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Friday, October 9, 2026

Größte Zunahme seit drei Jahren: Baupreise steigen überdurchschnittlich

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Größte Zunahme seit drei JahrenBaupreise steigen überdurchschnittlich

09.10.2026, 10:16 Uhr

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Die Preise für Dachdeckarbeiten sind besonders gestiegen. (Foto: picture alliance/dpa)

Deutsche Großstädte brauchen Wohnungen, gebaut werden diese allerdings deutlich zu wenig. Ein Grund: Die Preise steigen immer weiter. Nicht nur Wohnhäuser sind betroffen.

Bauen hat sich in Deutschland so stark verteuert wie seit etwa drei Jahren nicht mehr. Die Preise für den Neubau konventionell gefertigter Wohngebäude lagen im August um 5,5 Prozent höher als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt zu seiner vierteljährlichen Auswertung mitteilte. Ein größeres Plus gab es zuletzt im Sommer 2023 mit 6,3 Prozent. Im Mai hatte der Anstieg noch fünf Prozent betragen. Von Mai auf August zogen die Baupreise um einen Prozent an. Alle Preisangaben beziehen sich auf Leistungen am Bauwerk samt Mehrwertsteuer.

In Deutschland werden deutlich weniger Wohnungen gebaut, als dies vor allem in Großstädten nötig wäre. Stetig gestiegene Baukosten in den vergangenen Jahren gelten dabei als eines der Haupthemmnisse. Zudem zogen die Bauzinsen an, was für Zurückhaltung bei privaten Häuslebauern und bei großen Investoren sorgt.

Die Preise für Rohbauarbeiten an Wohngebäuden stiegen im August binnen Jahresfrist um 5,4 Prozent. Den größten Anteil am Neubau von Wohngebäuden haben Betonarbeiten und Mauerarbeiten. Während sich Betonarbeiten um 4,3 Prozent verteuerten, erhöhten sich die Preise für Mauerarbeiten um 4,2 Prozent. Dachdeckungsarbeiten kosteten 7,6 Prozent mehr und Zimmer- sowie Holzbauarbeiten verteuerten sich um 7,2 Prozent. Die Preise für Erdarbeiten zogen um 6,1 Prozent an.

Ausbauarbeiten kosteten im Schnitt 5,7 Prozent mehr als vor Jahresfrist. In diesem Bereich erhöhten sich die Preise für Heizanlagen und zentrale Wassererwärmungsanlagen. Instandhaltungsarbeiten an Wohngebäuden sind sechs Prozent teurer als im August 2025. Gestiegen sind auch die Neubaupreise für Bürogebäude: Sie verteuerten sich im August um 5,7 Prozent, gewerbliche Betriebsgebäude um 5,5 Prozent. Im Straßenbau kletterten die Preise auf Jahressicht um 6,9 Prozent.

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