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Tuesday, September 15, 2026

Diesmal mit mehr Nachdruck: Merz lädt CDU-Spitze zu Sitzung am Wahlabend ein

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Diesmal mit mehr NachdruckMerz lädt CDU-Spitze zu Sitzung am Wahlabend ein

15.09.2026, 13:56 Uhr

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Bundeskanzler Friedrich Merz: Auch CDU-intern steht er in der Kritik. (Foto: picture alliance/dpa | Britta Pedersen)

Kanzler Merz steht zunehmend unter Druck. Seine Beliebtheitswerte sinken, auch die gesamte CDU verliert an Zustimmung. Nun legt eine Einladung nach Berlin nahe, dass nach den Wahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern eine klare Reaktion der Partei folgen soll.

Die CDU-Spitze hat für Sonntag zu einer Präsidiumssitzung ins Konrad-Adenauer-Haus eingeladen. Dann soll gemeinsam etwa mit den CDU-Ministerpräsidenten über die Landtagswahlergebnisse in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin beraten werden, hieß es aus der Parteispitze. Ziel sei eine abgestimmte Kommentierung der Wahlen und des weiteren Weges. Es werde erwartet, dass sich die Ministerpräsidenten und die anderen Präsidiumsmitglieder dann hinter Kanzler und CDU-Chef Friedrich Merz stellen. Es gehe aber nicht um eine "Vertrauensfrage", wurde zugleich betont. Merz hatte vor wenigen Tagen gesagt, dass er nach den Wahlen eine Debatte über die Ausrichtung der CDU und eine Art neuen Generationenvertrag beginnen wolle.

Hintergrund ist die anhaltende parteiinterne Kritik an Merz, dem auch eine Verantwortung für das schlechte Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt zugeschrieben wird. In Mecklenburg-Vorpommern steht die dort oppositionelle CDU nun laut Umfragen nur noch bei sieben Prozent und droht sogar an der Fünf-Prozent-Hürde zu scheitern. Nachdem die AfD in Sachsen-Anhalt fast die absolute Mehrheit erreicht hatte, hatten parteiinterne Merz-Kritiker angedeutet, dass dieser abtreten müsse, sollte die CDU unter fünf Prozent landen.

Der Kanzler hatte diesen Zusammenhang bestritten, auf die Notwendigkeit der Durchsetzung der Reformen der schwarz-roten Koalition, auf Deutschlands Verantwortung für die Stabilität in Europa und intern auch darauf verwiesen, dass die CDU in eine völlig unkalkulierbare Lage rutschen könnte: Weder der Weg zu einem neuen Kanzler sei klar, noch stehe ein möglicher Nachfolger fest - noch gebe es Klarheit, was ein Wechsel eigentlich an den bestehenden Problemen ändere.

Merz hatte auch am Tag der Sachsen-Anhalt-Wahl die Präsidiumsmitglieder seiner Partei eingeladen, um den Verlauf der Wahlen zu verfolgen und gemeinsame Schlüsse zu ziehen. Die Einladungen waren aber informell und entsprechend überschaubar war die Beteiligung: Von den Landeschefs war nur Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther in die CDU-Zentrale gekommen. Deshalb ist diesmal zu einer formalen Präsidiumssitzung bereits am Sonntag eingeladen worden. Am Montag nach den Wahlen tagen dann die Parteigremien mit den CDU-Spitzenkandidaten Daniel Peters (Mecklenburg-Vorpommern) und Stefan Evers (Berlin).

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