Schotten saufen Stadion leer – dann folgt meisterliche «Magie»

Darum gehts
- Der FC Thun gewinnt in der Conference League zuhause 3:1 gegen den schottischen Vizemeister Heart of Midlothian.
- Es ist der erste Sieg der Thuner auf europäischer Bühne seit 13 Jahren, Quali-Spiele ausgenommen.
- Am Sonntag folgt in der Liga das Heimspiel gegen den FC Basel, wo Captain Marco Bürki den dritten Sieg in Folge anpeilt.
Zum ersten Mal seit 13 Jahren gewinnt der FC Thun (exklusive Quali-Spiele) wieder eine Partie auf europäischem Parkett. Nach dem souveränen 3:1-Heimerfolg über den schottischen Vizemeister Heart of Midlothian ist die Erleichterung und Freude bei den Berner Oberländern gross.
«Es tut richtig gut. Wir konnten ans Lausanne-Spiel anknüpfen», sagt Lucien Dähler nach den ersten drei Punkten in der Conference League. Der Thuner Aussenverteidiger schwärmt von der «Magie im Stadion», die wieder da gewesen sei und die Mannschaft zum Sieg getragen habe. «Wenn wir die Fans mitnehmen, können wir jedes Team überfahren», schwärmt Dähler nach der womöglich bisher besten Saisonleistung des Meisters.
Thuner zeigen den Schotten den Meister
Während die Thuner Anhänger nach schwierigen Wochen nun den zweiten Pflichtspielsieg in Folge bejubeln dürfen, gibts bei den gegnerischen Supportern zumindest eine gewohnt feuchtfröhliche Auswärtsfahrt zu verbuchen. Schon zur Halbzeitpause soll bei den Verpflegungsständen rund um das Visana Stadion das Bier ausgegangen sein – den trinkfesten Schotten sei Dank.
«Es war eine coole Ambiance. Man saugt es auf und geniesst es», lobt Dähler die Stimmung in der Thuner Arena. Bei dem Weg zum Stadion seien er und seine Teamkollegen von schottischen Fans mit ein paar provozierenden Sprüchen eingedeckt worden. Das gehöre aber dazu und sei nicht weiter schlimm. «Mit unserem Spiel konnten wir dann bei ihnen und ihren Fans Verunsicherung provozieren. Wir liessen sie gar nicht ins Spiel. Das tut gut.»
Marco Bürki feiert dritten Sieg im dritten Spiel als Vater
Wie Dähler ist auch Marco Bürki zufrieden mit der Performance gegen den Vizemeister Schottlands. «Es war sicher eine sehr gute Leistung. Wir kamen gut ins Spiel, mit super Umschaltmomenten. Dazu sind wir auch von Anfang an sehr mutig aufgetreten», lobt der Thuner Captain sein Team.
Gross festen nach dem Spiel dürften die Thuner trotz starker Leistung und drei Punkten nicht gross – das nächste Heimspiel in der Liga gegen den FC Basel folgt bereits am Sonntag. Bürki will dort mit dem FCT den dritten Sieg in Folge einfahren – es wäre notabene auch der dritte Sieg im dritten Spiel als Vater, seit seine Frau letzte Woche eine Tochter auf die Welt brachte. Den fehlenden Schlaf nach der Geburt seines Kindes habe er anfangs ein wenig gespürt im Training. «Nun hat es sich ein wenig eingependelt. Es ist einfach nur wunderschön.»
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Florian Gnägi (flo) arbeitet seit 2021 für 20 Minuten im Ressort Sport. Seine grösste Expertise hat er auf den Themengebieten Fussball und Tennis.
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