Annika Lau spricht offen über ADHS ihres Sohnes

Sie kommt an ihre Grenzen
Annika Lau spricht offen über ADHS ihres Sohnes
Die Moderatorin Annika Lau findet klare Worte dafür, wie stark ADHS ihren Sohn sowie auch sie als Mutter belastet. Der Umgang damit bringt die Familie an ihre Grenzen.
Publiziert: 01.10.2026 um 19:34 Uhr
- Annika Lau spricht über ADHS ihres Sohnes Baz (10)
- Die Störung belaste Kind, Eltern und Familienalltag stark
- Im Buch «Ihr Kind ist anders» schildert sie die Diagnose
Sophie OferRedaktorin People
«Es ist diese Gleichzeitigkeit, die einen verrückt macht», gesteht Annika Lau (47) im Gespräch mit «Gala». «Er ist ja mein Sohn, und mein Sohn ist zuerst mal wahnsinnig toll. Er ist unglaublich lustig, superschlau, schnell im Kopf, wenn er möchte. Und dann aber auch wieder so träge und faul.» Dass der 10-jährige Baz an der Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) leidet, stelle die gesamte Familie auf die Probe.
Zu den typischen ADHS-Symptomen gehören unter anderem Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und verstärkte Impulsivität. Als Mutter komme Lau im Alltag dadurch immer wieder an ihre Grenzen. Doch sie habe ihren Weg gefunden, die Emotionen zu verarbeiten: «Ich weine ganz viel im Auto», gesteht Lau. Doch sie versichert: «Es ist aber alles okay, Leute! Das ist mein Ventil. Ich weine auch auf offener Strasse. Ich schäme mich mittlerweile auch nicht mehr so dafür.»
«Stösst überall auf Ablehnung»
Natürlich ist Baz' ADHS nicht nur für seine Mutter oder seinen Vater, Schauspieler Frederick Lau, eine Herausforderung. Allen voran leidet der 10-Jährige natürlich selbst darunter. «Kinder wie er stossen überall auf Ablehnung. Sie sind es mehr gewohnt, angemeckert zu werden und immer die Schuldigen zu sein, als mal etwas Positives zu erfahren», erklärt Annika Lau.
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Das «Chaos im Kopf» ihres Sohnes kennt Lau noch von jemand anderem: ihrem Ehemann, Baz' Vater. «Die beiden sind wie eine Person, einmal in Gross und einmal in Klein! Wenn die beiden streiten, ist das so, als würde man zwei Sechsjährigen zuschauen», schildert Lau. «Die brüllen sich an, schmeissen Sachen, aber fünf Minuten später liegen sie sich in den Armen und sagen: Alles okay, wir schaffen das!»
Lau veröffentlicht nächste Woche das Buch «Ihr Kind ist anders», welches die ADHS-Diagnose ihres Sohnes thematisiert.
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