Australien: Schwimmer stirbt bei Haiattacke
Vor der westaustralischen Großstadt Perth ist ein Mann beim Schwimmen von einem Hai getötet worden. Der Angriff ereignete sich am Freitagmorgen (Ortszeit) rund 50 Meter vor dem Sorrento Beach im Norden der Stadt.
Polizei, Rettungskräfte und ein Hubschrauber suchten anschließend weiträumig nach dem Mann. Obwohl bislang keine Spur von ihm gefunden wurde, geht die Polizei davon aus, dass er bei dem Angriff ums Leben kam. "Der Schwimmer starb infolge des Angriffs", teilte die Polizei des Bundesstaates Western Australia mit.
Der Mann soll gemeinsam mit einem zweiten Schwimmer im Wasser gewesen sein. Dieser konnte sich zurück ans Ufer retten. Welche Haiart den Mann angriff, war zunächst unklar. Augenzeugen beschrieben das Tier als sehr groß.
Zeugen berichten von Blut im Wasser
Mehrere Menschen am Strand beobachteten den Angriff. Eine Krankenschwester sagte dem "Sydney Morning Herald", sie habe gesehen, wie der Hai den Mann "wie einen Fisch herumgeschleudert" und schwer verletzt habe.
"Ich sehe beruflich viel Grausames, aber jemanden vor meinen Augen im Wasser so angegriffen zu sehen, ist ziemlich schwer zu verkraften", sagte sie der Zeitung.
Auch andere Zeugen berichteten von großen Mengen Blut im Wasser. Eine Strandbesucherin sagte dem australischen Sender ABC, sie habe nach einem Hinweis ihrer Freundin aufs Meer geblickt und dort eine Blutlache gesehen.

Die Behörden sperrten den Sorrento Beach und weitere Strände in der Umgebung für Badegäste. Der beliebte Strand liegt etwa 20 Kilometer nördlich des Zentrums von Perth.
Küstenüberwachung war erst kürzlich verstärkt worden
Der tödliche Angriff ereignete sich nur etwa eine Woche, nachdem die Organisation Surf Life Saving WA ihre Hubschrauberpatrouillen an den Wochenenden wieder aufgenommen hatte. Damit soll die Küste vor Beginn der australischen Sommersaison stärker überwacht werden.
Erst am Montag war es in Western Australia zu einem schweren Haiangriff gekommen. Ein 56-jähriger Surfer wurde am Glenfield Beach nahe Geraldton attackiert, mehr als 400 Kilometer nördlich von Perth. Er erlitt schwere Verletzungen am Bein und verlor Berichten zufolge einen Teil seines Beins.
Fünf Menschen sterben in diesem Jahr durch Haiangriffe
Mit dem Angriff vor Perth sind in Australien in diesem Jahr fünf Menschen durch Haie ums Leben gekommen. Im Januar starb ein zwölfjähriger Junge, nachdem er im Hafen von Sydney von einem Bullenhai gebissen worden war.
Zwischen Mai und Juni wurden drei Taucher bei voneinander unabhängigen Angriffen getötet. Zwei der Fälle ereigneten sich vor Western Australia, einer vor Queensland. Im Juni verlor zudem eine Frau nach einem Haiangriff am bekannten Coogee Beach in Sydney einen Teil ihres linken Arms.
Nach Angaben der Australian Shark Incident Database gab es seit 1791 rund 1300 registrierte Zwischenfälle zwischen Haien und Menschen in Australien. Mehr als 260 davon endeten tödlich. Seit dem Jahr 2000 werden im Durchschnitt zwei bis drei tödliche Haiangriffe pro Jahr registriert. Besonders gefährlich für Menschen gelten Weiße Haie, Tigerhaie und Bullenhaie.
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