News kompakt: Atommüll-Endlagerung in Finnland kann starten
In Finnland kann das weltweit erste Endlager für hochradioaktive nukleare Abfälle in Betrieb gehen. Die finnische Regierung erteilte die entsprechende Genehmigung. Wann in der unterirdischen Anlage der erste Atommüll eingelagert wird, steht noch nicht fest. Nach Angaben des Entsorgungsunternehmens Posiva sind zunächst weitere Tests und Inspektionen nötig. Der Betrieb solle aber bald aufgenommen werden.
Die Bauarbeiten für das Endlager in Eurajoki im Südwesten des nordeuropäischen Landes hatten vor 22 Jahren begonnen. Das Tunnelsystem befindet sich in 1,9 Milliarden Jahre altem, festem Grundgestein. Es bietet Kapazität für 6500 Tonnen strahlenden Abfall. In der Anlage sollen abgebrannte Brennelemente aus den fünf finnischen Kernreaktoren gelagert werden, die noch Jahrtausende lang hochradioaktiv sind.
Tausende Venezolaner fordern Machado-Rückkehr
Erstmals seit fast zwei Jahren sind in Venezuela Anhänger der Opposition landesweit auf die Straße gegangen. Tausende forderten freie Wahlen und politische Veränderungen. Zu den Kundgebungen in der Hauptstadt Caracas und mehreren anderen Städten hatte die Bewegung Vente Venezuela der im Exil lebenden Oppositionsführerin und Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado aufgerufen. Die Demonstranten forderten unter anderem deren Rückkehr in das südamerikanische Land.

Ohne Machados Beteiligung waren vor gut einer Woche Verhandlungen zwischen Vertretern der Regierung von Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez und der Opposition gestartet. Dabei bekräftigten beide Seiten ihren Willen, Präsidentschaftswahlen in Venezuela abzuhalten.
Mindestens 16 Tote bei Beben in Tibet
In der autonomen Region Tibet im Westen Chinas laufen nach einem schweren Erdbeben Such- und Rettungseinsätze. Bislang wurden nach Angaben chinesischer Staatsmedien 16 Tote geborgen. Die Zahl der Verletzten stieg demzufolge auf 54.

Im Kreis Baqing hatte in der Nacht zum Freitag (Ortszeit) die Erde mit einer Stärke von 7,0 gebebt. Das teilte die chinesische Erdbebenwarte mit. Der Herd des Bebens lag in einer Tiefe von rund 10 Kilometern. Es sind die bisher stärksten Erdstöße in diesem Jahr in China. In der Region Tibet kommt es häufig zu Erdbeben. Sie werden durch die Kollision der indischen und der eurasischen Kontinentalplatte verursacht.
Mutmaßlicher Spion kommt vor Ermittlungsrichter
Ein am Donnerstag im Bundesland Brandenburg unter Spionageverdacht gefasster Ukrainer wird an diesem Freitag einem Ermittlungsrichter am Bundesgerichtshof in Karlsruhe vorgeführt. Der Richter entscheidet, ob der Verdächtige in Untersuchungshaft kommt. Die Bundesanwaltschaft wirft dem Mann vor, für einen russischen Nachrichtendienst militärisch relevante Informationen gesammelt zu haben. Dazu habe er unter anderem Kontakte in die europäische Rüstungsindustrie genutzt, so der Verdacht. Laut deutschem Strafgesetzbuch drohen dem Ukrainer bis zu zehn Jahre Freiheitsstrafe.
Bundeskanzler Friedrich Merz wertete die Festnahme als Erfolg. Zugleich warnte Merz vor weiterer Spionage. Die Aktivitäten des russischen Geheimdienstes in Deutschland seien unverändert hoch.
IStGH: "Sacharow-Preis wichtiges Signal"
Der Internationale Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag hat dem Europa-Parlament für den Sacharow-Preis gedankt. Die Auszeichnung habe gerade in dieser Zeit eine besondere Bedeutung. Das Gericht und seine Mitarbeiter seien derzeit mit beispiellosen Herausforderungen konfrontiert wie etwa Sanktionen. Der IStGH steht vor allem vonseiten der USA unter Druck. US-Präsident Donald Trump verhängte Strafmaßnahmen gegen Richter und Ankläger und kündigte an, das Gericht vom internationalen Finanzsystem abzuschneiden.

Die Entscheidung für den diesjährigen Preisträger war am Donnerstag von EU-Parlamentspräsidentin Roberta Metsola verkündet worden. Mit dem Sacharow-Preis soll der Einsatz für Demokratie und Menschenrechte gewürdigt werden. Die Verleihung findet am 16. Dezember in Straßburg statt. Der mit 50.000 Euro dotierte Preis ist nach dem sowjetischen Physiker, Menschenrechtler und Friedensnobelpreisträger Andrej Sacharow benannt.
Klimawandel gefährdet Großteil der Korallenriffe
Weltweit sind laut einer Prognose der Weltnaturschutzunion (IUCN) fast alle Korallenriffe vom Aussterben bedroht. Grund ist der fortschreitende Klimawandel. In den kommenden 50 Jahren bestehe für 96 Prozent der Korallenriffe in flachem Wasser ein extrem erhöhtes Risiko, heißt es in der Analyse. Es war die erste weltweite Untersuchung dieser Art. Die IUCN schätzte für ihre Prognose den Zustand und die Entwicklung von Korallenriffen vor den Küsten von mehr als 80 Ländern und Gebieten ein.
Korallen sind besonders anfällig für die Auswirkungen der globalen Erwärmung. In wärmeren Ozeanen sterben die Mikroorganismen, die ihnen ihre leuchtenden Farben verleihen und sie mit Nahrung versorgen. Laut IUCN-Generaldirektorin Grethel Aguilar ist es noch nicht zu spät, die Korallenriffe zu retten. Nötig dafür seien ehrgeizige Ziele bei der Reduzierung von Treibhausgasen sowie umfangreiche Schutz- und Wiederherstellungsmaßnahmen für die Riffe wie etwa die Ausweitung von Meeresschutzgebieten.
AR/gri/jj (afp, dpa, rtr, efe, ifax)
Dieser Artikel wurde um 9.00 Uhr (MESZ) erstellt und wird nicht weiter aktualisiert.
KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.