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Thursday, October 15, 2026

Arianespace bereitet vierte Mission für Amazon.com vor

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Der US-Konzern Amazon.com ist mit dem Aufbau seiner Satellitenkonstellation Leo im Verzug – umso mehr, seit der Explosion der Rakete New Glenn Blue Origins. Die nächste Tranche von Satelliten wird die europäische Rakete Ariane 6 ins All bringen.

Die Ariane  6 soll mit 36 Internetsatelliten Amazons an Bord vom Europäischen Raumfahrtzentrum in Kourou in Französisch-Guayana aus starten. Das Startfenster öffne sich am 23. November, teilt Arianespace mit. Einen genauen Termin will das europäische Raumfahrtunternehmen erst später bekannt geben.

Es wird der zehnte Start einer Ariane 6 – zuletzt hat sie Ende August den Wettersatelliten MTG-I2 ins All gebracht. Die Rakete wird in der Konfiguration Ariane 64 starten, das bedeutet mit vier Zusatzraketen, sogenannten Boostern. Zum Einsatz kommen die neuen Booster P160C mit 156 Tonnen Festtreibstoff. P160C ist einen Meter größer als der Vorgänger P120C und enthält 14 Tonnen mehr Treibstoff.

In dieser Konfiguration ist die Ariane bereits im Juni für Amazon geflogen. Es wird die vierte Mission für den Internetkonzern, weitere sollen folgen: Im September hat Amazon angekündigt, sechs weitere Starts mit der europäischen Rakete gebucht zu haben, insgesamt werden es 24. Mit Leo will Amazon Starlink, dem Satelliteninternetdienst des Konkurrenten SpaceX, Konkurrenz machen.

Amazon beantragte daher 2019 bei der US-Regulierungsbehörde Federal Communications Commission (FCC) die Genehmigung einer Konstellation in einer niedrigen Erdumlaufbahn (Low Earth Orbit, LEO) aus 3236 Satelliten. 2020 genehmigte die Behörde die Konstellation, die damals noch Kuiper hieß, mit der Auflage, bis Ende Juli dieses Jahres die Hälfte der Satelliten ins All zu bringen. Ende Juli 2029 soll der Aufbau der Konstellation abgeschlossen sein.

Das Zwischenziel war auch schon vor der Explosion der Rakete New Glenn nicht zu schaffen. Im Januar beantragte Amazon deshalb einen Aufschub von 24 Monaten, den die FCCim Juni genehmigt hat. Aktuell besteht die Leo-Konstellation aus 396 Satelliten, nach dem kommenden Ariane-Flug werden es 432 sein. 136 davon sind mit der Ariane 6 ins All geflogen.

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