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Tuesday, October 13, 2026

"Höchstbelastend": Collien Fernandes widerspricht Darstellung der Justiz

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"Höchstbelastend"Collien Fernandes widerspricht Darstellung der Justiz

13.10.2026, 15:23 Uhr

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Hat ihren Ex-Mann Christian Ulmen angezeigt: Collien Fernandes. (Foto: picture alliance/dpa)

Die Staatsanwaltschaft Potsdam beklagt fehlende Beweismittel im Verfahren gegen Christian Ulmen. Nun widerspricht dessen Ex-Frau Collien Fernandes öffentlich und erklärt, warum es zu Verzögerungen gekommen sei. Die Diskussion um den Fall belaste sie sehr.

Collien Fernandes wehrt sich gegen den Eindruck, sie würde die Ermittlungen gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen durch fehlende Beweismittel verzögern. Nachdem die Staatsanwaltschaft Potsdam öffentlich erklärt hatte, die Moderatorin habe trotz mehrfacher Aufforderung noch nicht alle angekündigten Unterlagen eingereicht, stellt Fernandes die Abläufe nun auf Instagram aus ihrer Sicht richtig. Dabei macht sie auch deutlich, wie sehr ihr die öffentliche Diskussion um das Verfahren zusetze.

"Da gerade alles skandalisiert wird (was für mich höchstbelastend (!) ist), hier mal ganz nüchtern die Fakten", schreibt Fernandes in einem Beitrag auf Instagram. Darin erläutert sie, wie es aus ihrer Sicht zu den Verzögerungen gekommen ist.

Hintergrund ist ein Bericht der "Potsdamer Neuesten Nachrichten". Demnach kommen die Ermittlungen gegen Ulmen wegen des Verdachts der Körperverletzung sowie die Prüfung der Vorwürfe digitaler Gewalt derzeit nur schleppend voran. Staatsanwältin Marieke Piazolo hatte am Montag erklärt, Fernandes habe angekündigte Beweismittel trotz mehrfacher Aufforderung noch nicht zur Verfügung gestellt. Zudem habe ihre Vernehmung bislang nicht abgeschlossen werden können.

Weitere Vernehmungen noch in diesem Jahr geplant

Fernandes widerspricht dieser Darstellung. Zwischenzeitlich habe sie ihre anwaltliche Vertretung gewechselt, weshalb zahlreiche Belege erneut hochgeladen werden mussten. Die von der Staatsanwaltschaft gesetzte Frist sei erst in der vergangenen Woche abgelaufen. "Die von der Staatsanwaltschaft Potsdam angeforderten Beweismittel wurden von meinen Anwälten am Freitag elektronisch und per Post versandt", betont die 45-Jährige.

Bereits am Montagnachmittag hatte Fernandes gegenüber den "Potsdamer Neuesten Nachrichten" entsprechend Stellung genommen. Sie vermutete damals, dass sich die Übermittlung der Unterlagen und die Auskunft der Staatsanwaltschaft zeitlich überschnitten haben könnten. Ob die von Fernandes genannten Beweismittel mittlerweile bei der Staatsanwaltschaft eingegangen sind, wurde bislang nicht öffentlich bestätigt.

Auch die bisher nicht abgeschlossene Vernehmung spricht Fernandes an. Einen Termin habe sie bereits wahrgenommen. Ein weiterer Termin im September habe jedoch "aufgrund nachweislicher Erkrankung" nicht stattfinden können. Inzwischen seien zwei Ersatztermine schnellstmöglich vereinbart worden, die noch in diesem Jahr stattfinden sollen.

Die Staatsanwaltschaft Potsdam hatte im Mai ein Ermittlungsverfahren gegen Ulmen wegen des Verdachts der Körperverletzung im Zusammenhang mit häuslicher Gewalt eingeleitet. Dabei geht es um mutmaßliche Vorfälle in Spanien aus den Jahren 2022 und 2023. Darüber hinaus wird geprüft, ob sich aus den Vorwürfen digitaler Gewalt ein Anfangsverdacht ergibt. Fernandes wirft ihrem Ex-Mann unter anderem vor, gefälschte Onlineprofile in ihrem Namen angelegt und darüber pornografische Inhalte verbreitet zu haben. Für Ulmen gilt die Unschuldsvermutung.

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