Sparbuch, Tagesgeld, ETFs: Gespartes Geld sinnvoll anlegen
Am 30. Oktober ist Weltspartag. Ein Tag, der traditionell dafür steht, Geld zurückzulegen. Geld sparen bedeutet aber nicht automatisch, auch Geld anzulegen.
30.10.2026 | 2:05 minWas bedeutet Sparen?
Sparen ist der Oberbegriff für die Entscheidung, Geld zur Seite zu legen. "Der Gedanke ist, heute zu verzichten, um zu einem späteren Zeitpunkt etwas davon zu haben", erklärt Verhaltensökonomin Christine Laudenbach.
Ein Beispiel für klassisches Sparen ist das Sparbuch. Es ist eine sichere und unkomplizierte Möglichkeit, Geld zurückzulegen. Allerdings gelten bei Abhebungen über 2.000 Euro in der Regel Kündigungsfristen.
Ab 2027 soll das neue Altersvorsorgedepot kommen. Die Riester-Rente läuft aus. Thomas Hentschel von der Verbraucherzentrale NRW erklärt warum und wie man jetzt sinnvoll fürs Alter sparen kann.
05.10.2026 | 3:44 minEine flexiblere Alternative ist das Tagesgeldkonto. Hier können Sparende jederzeit Geld einzahlen und darüber verfügen. Auf das eingezahlte Geld erhalten sie variable Zinsen, die sich in der Regel am Leitzins der Europäischen Zentralbank orientieren.
Wer sich einen Notgroschen zur Seite legen oder in absehbarer Zeit auf das Geld zugreifen will, findet im Tagesgeldkonto eine passende Anlageform.
Prof. Dr. Christine Laudenbach, Verhaltensökonomin am Leibniz-Institut für Finanzmarktforschung, Goethe-Universität Frankfurt am Main
Was sind Geldanlagen am Kapitalmarkt?
Wer sein Geld nicht nur zurücklegen, sondern langfristig vermehren möchte, kann es am Kapitalmarkt investieren. Allerdings "sollte man sich darüber im Klaren sein, dass es sich um eine längerfristige Geldanlage handelt", betont Laudenbach. Im Gegensatz zum Tagesgeldkonto besteht die Chance, von steigenden Kursen zu profitieren. Zum Beispiel durch die Investition in ETFs.
Die Europäische Zentralbank hat den Leitzins auf 2,5 Prozent erhöht. ZDF-Wirtschaftsexperte Florian Neuhann erläutert, was das für Verbraucher bedeutet.
10.09.2026 | 1:07 minAnlagen am Kapitalmarkt bergen ein Risiko, denn Börsenkurse schwanken. Wer in Aktien-ETFs investiert, sollte idealerweise zehn Jahre oder länger auf sein Geld verzichten können. Auch dann sind Verluste nicht ausgeschlossen, doch es besteht die Möglichkeit, dass sich kurzfristige Kursverluste wieder ausgleichen.
"Der Vorteil breit gestreuter ETFs ist, dass man mit einem einzigen Produkt in viele verschiedene Unternehmen investiert. Dadurch ist man weniger abhängig von der Entwicklung einzelner Aktien" erklärt Verhaltensökonomin Laudenbach.
Welche Anlageform ist die richtige?
"Tagesgeld oder ETFs, es gibt da kein Schwarz oder Weiß", so Laudenbach. Wer Geld zurücklegen möchte, muss sich nicht grundsätzlich zwischen Sparen und Anlegen entscheiden. Ausschlaggebend ist, welches Ziel das Geld erfüllen soll und wie lange auf das investierte Geld verzichtet werden kann.
Banken werben aktuell wieder mit Zinsen - besonders beim Tagesgeld. Doch wie können sie teilweise höhere Zinsen bieten als die Europäische Zentralbank? Was wirklich hinter den Angeboten steckt.
02.10.2026 | 1:28 minWer am Kapitalmarkt investieren will, sollte sich vorab mehr Fragen stellen als beim klassischen Sparen. Anlegerinnen und Anleger sollten zum Beispiel überlegen, wann und für was sie das investierte Geld benötigen.
Außerdem gilt es, die eigene Risikobereitschaft zu hinterfragen. Auch Tagesgeld ist nicht völlig ohne Nachteile.
Wenn die Zinsen niedriger sind als die Inflation, kann man sich von seinem Ersparten später weniger kaufen. Gleichzeitig verzichtet man auf die Chance höherer Renditen am Kapitalmarkt.
Prof. Dr. Christine Laudenbach, Verhaltensökonomin am Leibniz-Institut für Finanzmarktforschung, Goethe-Universität Frankfurt am Main
Geld anlegen mit Hilfe künstlicher Intelligenz – klingt nach Hightech die automatisch, clever, und gewinnbringend arbeitet. Im Netz überschlagen sich die Versprechen. Doch was ist wirklich dran?
27.10.2025 | 7:54 minWelche Risiken gibt es?
Ein Risiko, das bei der Geldanlage stets mitschwingt, ist ein Börsenknall. Also erhebliche Kursverluste innerhalb kürzester Zeit, die in der Vergangenheit der Beginn weltweiter Wirtschaftskrisen waren.
Zudem besteht das Risiko, dass Sparende ihr investiertes Geld zu einem bestimmten Zeitpunkt benötigen. Sinken genau dann die Kurse, kann das Verluste bedeuten. "Im besten Fall ist das Geld dann schon lange angelegt und hat bereits an Wert gewonnen, sodass auch bei einem Kursrückgang keine Verluste gegenüber dem ursprünglich investierten Betrag entstehen", so Laudenbach.
Die aktuelle Finanzkrise sei "schrecklich - aber kein Crash". So rät der Wirtschaftswissenschaftler Andreas Hackethal zum Ruhe bewahren. Anlegern empfiehlt er, einfach "mal ausprobieren".
31.03.2026 | 5:12 minKönnen Risiken minimiert werden?
Um Risiken zu minimieren, kann ein Sicherheitsnetz helfen. Also Geld, das zum Beispiel auf einem Tagesgeldkonto sicher angelegt und für den Notfall jederzeit verfügbar ist.
Es ist niemandem geholfen, wenn das ganze Geld in ETFs steckt, aber keine Ersparnisse für eine Autoreparatur vorhanden sind.
Prof. Dr. Christine Laudenbach, Verhaltensökonomin am Leibniz-Institut für Finanzmarktforschung, Goethe-Universität Frankfurt am Main
Geld, mit dem man auch Kursverluste aussitzen kann, lässt sich am Kapitalmarkt investieren. Um das Risiko zu streuen, ist es hilfreich, sich bei der Wahl der Produkte breit aufzustellen. "Denn wer in viele verschiedene Aktien investiert, hat ein ganz anderes Risiko als bei der Anlage in nur eine einzelne Aktie", so Laudenbach.
Kryptowährungen wie Bitcoin gelten als leicht zugängliche Anlageform. Doch wie funktionieren sie und welche Risiken bestehen? Philipp Frohn, Redakteur der WirtschaftsWoche, im Gespräch.
05.01.2026 | 6:31 minHat klassisches Sparen ausgedient?
Ausgedient hat klassisches Sparen bis heute nicht. Sparen und Anlegen schließen sich nicht aus. Sie sollten sich vielmehr ergänzen. Während ein finanzielles Polster auf dem Tagesgeldkonto Sicherheit bieten kann, entstehen durch Investieren am Kapitalmarkt Chancen, das eigene Vermögen zu vermehren.
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