Peloton bringt neue Laufbänder: Mal hochklappbar, mal mit Computer Vision
Das Home-Fitness-Unternehmen Peloton hat am heutigen Dienstag angekündigt, seine Produktpalette in Deutschland und Österreich über die Indoor-Fitness-Fahrräder der „Bike(+)“-Reihe hinaus zu erweitern. So wird das hierzulande bislang erhältliche Laufband „Cross Training Tread“ durch die neuen Modelle „Tread Flex“ (verfügbar ab Frühling 2027) und „Tread Vision“ (erhältlich ab 1. Oktober 2026) abgelöst.
Darüber hinaus führt Peloton über seine KI-gestützte Coaching-Plattform ab dem 1. Oktober neue Funktionen für Läufer ein. So gibt es künftig eine „Laufanalyse“, die eine Effizienz-Bewertung umfasst, und „ReRuns“, die das Nachlaufen von Outdoor-Strecken ermöglichen. Dafür lassen sich GPS-Daten realer Läufe auf das System laden. Über die Peloton App werden die Steigungen der Outdoor-Strecken dann synchronisiert. Alternativ stehen vorinstallierte Routen zur Verfügung. Schließlich öffnet Peloton sein Ökosystem weiter: Ab sofort können Nutzer ihr WHOOP-Konto direkt mit der Peloton App verknüpfen.
Bei den neuen Modellen lassen sich über Drehknöpfe Geschwindigkeit und Steigung während des Kurses regulieren. In beiden steckt zudem die KI-Plattform Peloton IQ, die personalisiertes Training und dynamisches Coaching ermöglicht. Ihre Touchscreens dienen nicht nur als Monitor beim Laufen, sondern zeigen auch Kurse unter anderem aus den Bereichen Krafttraining, Yoga, Pilates, Meditation, Cardio und Stretching an (live, aufgezeichnet oder nach eigenen Wünschen generiert). Die lassen sich dank des um 360 Grad drehbaren Displays neben oder vor dem Laufband absolvieren.
Tread Flex
Das Peloton Tread Flex ist das erste Peloton-Laufband, das hochklappbar ist. Dann reduziert sich die Länge des Tread Flex um fast die Hälfte, wodurch es sich leichter in einer Ecke des Raumes parken lässt. Rollen erleichtern dabei, das Gerät zu bewegen. Es ist zudem das preisgünstigste Laufband von Peloton – wobei man diese Aussage in Relation setzen muss: Das bislang erhältliche Modell kostete zwar 2495 Euro UVP, das Tread Flex schlägt aber immer noch mit einem Listenpreis von 2299 Euro zu Buche.
Peloton bietet für die Tread-Reihe verschiedene Workouts an, die unterschiedliche Schwerpunkte setzen. Beim Plus-Modell erhält man dank Computer Vision zudem eine Auswertung seines Laufstils.
(Bild: heise medien / Nico Jurran)
Peloton Tread Vision
Das Peloton Tread Vision wurde laut Hersteller für alle entwickelt, die sich beim Laufen mehr persönliche Unterstützung wünschen. Es ist zudem das erste Peloton-Laufband mit „Computer Vision“, das außerhalb Nordamerikas angeboten wird: Eine integrierte Kamera mit Bewegungserkennung liefert Einblicke in die eigene Lauftechnik direkt auf dem Gerät und gibt beim Krafttraining auf der Matte Feedback zur Ausführung. Der Listenpreis liegt hier bei 3999 Euro.
Mit dem Laufband alleine kommt man aber nicht weit: Da sich auf den Android-betriebenen Rechnern der Peloton-Geräte keine Apps von Drittanbietern nachinstallieren lassen, kann man sie nur mit dem Kursangebot von Peloton vernünftig nutzen. Das gibt es nur im gesondert abzuschließenden Abo – und kostet für neue und wiederkehrende Mitglieder mittlerweile 45 Euro pro Monat.
Das Tread Vision bietet eine große Ablagefläche und zwei Getränkehalter. Privatsphäre ist gewährleistet: Die Kamera über dem Display lässt sich bei Nichtbenutzung einklappen.
(Bild: heise medien / Nico Jurran)
Blick über den Tellerrand
Vorerst nur in den USA und Kanada bringt Peloton das Laufband „Tread+ Vision“ auf den Markt. Das Modell bietet zusätzlich zum Tread Vision einen „Sled Mode“ mit einem Schubwiderstand von bis zu 136 Kilo, sodass Nutzer ein Ganzkörper-Workout absolvieren können, ohne das Laufband zu verlassen. Das hat seinen Preis: Das Tread+ Vision wird ab dem 1. Oktober 2026 für 6695 US-Dollar UVP angeboten. Und schließlich bietet Peloton hierzulande bislang kein smartes Rudergerät an, während das Unternehmen in den USA das Modell Row+ (für 3495 US-Dollar UVP) im Sortiment hat.
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