heise+ | Kommentar zum Ende des Verbrenners: Was treiben die dort nur?
Im Prinzip war alles geklärt: Nach 2034 sollten in der EU nur noch Neuwagen zugelassen werden, deren lokaler CO₂-Ausstoß bei null Gramm liegt. Der Ansatz war unmissverständlich technologieoffen formuliert: Wie die Autohersteller einen Flottengrenzwert von null Gramm CO₂ technisch hinbekommen, bleibt ihnen überlassen. Dennoch war damit klar, dass der Verbrennungsmotor, der auch 2026 in der Mehrheit der Neuwagen weltweit eingebaut ist, bei Erstzulassungen in der EU aus dem Rennen sein soll.
Nicht alle der politisch Verantwortlichen waren davon gleichermaßen euphorisiert, aber es gab immerhin eine breite Mehrheit. Schon kurz nach der Einigung wurde das Grummeln vernehmbar, unterstützt auch von Akteuren, die den wissenschaftlich doch einigermaßen verlässlich belegten Klimawandel für eine Erfindung der Grünen halten. Seitdem wird am gefundenen Kompromiss genagt – Zeit für einen Zwischenstand.
Die Null war beschlossen
Dafür müssen wir mehrere Schritte zurückgehen. Die ursprüngliche Einigung 2022 sah vor, dass in mehreren Schritten der Flottengrenzwert auf null Gramm CO₂ sinken soll. Richtigerweise wurde schnell erkannt, dass trotz der hineinformulierten Technologieoffenheit damit das Ende des Verbrennungsmotors bevorsteht. Egal, wie stark er unterstützt wird, ohne das Verbrennen kohlenstoffhaltiger Treibstoffe und das daraus resultierende CO₂ ist er nicht zu bewegen.
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