Bundesstaat West-Kordofan – Mindestens 60 Tote bei Einsturz von Goldmine im Sudan

- Beim Einsturz einer Goldmine im sudanesischen Bundesstaat West-Kordofan sind mindestens 60 Menschen ums Leben gekommen.
- Die hohe Zahl der Opfer sei auf mangelnde Sicherheitsvorkehrungen und fehlende Rettungsausrüstung zurückzuführen, sagten drei mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters.
Nach Angaben der Beobachtungsstelle Kordofan sind bei dem Unglück in der Al-Zara-Mine im Gebiet Fouja mehr als 70 Bergleute getötet worden oder werden vermisst. Ein Überlebender, der am Dienstag gerettet wurde, berichtete demnach, dass noch weitere verschüttete Menschen am Leben sein könnten.
Der sandige und instabile Boden erschwert der Beobachtungsstelle zufolge die Rettungsversuche der Anwohnenden, die nur einfache Werkzeuge zur Verfügung haben. Spezialisierte Rettungskräfte seien nicht im Einsatz.
Goldbau als wichtige Einnahmequelle
Der Sudan gehört zu den grössten Goldproduzenten Afrikas. Der Grossteil des Edelmetalls wird jedoch im gefährlichen Kleinstbergbau gewonnen und anschliessend aus dem Land geschmuggelt.
Der Goldabbau ist zudem eine wichtige Einnahmequelle für die paramilitärischen Rapid Support Forces (RSF), die den Bundesstaat kontrollieren.
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