Ex-Boss fordert Zwangsabstieg: "Verschwörungstheorie - Fassungsloses ManCity schäumt vor Wut

"Verschwörungstheorie - Fassungsloses ManCity schäumt vor Wut
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30.09.2026 | 05:38 Uhr
Es ist einer der größten Skandale im englischen Fußball. Manchester City wird wegen Verstößen gegen Finanzregeln schuldig gesprochen. Nun drohen harte Strafen. Der Klubs ist fassungslos.
Manchester Citys Geschäftsführer Ferran Soriano hat das Verfahren gegen seinen Klub als das Ergebnis einer "Verschwörungstheorie der Premier League" bezeichnet und ist überzeugt, dass es keinerlei Sanktionen geben wird. ManCity verfüge über "unwiderlegbare Beweise", die die eigene Unschuld belegen sollen, behauptete Soriano in einer Videobotschaft an die Belegschaft des Klubs.
Zuvor hatte die Premier League mitgeteilt, dass ManCity im Finanzskandal wegen schwerwiegender Verstöße offiziell in den meisten Anklagepunkten für schuldig befunden worden sei. Es drohen heftige Sanktionen: Von einer hohen Geldstrafe bis hin zum Zwangsabstieg oder der Aberkennung einiger Titel ist alles denkbar.
"Das entspricht schlicht nicht der Wahrheit"
"Das Verfahren dauert schon so lange an, dass man sich vor Augen führen muss: Der gesamte Fall der Premier League gegen uns basiert auf einer einzigen falschen Anschuldigung – nämlich der Behauptung, das Privatvermögen des Eigentümers sei auf geheime Weise über Sponsoren aus Abu Dhabi in den Verein geflossen", sagte Soriano: "Das entspricht schlicht nicht der Wahrheit. Der Premier-League-Kommission wurden unwiderlegbare Beweise vorgelegt, die belegen, dass dies weder möglich war noch tatsächlich stattgefunden hat."
Kontoauszüge, Belege für Geldtransfers, Zeugenaussagen und weitere Unterlagen würden "zweifelsfrei belegen, dass das Geld nicht vom Eigentümer stammte. Jeder weitere falsche Vorwurf, der gegen uns erhoben und aggressiv öffentlichkeitswirksam verbreitet wurde, geht auf diese einfache, zentrale und völlig unbegründete Anschuldigung zurück."
Ex-Boss stellt knallharte Forderung auf
Der frühere Vereinsvorsitzende David Bernstein hat derweil für den Fall eines endgültigen Schuldspruch den Zwangsabstieg der Himmelblauen gefordert. "Die Sanktionen dürfen nicht nur finanzieller Natur sein, sie müssen weit darüber hinausgehen. Wenn die Berufung des Klubs scheitert, kann City nicht in der Liga bleiben", sagte Bernstein der britischen BBC.
Für die Einordnung der Vorgänge beim früheren Champions-League-Gewinner fand Bernstein, Citizens-Boss von 1998 bis 2003 und später zwei Jahre lang an der Spitze des englischen Verbands FA, nur drastische Worte. "Es ist sehr, sehr ernst. Ich finde es schrecklich. Es geht um einen Fußballverein, der Teil einer Liga ist, und die gesamte Glaubwürdigkeit der Liga steht auf dem Spiel", meinte der 83-Jährige: "Es handelt sich um eine tief verwurzelte Form von Betrug, und wenn es so ist, ist dies etwas so Ernstes, dass es über die Fußballbehörden hinausgeht."
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