Laubsauger Einhell Venturro 36/240 im Test: saugt, häckselt und lärmt
Zwei 18-V-Akkus, hohe Saugleistung, großer Fangsack: So schlägt sich der Akku-Laubsauger Einhell Venturro 36/240 im Praxistest.
Akku-Laubsauger sind leiser als Geräte mit Benzinmotor und stoßen keine Abgase aus. Doch reicht ihre Leistung auch für große Laubmengen? Der Einhell Venturro 36/240 schaltet zwei 18-V-Akkus des Power-X-Change-Systems zu 36 V zusammen. Laut Hersteller saugt er bis zu 740 m³/h an, häckselt das Laub und sammelt es in einem 45-l-Fangsack. Wir haben geprüft, wie gründlich er arbeitet, wie lange die Akkus halten und für wen sich die Investition der etwa 130 Euro (ohne Akku) lohnt.
Ausstattung und Design
Einhell bietet viele Akku-Geräte für Heimwerker und Garten an. Die Akkus des Power-X-Change-Systems passen auch in Geräte einiger Partnerhersteller. Der Venturro 36/240 ist an seiner leuchtroten Farbe klar als Einhell-Produkt zu erkennen. Akkus, Ladegeräte, Handgriff, Fangsack und Saugrohr sind teils schwarz.
Die Typenbezeichnung nennt zuerst die Betriebsspannung: 36 V aus der Reihenschaltung zweier 18-V-Akkus. Die Zahl 240 steht für die höchste Luftgeschwindigkeit von 240 km/h im Blasbetrieb mit Boost. Das liegt weit über Windstärke zwölf, dem Höchstwert der Beaufort-Skala. Selbst Windstärke 17 der erweiterten Skala wird übertroffen. Ein Tornado der Stufe EF3 erreicht ähnliche Werte. Zum Glück entsteht diese Geschwindigkeit nur direkt an der Düse. Trotzdem ist es gefährlich, einen Laubbläser auf Menschen zu richten. Die Hersteller untersagen das ausdrücklich, auch bei schwächeren Geräten.
Wie fast jeder Laubsauger lässt sich auch der Venturro 36/240 als Laubbläser nutzen. Diese Betriebsart verteilt den Schmutz aber meist nur weiter. Wir testen deshalb nur den sinnvolleren und ungefährlicheren Saugbetrieb. Das Umschalten ist einfach und geht ohne Werkzeug. So lassen sich Verstopfungen durch feuchtes Laub oder einen angesaugten Ast freiblasen, wenn Ausschalten allein nicht hilft.
Das Gerät bietet vier Leistungsstufen und einen Boost-Modus für schwierige Aufgaben wie feuchtes Laub. Der Boost leert die Akkus schnell, ist sehr laut und sollte nur kurz laufen. Die Saugleistung liegt bei höchstens 740 m³/h. Ein eingebauter Häcksler mit Metallmesser zerkleinert das Laub auf etwa ein Zehntel seines Volumens.
Der Fangsack fasst 45 l und damit mehr als der Fangkorb manches kleinen Rasenmähers. Der Venturro 36/240 gehört zu Einhells Professional-Linie. Er eignet sich damit auch für Selbstständige und kleine Gewerbebetriebe.
Bilderstrecke: Laubsauger Einhell Venturro 36/240
Laubsauger Einhell Venturro 36/240
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Laubsauger Einhell Venturro 36/240
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Lieferumfang und Aufbau
Zum Lieferumfang gehören das Gerät, der Fangsack, ein Tragegurt und ein praktischer Zusatzgriff. Akkus und Ladegerät sind nicht dabei, es gibt aber Sets mit beidem. Am Ende des Saugrohrs sitzen abnehmbare Rollen, mit denen das Gerät über Rasen, Pflaster und Asphalt gleitet. Ohne Akkus wiegt der Sauger rund 4 kg. Mit Akkus kommen je nach Kapazität 1 bis 2 kg dazu.
Der Sauger ist weitgehend vormontiert. Man muss nur die beiden Saugrohre aufstecken und festschrauben sowie Tragegurt und Akkus anbringen. Wichtig: Die Saugrohre lassen sich danach nicht mehr abnehmen. Das Gerät passt deshalb nicht mehr in die Originalverpackung, was etwa bei einer Reparatur oder einem Widerruf lästig ist. Das hat Sicherheitsgründe: Der Sauger darf nur komplett montiert laufen.
Bedienung und Ergebnis
Der Venturro 36/240 ist etwas schwerer als andere Akku-Laubsauger und bis zu 102 dB laut. Gehörschutz ist daher Pflicht. Dafür arbeitet er schnell und gründlich. Je nach Sauggut staubt es kräftig. Deshalb ist es gut, dass die Einhell-Akkus gut abgedichtet sind. Anders als in einem Rasenmäher sind sie hier nicht vor Schmutz und Wetter geschützt.
Fangsack, Häckselrad und Schneidmesser sind Verschleißteile und bei Einhell problemlos einzeln erhältlich. Über eine verschraubte Reinigungsklappe kommt man an das Rad heran und kann Reste entfernen. Das sollte man nur mit entnommenen Akkus und mit Vorsicht tun. Ein Sicherheitsschalter verhindert das Einschalten, solange die Klappe offen ist. Die Schraube der Klappe geht allerdings sehr schwer. Auf den Motor gibt Einhell nach Online-Registrierung zehn Jahre Garantie.
Der Fangsack lässt sich zum Reinigen abnehmen. Für den Blasbetrieb wird er nicht gebraucht. Eine Einschaltsperre fehlt: Der Sauger läuft sofort an, wenn man den Schalter drückt. Zum Saugen muss man ihn gedrückt halten, was nach einigen Minuten unbequem wird.
Mit unserem Testabschnitt hat der Laubsauger Einhell Venturro 36/240 keine Probleme. heise bestenlisten
Akkulaufzeit
Das Gerät benötigt genau zwei 18-V-Akkus von Einhell, idealerweise mit gleicher Kapazität. Einhell rät zu Akkus mit mindestens 2,5 Ah. Akkus mit so wenig Kapazität sind allerdings schnell leer und werden stark beansprucht.
Mit zwei 4,0-Ah-Akkus saugt der Venturro 36/240 auf hoher Stufe ohne Boost 15 bis 20 Minuten. Mit 5,2-Ah-Akkus sind auf mittlerer Stufe bis zu 35 Minuten drin, mit noch größeren Akkus bis zu 50 Minuten, sofern die Arme so lange mitmachen. Kurze Pausen sind ohnehin sinnvoll, weil das Gerät im Dauerbetrieb überhitzen kann.
Preis
Die unverbindliche Preisempfehlung für den Laubsauger ohne Akkus liegt bei 170 Euro. Im Handel kostet er etwa 130 Euro. Dazu gibt es Starter-Sets mit Doppel-Ladegerät. Das Set mit zwei 4-Ah-Akkus kostet knapp 210 Euro. Ein Schnäppchen ist der Venturro 36/240 damit nicht, er leistet aber viel. Wer schon zwei Einhell-Akkus und ein Ladegerät besitzt, kann sich das Set sparen.
Fazit
Der Einhell Venturro 36/240 saugt kräftig und schafft mit großen Akkus auch das Laub größerer Grundstücke. Der Laubsauger beansprucht die Akkus aber deutlich stärker als etwa ein Rasentrimmer. Mit zwei Akkus zu 4 Ah ist schon nach 15 bis 20 Minuten Schluss.
Die Bedienung ist einfach, das Gerät robust, aber laut und kein Leichtgewicht. Im Vergleich zu einem Benzingerät ist es trotzdem leichter und leiser. Am meisten lohnt es sich für alle, die bereits Akkus des Power-X-Change-Systems besitzen.
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