Thioune über die aktuelle Situation von Stark: "Das tut mir auch persönlich leid"
Niklas Stark und Werder Bremen - das hat in der Vergangenheit oft gepasst. Seit geraumer Zeit aber nicht mehr, was bekannte Gründe hat. Gründe, die eventuell zu einem Aus im Sommer führen können. So weit denkt Trainer Daniel Thioune aber noch nicht voraus.

Schätzt Abwehrspieler Niklas Stark sehr: Werder-Coach Daniel Thioune picture alliance / nordphoto GmbH
Wie die Bild bereits vor ein paar Tagen berichtet hat, könnte die Zeit von Werder-Profi Niklas Stark im kommenden Sommer enden. Aus einfachen Gründen: Demzufolge verlängert sich sein bisheriger Vertrag bis Sommer 2027 nur, wenn eine bestimmte Anzahl an Einsätzen in dieser Saison 2026/27 erreicht wird.
Und dagegen sprechen zwei entscheidende Faktoren: Einerseits haben derzeit im Kader von Trainer Daniel Thioune die Akteure Marco Friedl, Amos Pieper und Neuzugang Oskar Wojcik in der Innenverteidigung die Nase klar vorn. Zudem ist der 31-jährige Routinier in dieser Spielzeit noch gar nicht zum Einsatz gekommen - bei fünf Kadernominierungen an den ersten sechs Runden.
"Die Gesäßmuskulatur hat dicht gemacht"
Obendrein wird es beim 1. FSV Mainz 05 an diesem Samstag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker) ebenfalls keine Möglichkeit auf eine erste Minute auf dem Bundesliga-Rasen geben. Der Grund: Stark hatte am Dienstag das Training abgebrochen und verpasste nun den Sprung in den Spieltagskader.
Details dazu hielt Coach Thioune am Donnerstag auf der Pressekonferenz parat: "Die Gesäßmuskulatur hat dicht gemacht, da war es nicht mehr möglich, das Training zu beenden. Heute haben wir dann zur Sicherheit noch einen Belastungstest gemacht - und da war schnell klar, dass er uns nicht zur Verfügung steht. Das macht keinen Sinn aktuell, deswegen müssen wir am Wochenende eben auf Niklas verzichten."
"Ausschließlich die gesundheitlichen Gründe"
Der übergeordnete Punkt mit Starks Vertrag an der Weser kümmere Thioune derweil noch nicht. Dazu sagte der Trainer vielmehr: "Ich löse mich generell von den vertraglichen Situationen unserer Spieler. Das macht auch keinen Sinn, das darf keinen Einfluss auf die gemeinsame Zusammenarbeit haben. Es sind einfach ausschließlich die gesundheitlichen Gründe, warum er nicht mehr die Platzzeit hat."
Er muss gesund werden und hat dann ja auch noch ein halbes Jahr Zeit zu zeigen, dass er unersetzlich ist.
Daniel Thioune über Niklas Stark
Er wisse aber natürlich, dass der frühere Herthaner und Nürnberger mit seinen ständig wiederkehrenden Problemen seit seiner Ankunft 2022 "nur" 90 Pflichtspiele absolviert hat und dennoch "über viele Jahre hier ein Faktor war - auch in der funktionierenden Dreierkette unter Ole Werner". Thioune weiter: "Er hat sich immer in den Dienst der Mannschaft gestellt, auch wenn er körperlich nicht in der Lage war. Das tut mir auch persönlich leid, weil er ist ein ausgesprochen guter Defensivspieler und ein super Typ. Und das nehmen wir gerade so ein bisschen für uns, dass er ein wichtiger Teil dieser Mannschaft ist und dass wir mit sehr viel Respekt auf die Vergangenheit schauen. In der Gegenwart müssen wir das nehmen, was gerade der Fall ist …"
Am Ende des Tages - oder vielmehr am Ende der Rückrunde - werde man dann mehr einordnen können. Thioune deswegen abschließend: "Danach müssen wir einfach schauen. Er muss gesund werden und hat dann ja auch noch ein halbes Jahr Zeit zu zeigen, dass er unersetzlich ist. Das kann er auch, wenn er nicht mit diesen Problemen zu kämpfen hätte. Und dann kann man sich sicherlich noch einmal zusammensetzen, um über die Zukunft zu sprechen. Aber die Gegenwart spricht gerade etwas dagegen."
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