die Seniorin dürfe unter neuen Mietbedingungen zurückkehren, hieß es demnach. Ihre Miete werde in etwa dem Betrag entsprechen, den sie bisher gezahlt habe: rund 500 Euro für Miete, Nebenkosten und Hausgeld. Dem Bericht zufolge steht Abascals Bestätigung, dass sie die Bedingungen akzeptiert, noch aus.

Aus Empörung über die Zwangsräumung der 87-Jährigen und Ärger über die immer größere Wohnungsnot in Spanien waren in Madrid am Wochenende Zehntausende auf die Straße gegangen. Der Protest stand unter dem Motto „Ni una Maricarmen más“ („Keine weitere Maricarmen“).

Weitere Forderungen reichten von einem besseren Schutz gegen Zwangsräumungen bis hin zu gesetzlichen Maßnahmen gegen steigende Mieten, gegen Wohnraum als Renditeobjekt und zur Stärkung der Mieterrechte.

87-Jährige von Polizei aus Wohnung geholt

Abascal war 1956 mit ihren Eltern in die Wohnung im Madrider Stadtteil Retiro eingezogen und hatte später den Mietvertrag übernommen. Nachdem das Gebäude an ein Immobilienunternehmen verkauft worden war, sollte sie ausziehen, weil ihr alter Mietvertrag nicht mehr gültig sei. Die neuen Eigentümer bekamen vor Gericht Recht.

Nach mehreren gescheiterten Räumungsversuchen wurde sie schließlich am Mittwoch von Polizisten trotz des Widerstands von Unterstützern aus ihrer Wohnung geholt und in ein Krankenhaus gebracht.

Die Demonstranten machten sowohl die linke Zentralregierung von Pedro Sánchez als auch konservative Regionalregierungen wie jene von Isabel Díaz Ayuso in Madrid für die Wohnungsnot verantwortlich. Sie fordern unter anderem die automatische Verlängerung von Mietverträgen auf unbestimmte Zeit, einen besseren Schutz vor Zwangsräumungen, eine Einfrierung der Mieten sowie eine Reform des Mietrechts, die Zeitmietverträge und die Vermietung von Zimmern stärker reguliert.

Unter dem Eindruck der Proteste arbeitet die Regierung daran, am Dienstag im Ministerrat ein neues Gesetzesdekret zur Wohnungspolitik zu verabschieden. Vorgesehen sind unter anderem Maßnahmen gegen Zwangsräumungen. Die Regierung verhandelt derzeit noch mit mehreren Parteien über die nötige Mehrheit.

Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen

View the original on taz →

KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.