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Wednesday, October 21, 2026

"Finde, das ist eine gute Idee": Musk bestätigt Fusionspläne für Tesla und SpaceX

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"Finde, das ist eine gute Idee"Musk bestätigt Fusionspläne für Tesla und SpaceX

21.10.2026, 05:09 Uhr

Spekulationen über einen Zusammenschluss von Tesla und SpaceX bekommen ein Fundament: Großaktionär und Konzern-Chef Musk lässt Ausschüsse für die Fusion einsetzen. Er selbst darf nicht teilnehmen, erklärt er, aber die Idee finde er gut.

Die von Tech-Milliardär Elon Musk geführten Unternehmen Tesla und SpaceX prüfen einen rekordträchtigen Zusammenschluss. Der Autobauer und die Weltraumfirma hätten dafür auf Wunsch von Aktionären spezielle Ausschüsse gebildet, sagte Musk in einer Videokonferenz zu den Quartalszahlen von SpaceX. Er sei wegen möglicher Interessenkonflikte nicht Teil davon. Musk ist Großaktionär beider Firmen - und diese Anteile sind die Basis seines Vermögens von geschätzt rund 920 Milliarden Dollar (820 Mrd Euro), das ihn zum derzeit reichsten Menschen der Welt macht.

Über eine Fusion von Tesla und SpaceX wird schon lange spekuliert, Musk äußerte sich dazu bisher ausweichend. Jetzt sagte er, er persönlich finde, ein solches Zusammengehen sei eine gute Idee. Es wäre aber "übertrieben" zu sagen, dass es "mit Sicherheit" dazu kommen werde, schränkte er ein. Musk verwies unter anderem darauf, dass für einen solchen Schritt die Zustimmung von mindestens 50 Prozent aller Tesla-Aktionäre notwendig wäre.Billionen-Bewertungen

SpaceX ist an der Börse aktuell mehr als 1,9 Billionen Dollar wert und Tesla rund 1,48 Billionen Dollar. Es wäre damit die bisher gewichtigste Fusion zweier Firmen. In beiden Fällen sind die hohen Bewertungen in hohem Maße eine Wette darauf, dass Musk seine Versprechen künftiger Erfolge einlösen kann. Er will Tesla vom Verkauf von Elektroautos auf selbstfahrende Robotaxis und humanoide Roboter umstellten. In beiden Bereichen trifft die Firma auf starke Konkurrenz. SpaceX fing mit Raketenstarts an, verdient das Geld inzwischen aber vor allem mit dem Satelliteninternet-Dienst Starlink und KI-Rechenzentren. Musk stellt für die Zukunft auch Rechenzentren in der Erdumlaufbahn in Aussicht - allerdings gibt es Zweifel, ob das machbar ist.

Mehr Macht für Musk

Bei SpaceX hat Musk bereits die volle Kontrolle dank Aktien mit mehr Stimmrechten. Bei Tesla folgt die Mehrheit der Aktionäre zwar auch seinen Wünschen - aber Musk will schon seit Jahren seine Führungsposition mit einer höheren Beteiligung absichern. In Erinnerung blieb etwa sein Spruch, er wolle keine "Roboter-Armee" bei Tesla bauen, solange ihn jemand vom Chefposten verdrängen könne.

Vergangenes Jahr gewährten ihm Tesla-Aktionäre die Aussicht auf ein riesiges Aktienpaket. Allerdings müsste Tesla dafür hochgesteckte Zielmarken erreichen, die aktuell nicht sehr realistisch wirken. Bei einer Tesla-Übernahme würden die Vorgaben aber hinfällig. Und Musk bekäme die Kontrolle, die er immer haben wollte.

Musk ist für seine rechten politischen Ansichten bekannt. Er spendete 2024 mehrere hundert Millionen Dollar für den Wahlkampf von Donald Trump und wurde zeitweise zu einem der engsten Vertrauten des US-Präsidenten. Aktuell gibt er wieder in großem Stil Geld für den Parlamentswahlkampf von Trumps Republikanischer Partei aus. Im Präsidentenauftrag sollte Musk im vergangenen Jahr die US-Regierungsausgaben kürzen und erntete dabei viel Kritik für sein rabiates Vorgehen.

Das politische Gewicht des Multimilliardärs und seiner Unternehmen in Washington ist weiterhin groß. Die SpaceX-Raketen sind aktuell unverzichtbar für die US-Raumfahrt - militärische Programme inklusive. Auf Starlink ist die Ukraine zur Verteidigung gegen russische Attacken angewiesen - und Musk soll laut Medienberichten eine Rolle bei der jüngsten Drosselung des Dienstes dort gespielt haben. Er ist auch Co-Chef eines Gremiums, das das Pentagon zur Kriegsführung der Zukunft beraten soll, zu der nach US-Gedankenspielen auch Roboter wie Teslas Optimus gehören könnten.

"Das einzigartigste Unternehmen der Welt"

Nach der Ankündigung legte die Tesla-Aktie im nachbörslichen Handel um gut zwei Prozent zu. Das ist ein Zeichen dafür, dass sich Anleger keinen großen Aufpreis bei einem Zusammenschluss mit SpaceX erhoffen. Musk hatte bereits seine KI-Firma xAI, die nicht an der Börse notiert war, in SpaceX aufgehen lassen.

Der Investor und langjährige Branchenanalyst Gene Munster verwies zugleich darauf, dass ein Zusammengehen wirtschaftlich Sinn ergeben könne. Tesla habe, was SpaceX bisher fehle: die Möglichkeit, Künstliche Intelligenz über Fahrzeuge und Roboter mit der realen Welt interagieren zu lassen, argumentierte Munster im Wirtschaftssender CNBC. Deswegen gehe er von einer Zustimmung der Aktionäre aus. "Es wäre in jeder Hinsicht das einzigartigste Unternehmen der Welt."

Tesla und SpaceX kooperieren bereits bei der gewaltigen Chipfabrik Terafab, die Musk in den USA bauen will. Bisher wird dafür erst noch das Grundstück freigemacht. Ein weiteres Produkt der Zusammenarbeit sind Kaltgas-Raketendüsen von SpaceX zumindest auf einigen Varianten eines neuen Tesla-Sportwagens, der laut Musk 2028 in die Produktion gehen soll.

Zwei Starship-Starts pro Woche?

Musk machte in der Videokonferenz wie so oft weitreichende Versprechen. So sagte er, dass die große SpaceX-Rakete Starship, die bisher erst 14 Mal testweise flog, gegen Ende kommenden Jahres zweimal pro Woche starten solle. Vor drei Monaten hatte er allerdings noch von täglichen Starts gesprochen. Auch kündigte Musk an, dass die Zahl der Starlink-Satelliten binnen drei Jahren auf 100.000 steigen werde. Nach jüngsten Angaben waren es etwas mehr als 10.000.

Im vergangenen Quartal verbuchte SpaceX nach langer Durststrecke einen Milliardengewinn. Auslöser waren vor allem kräftige Zuwächse im Geschäft mit Internet aus dem All sowie mit KI-Rechenzentren. Unterm Strich verbuchte SpaceX schwarze Zahlen von 4,4 Milliarden Dollar (3,9 Mrd Euro). Im dritten Quartal des Vorjahres hatte es noch einen Verlust von gut einer Milliarde Dollar gegeben. Der Umsatz sprang von rund 5,58 Milliarden Dollar vor einem Jahr auf 14,58 Milliarden Dollar. Analysten hatten im Schnitt mit rund 12,7 Milliarden Dollar gerechnet.

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