So geht es weiter mit der deutschen Olympiabewerbung
Der DOSB bewirbt sich mit München für die Jahre 2036, 2040 oder 2044 um Olympische und Paralympische Spiele. Zumindest für den ersten Anlauf stehen die Konkurrenten und das Prozedere fest. Ein Überblick.

Der Olympiapark in München picture alliance/dpa
Seit der offiziellen Abstimmung ist bekannt, dass sich der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) mit München um die Austragung der Olympischen sowie Paralympischen Spiele in Deutschland bewirbt. Die bayerische Landeshauptstadt setzte sich dabei gegen die Konzepte von Köln/Rhein-Ruhr und Berlin, das gar nicht mehr zur Wahl stand, durch. Bereits im Jahr 2036 könnten alle Augen auf das legendäre Zeltdach im Olympiapark gerichtet sein. Ein Überblick über die wichtigsten Meilensteine auf dem Weg dorthin.
Das ist der Stand
Der DOSB ist seit dem vergangenen Herbst offizieller Bewerber beim IOC und steht mit der Organisation im sogenannten "continuous dialogue", einem kontinuierlichen Austausch. Mit der nationalen Entscheidung für München wird dieser nun intensiviert. Seit Dienstag steht fest, mit wem die deutsche Bewerbung konkurriert: Indien, Katar, Ungarn, die Türkei, Südkorea und Südafrika befinden sich ebenfalls in Gesprächen mit dem IOC über eine Ausrichtung der Sommerspiele 2036. Die Frist für Interessenten endet am 31. Oktober, weitere Bewerber sind unwahrscheinlich.
Erste Vorauswahl im März 2027
Die deutsche Bewerbung hat nur ein halbes Jahr Zeit, sich für 2036 als geeignet zu erweisen. Schon im November sollen sich alle Kandidaten virtuell der "Future Host Commission" des IOC präsentieren, die Entscheidung, wer die nächste Stufe im Bewerbungsprozess erreicht, trifft dann das Exekutivkomitee um Präsidentin Kirsty Coventry. Im März 2027 steht der Kreis der Anwärter fest, die in den "strategic dialogue" aufgenommen werden und auf die Vergabe hoffen dürfen.
Engster Favoritenkreis im Dezember 2028
Das IOC startet die dritte und letzte Auswahlstufe vor der Gastgeberwahl, den "targeted dialogue". Seit die Ringe-Organisation unter Coventrys Vorgänger Thomas Bach diese Stufe eingeführt hatte, wurde der gezielte Austausch mit nur noch einem Kandidaten je Edition geführt - die Auswahl kam somit einer designierten Kür gleich, die von der IOC-Vollversammlung per Votum lediglich noch offiziell vollzogen wurde. Das IOC unter Coventry schließt nicht aus, dass diese Stufe auch weiterhin eine exklusive Angelegenheit sein wird, definitiv ist dies aber nicht. Wieder entscheidet die Exekutive alleine über den Eintritt in den gezielten Dialog.
Olympia-Entscheidung Mitte 2029
Bei einer IOC-Session wird der Ausrichter der Sommerspiele 2036 gekürt. Diesem bleiben dann sieben Jahre konkrete Vorbereitungszeit. Münchens Oberbürgermeister Dominik Krause und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder merkten nach der gewonnenen Wahl gegen Köln/Rhein-Ruhr an, dass für 2036 eigentlich jetzt schon mit Baumaßnahmen begonnen werden müsste. Möglich erscheint aber auch eine Doppelvergabe für die Jahre 2036 und 2040 - darauf hofft zumindest der Deutsche Olympische Sportbund.
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