ESPNIreland players vote to play controversial matches vs. IsraelThe Jerusalem PostIsrael's Elor Azaria syndrome has come full circle - and 'NAZA' is the consequence - opinionRTP DesportoMundiais Ciclismo. Demi Vollering chegou finalmente ao arco-írisESPN DeportesInglaterra logra la voltereta en un partidazo ante EspañaEl TiempoVideos | El operativo para encontrar sano y salvo a un menor que estuvo desaparecido en Medellín, permitiendo el conmovedor reencuentro con la mamáANSA SportMondiali di ciclismo: Elisa Longo Borghini ancora sul podio, è bronzoCBS SportsCould the Phillies blow their playoff berth? How recent slump, surging D-backs have made wild-card race messy20 MinutenMusiker Bruno Kramm (58) bricht nach Konzert zusammen und stirbtCollider7 Perfectly Aged Adventure Movies That No One Talks About TodayTimes of India EntertainmentChadwick Boseman’s widow hits back at his brothers over $3.4M estate disputeGlobal NewsSask. celebrates Culture Days for 16th year7sur7Quatre provinces wallonnes prennent des arrêtés contre le risque d’incendie
The Daily Newsstand · Free, Always
Saturday, September 26, 2026

Kunden und Mitarbeiter von Lieferdienst Flink werden erpresst

Translate

Nach einem Cyberangriff auf ein internes System des Lieferdienstes Flink konnten bisher unbekannte Kriminelle Daten von Mitarbeitern und Kunden des Unternehmens kopieren. Wie ein Sprecher von Flink heise online sagte, wandten sich die Angreifer zunächst an Flink direkt und forderten Geld in Form der Kryptowährung ETH. Wenn sie bezahlt würden, so die Erpresser, würden die Daten gelöscht.

Das Unternehmen erklärt dazu schriftlich: „Flink tritt grundsätzlich nicht mit Kriminellen in Kontakt und führt keine Verhandlungen mit ihnen.“ Auf Nachfrage hieß es, dass Flink auch in diesem Fall tatsächlich gar nicht reagiert hat. Daher wandten sich die Kriminellen nun direkt an die Kunden – diese sollten in Häppchen von 0,005 ETH, derzeit rund 10 Euro, insgesamt 100 ETH aufbringen. Das entspricht derzeit etwa 230.000 Euro. Wenn der Betrag zusammenkommt, so das Versprechen, würden die Daten gelöscht. Wenn nicht, würden die Daten, so wörtlich „im deep web verkauft“. Die Erpresser haben sich also bei einem zahlungsunwilligen Unternehmen auf eine Art kriminelles Crowdfunding verlegt.

Gefälschter Absender, direkte Ansprache mit Namen – so wollen die Erpresser Flink-Kunden einschüchtern.

(Bild: Flink / Bearbeitung: heise medien)

Wie Flink heise online sagte, erfolgte der Angriff auf ein eigenes, eigentlich internes Bestellsystem des Unternehmens. Dieses wird in den „Order Hubs“ von Flink genutzt. Das sind kleine, dezentrale Lager in Städten, von denen aus die Bestellungen ausgeliefert werden. Durch diese Strukturen kann der Dienst sein Versprechen einer Lieferung in unter einer halben Stunde meist erfüllen. Laut Flink wurde ein einzelner dieser Order Hubs angegriffen, dieser wurde auch schon identifiziert und der unberechtigte Zugriff unterbunden.

Da war es jedoch schon zu spät: „Name, Lieferadresse, E-Mail-Adresse und Telefonnummer“ von Kunden wie Mitarbeitern wurden kopiert. Im Einzelfall, so Flink, sollen auch Lieferhinweise wie das Stockwerk des Kunden und andere Informationen zu Bestellungen abgeflossen ein. Passwörter, Zahlungsdaten, Kreditkarteninformationen und Bankdaten sollen den Angreifern dabei nicht in die Hände gefallen sein. Am Freitag berichtete bereits der Tagesspiegel über den Vorgang.

Am selben Tag berichteten auch niederländische Medien wie NL Times und RTL NL über den Fall. Wie Flink heise online sagte, gingen bei Kunden dort bei mindestens 10.000 Erpressermails ein. In diesen, die wir in einer Stichprobe einsehen konnten, bekennt sich eine bisher recht unbekannte Bande namens „LPG Group“ zu den Taten. Sie wirbt darin um Vertrauen. weil man ja nur „ein Geschäft betreibe“ und stellt Flink als den Bösen dar: Weil das Unternehmen nicht zahlen wolle, müssten das nun eben seine Kunden tun. Wie bei solchen Erpresserbanden üblich, wird auch eine Anleitung zum Erwerb von ETH mitgeliefert. Die Mails wenden sich namentlich und mit einem Flink-ähnlichen gefälschten Absender an die Kunden, sodass diese wohl leicht verunsichert werden könnten.

„Wir betreiben doch nur ein Geschäft“ – Cybergangster handeln zunehmend völlig unverfroren.

(Bild: Flink / Bearbeitung: heise medien)

Wie Flink in einer schriftlichen Stellungnahme betont, sollte man auf solche Erpresserschreiben in keiner Weise reagieren. Dieser Empfehlung kann sich heise online nur anschließen, denn: Man bestätigt damit eine aktive Mailadresse. Wenn man sogar bezahlt, sichert man das Geschäftsmodell der Kriminellen. Keine Antwort und Anzeige bei der Polizei ist der einzig richtige Weg.

Laut Flink wurde über eine Abuse-Mitteilung beim von der Bande genutzten Mailprovider die Flut der Schreiben auch vorerst eingedämmt, nicht auszuschließen sei aber, dass sich die Erpresser andere Wege suchen. Über die Support-Mechanismen des Lieferdienstes sind nach eigenen Angaben bis zum Samstag nur rund 150 Mitteilungen von Kunden eingegangen. Die Zahl der kontaktierten Kunden in Deutschland lässt sich damit bisher schlecht einschätzen. Alle seine Kunden will Flink aber bereits am Freitag direkt auf die Situation hingewiesen haben. Wie stets bei solchen Datenabflüssen gilt, dass man in Zukunft als Kunde oder Mitarbeiter von Flink besonders wachsam gegenüber möglichen Phishing-Attacken sein sollte.

Dem Unternehmen zufolge wurde der Fall angezeigt, und auch BSI und die zuständige Datenschutzbeauftragte des Landes Berlin informiert. Externe IT-Forensiker sollen bei der Aufklärung helfen. Mutmaßlich wird sich dennoch das Unternehmen verantworten müssen, weil es personenbezogene Daten nicht ausreichend geschützt hat.

View the original on heise online →

KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.

Kunden und Mitarbeiter von Lieferdienst Flink werden erpresst — KioskNews