«Nina Chuba ist Schweiz-Fan – sie war sofort Feuer und Flamme»

Darum gehts
- Schweiz Tourismus setzt in seiner neuen Herbstkampagne nicht mehr auf Roger Federer als Botschafter.
- Statt auf einzelne Stars setzt die Organisation nun auf Content-Creator und ein virales Versteckspiel auf Social Media.
- Für den deutschen Markt konnte Schweiz Tourismus die deutsche Rapperin Nina Chuba gewinnen.
Die Hälfte der Betten in Schweizer Hotels bleibt im Herbst leer. Schweiz Tourismus will das mit einer neuen Kampagne ändern und geht dabei neue Wege: Statt wie bis anhin auf grosse Stars als Botschafter zu setzen, spannt die Marketingorganisation neu mit zahlreichen Content-Creatorn aus aller Welt zusammen.
Das spürt auch Roger Federer: Seit der Pandemie warb die Tennislegende rund um den Globus für Ferien in der Schweiz. Jetzt ist er sein Amt als Botschafter los. Der Fünfjahresvertrag lief im Dezember aus und wurde – trotz entsprechender Option – nicht verlängert.
«Wir haben zusammen beschlossen, dass wir eine Pause machen»
«Wir haben zusammen beschlossen, dass wir eine Pause einlegen. Das kam von beiden Seiten», sagt Martin Nydegger, CEO von Schweiz Tourismus, im 20-Minuten-Interview (siehe oben). Federer sei auch nicht zu teuer geworden, so Nydegger.
Laut Nydegger wollte Federer nicht für Geld für die Schweiz arbeiten. Schweiz Tourismus bezahlte in der Folge die Honorare an seine Stiftung, die benachteiligte Kinder in der Schweiz unterstützt.
Zumindest in Deutschland wirbt nun unter anderem Nina Chuba für die Schweiz. Laut Nydegger hat sie dafür «eine kleine Summe» bekommen. Das Geld sei aber auch bei ihr nicht im Vordergrund gestanden: «Sie ist bekennender Schweiz-Fan und hat insbesondere vom Gurtenfestival geschwärmt.» Sie sei sofort Feuer und Flamme gewesen, «bei diesem Spass mitzumachen».
Virale Kampagne statt bekannter Botschafter
Im Herbst soll nun die französische Basketballlegende Tony Parker auf Einladung von Schweiz Tourismus in die Schweiz reisen und die Werbetrommel rühren. Mit der neuen Kampagne ändert die Organisation aber ihre Strategie.
Sie setzt nicht mehr auf die Strahlkraft einzelner Stars, sondern inszeniert ein virales Versteckspiel auf Social Media. Der Plot: Die Schweiz verstecke den wunderschönen Herbst, damit ihn die Einheimischen ungestört geniessen können. Der Herbstkampagne schlossen sich 85 Destinationen und Partner an – diese machen ihrerseits wieder bei der Schnitzeljagd mit.
Findest du es schade, dass Roger Federer nicht mehr offizielles Aushängeschild der Schweiz im Ausland ist?
Daniel Waldmeier (daw), Jahrgang 1987, arbeitet seit 2008 bei 20 Minuten. Er ist stellvertretender Chefredaktor.
Martine Anastasiou (man), Jahrgang 2001, arbeitet seit 2025 für 20 Minuten. Sie ist Redaktorin im Ressort Wirtschaft.
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