RTP DesportoRui Borges prepara Sporting para combater intensidade coletiva do LensESPN DeportesContragolpe: Wilfredo Gómez y la fragilidad de los ídolosDaily MaverickCRICKET: Australia on the ascendancy against Proteas in fruitful fourth day of first TestThe Jerusalem PostRoyal Ballet star Natalia Osipova returns to Israel with world premiere by Israeli choreographerESPNKCP: Sixers' success hinges on chemistry, players 'liking each other'Billboard‘What Could Be Better?’ See Ariana Grande in New ‘Focker-In-Law’ PostersZDF heuteAktuelle Pressemitteilungen des ZDFCBS NewsSaudi airport stays shut as Houthi attacks kill 20 people in a weekBBC NewsBritain won't tolerate threats on our soil, Miliband says as he summons Iran ambassadorBBC عربيالحوثيون يعلنون استهداف مطار الرياض وقاعدة خميس مشيط، ويتوعدون الولايات المتحدة "اذا تورطت في العدوان على اليمن"GMA NewsHouthis claim attack targeting Riyadh airport with ballistic missileVanguardContractors have no reason to stay away from project sites – Kano govt
The Daily Newsstand · Free, Always
Monday, October 12, 2026

Handelsabkommen EU-China: Mal ein Erfolg für Merz

Translate
Fabian Kretschmer

Die Einfuhrbeschränkung für chinesische Hybridautos bedeutet eine Verschnaufpause für Autobauer. Um das Grundproblem zu lösen, sind aber Zölle nötig.

E s ist es eine gute Nachricht mit einem Haken: Die EU hat für die nächsten vier Jahre eine jährliche Importquote von rund 350.000 Hybridfahrzeugen aus China festgelegt. Damit werden die derzeitigen chinesischen E-Auto-Exporte in die EU de facto um mehr als die Hälfte reduziert.

Das Ergebnis zeigt, dass die Europäische Union mehr Verhandlungsmacht hat, als viele Fatalisten zuvor behauptet haben. Das Einlenken der Chinesen ist vor allem durch den Wandel der deutschen Regierung zu erklären. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron pochte schon länger auf ein härteres Vorgehen gegen Chinas Industriepolitik. Die deutschen Kanzler haben die Initiativen aus Paris stets ausgebremst – bis Friedrich Merz nun eine inhaltliche Kehrtwende hingelegt hat.

Für die europäische Autoindustrie ermöglicht der Handelsdeal eine bitter benötigte Verschnaufpause, um angesichts einer technisch und vor allem in Kosteneffizienz überlegenen Konkurrenz aus China wieder Boden gutzumachen.

Das Logo der taz: Weißer Schriftzung t a z und weiße Tatze auf rotem Grund.

Aber: Nachhaltig ist der Deal nicht. Er betrifft schließlich nur einen Sektor von vielen. Wenn die EU lediglich eine Einigung innerhalb einer Branche erzielt, dann wird dies dazu führen, dass sich Chinas immenser Handelsüberschuss auf andere Produktkategorien verlagert.

Eine nachhaltige Lösung kann es nur auf zwei Wegen geben: Peking müsste seine künstlich niedrig gehaltene Währung aufwerten und den Privathaushalten mehr finanziellen Spielraum ermöglichen. Dies würde dazu führen, dass Chinas Bevölkerung mehr Waren kauft; gleichzeitig würden chinesische Produkte auf den internationalen Märkten teurer.

Da Chinas Staatschef Xi Jinping solche Reformen jedoch ablehnt, scheint Option zwei als wahrscheinlicher: Die EU müsste in diesem Fall flächendeckende Ausgleichszölle gegen chinesische Importe einführen, um die auf unlauteren Staatssubventionen beruhenden Wettbewerbsvorteile auszugleichen.

Fabian Kretschmer Korrespondent in Südkorea

Seit 2024 Korrespondent für die koreanische Halbinsel und China mit Sitz in Seoul. Berichtete zuvor fünf Jahre lang von Peking aus. Seit 2014 als freier Journalist in Ostasien tätig. 2015 folgte die erste Buchveröffentlichung "So etwas wie Glück" (erschienen im Rowohlt Verlag), das die Fluchtgeschichte der Nordkoreanerin Choi Yeong Ok nacherzählt. Betreibt nebenbei den Podcast "Beijing Briefing". Geboren in Berlin, Studium in Wien, Shanghai und Seoul.

View the original on taz →

KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.