Paramount kommt Warner-Kauf nach Deal mit US-Staaten näher
Paramount hat eine zentrale Hürde für die Warner-Übernahme ausgeräumt und sich mit den Bundesstaaten geeinigt, die den 110-Milliarden-Dollar-Deal per Klage stoppen wollten.
21.09.2026 | 0:28 minDer Unterhaltungskonzern Paramount hat eine zentrale Hürde für die Übernahme des Hollywood-Rivalen Warner Brothers ausgeräumt. Paramount einigte sich mit mehreren US-Bundesstaaten, die den mehr als 110 Milliarden Dollar schweren Deal mit einer Klage blockieren wollten.
Die Einigung sehe unter anderem vor, dass der fusionierte Konzern mehr Geld in den USA und speziell in Hollywood investieren werde, sagte der kalifornische Generalstaatsanwalt Rob Bonta. Für den Nachrichtensender CNN und Paramounts Nachrichtensparte CBS News wurde demnach ein neues redaktionelles Aufsichtsgremium vereinbart, das deren Unabhängigkeit sichern soll.
30 Filme in den ersten zwei Jahren zugesagt
Die Zusage von Paramount, dass die Studios zumindest in den ersten zwei Jahren nach der Fusion zusammen 30 Filme pro Jahr in Kinos bringen werden, wurde laut Bonta bekräftigt. In den darauffolgenden drei Jahren sollen es jeweils 32 Filme sein.
Mehr als 1.000 Filmschaffende warnen vor Folgen wie weniger Arbeitsplätze und höhere Kosten.
13.04.2026 | 0:53 minDem Finanzdienst Bloomberg zufolge lässt auch die Gewerkschaft der Drehbuchautoren ihre Klage gegen die Warner-Übernahme nach einer Einigung mit Paramount fallen. Unter anderem habe das Studio zugesagt, 17,5 Millionen Dollar in einen Gesundheitsfonds für die Autoren einzuzahlen.
Paramount unter Zeitdruck
Die von Kalifornien angeführten Bundesstaaten argumentierten in ihrer Wettbewerbsklage, die Konzentration von Wirtschaftsmacht bei Paramount werde Hollywood und dem Geschäft von Filmtheatern schaden. Die zuständige Richterin setzte den Prozess zu der Klage erst für kommendes Frühjahr an. Paramount drohte US-Medienberichten zufolge, ab Oktober den Wegzug aus Kalifornien einzuleiten, wenn es keine Einigung gibt.
"Der trumpkritische Sender CNN befürchtet Folgen", so Heike Slansky zum Medienkrieg um Warner/Paramount. "Nichts Neues herausgekommen" sei bei der Befragung Clintons zu Epstein.
28.02.2026 | 2:49 minFür Paramount drängt die Zeit: Von Oktober an muss das Unternehmen den Warner-Aktionären zusätzlich zum Kaufpreis eine tägliche Gebühr von sieben Millionen Dollar zahlen, wenn die Übernahme bis dahin nicht abgeschlossen wurde. Paramount hatte das seinerzeit zugesagt, um zu demonstrieren, wie zuversichtlich man ist, den Deal in trockene Tücher zu bringen.
Paramount will mit Übernahme in Hollywood aufholen
Paramount wurde vor gut einem Jahr von der Familie des Tech-Milliardärs Larry Ellison übernommen. Sein Sohn David Ellison, ein schon lange in Hollywood aktiver Filmproduzent, wurde Konzernchef. Er will den Rivalen Warner Bros. Discovery schlucken, um mehr Gewicht in der Branche zu gewinnen, da Paramount ein relativ kleiner Player ist.
Mit der Warner-Übernahme durch Paramount landet CNN unter Kontrolle der Ellison-Familie. Kritiker fürchten aufgrund der Trump-Nähe der neuen Besitzer um die Unabhängigkeit von CNN.
27.02.2026 | 2:29 minBloomberg zufolge sperrten sich vier Bundesstaaten - New York, Massachusetts, Connecticut und Minnesota - gegen die Vereinbarung mit Paramount. Sie hätten aber ihren Widerstand aufgegeben, nachdem der Konzern und Kalifornien sich einig geworden seien, hieß es unter Berufung auf eine informierte Person.
Ursprünglich hatte sich im vergangenen Jahr schon Netflix mit Warner auf einen Kauf des Streaming- und Studiogeschäfts der Branchengröße verständigt. Doch Paramount ließ nicht locker und gab ein höheres Gebot für den gesamten Konzern Warner Bros. Discovery ab, inklusive der Fernsehsender wie CNN.
Quelle: dpa
Über das Thema berichtete ZDFheute Xpress im Beitrag "Paramount einigt sich mit Bundesstaaten" am 21.09.2026 um 20:46 Uhr.
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