Bericht: FBI-Angreifer von „ShinyHunters“ gefasst und kooperativ
Nach dem Einbruch in das Jobportal der US-Bundespolizei FBI und dem Ausleiten von zahlreichen Datensätzen zu FBI-Agenten gibt es eine weitere Festnahme. Wie die Nachrichtenagentur Reuters von drei Quellen erfahren haben will, wurde in dieser Woche ein Verdächtiger in Jordanien festgenommen. Er soll unter dem Pseudonym „Rey“ für ShinyHunters aktiv gewesen sein und mit den Behörden kooperieren. Bereits Anfang dieser Woche gab es eine Festnahme eines anderen Mitglieds der Bande in den Niederlanden.
Das FBI wollte den aktuellen Bericht von Reuters nicht direkt bestätigen, gab aber an, dass es in dem Fall schon mehrere Festnahmen gegeben habe. Die Behörde hüllt sich offenbar in Schweigen, weil „Rey“ die Ermittlungen des FBI umfangreich unterstützen soll. Eine Quelle von Reuters gab an, der junge Mann hätte den Strafverfolgern auch Zugang zu seinen Geräten ermöglicht, damit diese das Netzwerk von ShinyHunters genauer untersuchen können. Auch die Identitäten und Aufenthaltsorte der Cyberkriminellen sollen so aufgedeckt werden können.
Reales Risiko für das FBI
Die berüchtigte Cyberbande, die unter anderem mit Erpressungsversuchen auch schon Daten von Rockstar Games und Pornhub entwendet hat, konnte nach übereinstimmenden Medienberichten authentische persönliche Daten von allen Mitarbeitern des FBI kopieren. Für die Angestellten der mächtigen Behörde und deren gesamte Arbeit stellt dies ein enormes Risiko dar. Sie können Opfer von unter anderem gezieltem Phishing und Erpressungsversuchen werden. Anfang dieser Woche gab es Hinweise, dass die FBI-Daten entgegen der Gepflogenheiten der Bande nicht veröffentlicht werden sollten.
Den Kriminellen wird offenbar jetzt erst bewusst, mit wem sie sich da angelegt haben. Sowohl Reuters wie auch 404 Media gaben in dieser Woche an, dass sie ihre bisherigen Kontakte bei ShinyHunters nicht mehr erreichen können. Am Mittwoch verschwand laut Reuters auch die Webseite der Bande aus dem Darknet. Schon zuvor soll ein Kontakt zu der Gruppierung aber angegeben haben, dass das nichts mit dem FBI-Fall zu tun habe. In einer anderen Mail an Reuters gab ShinyHunters an, man wolle „keine weitere Eskalation“ mit dem FBI. Auf Nachsicht der Gegenseite dürfen die Cyberkriminellen aber wohl kaum hoffen.
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