Apples Smart-Home-Hub hat einen Namen – plus neue technische Details
Apples neuartiges Heimgerät, das in der Gerüchteküche bislang unter dem Begriff „Home Hub“ läuft, könnte „HomeView“ heißen. Davon geht der Bloomberg-Reporter Mark Gurman aus. Dazu passt, dass Apple über eine Briefkastenfirma offenbar kürzlich diese Marke hat eintragen lassen, wie Macrumors herausgefunden hat. Die „Home Service LLC“ beantragte das Markenzeichen in den USA und anderen Ländern bereits im vergangenen Jahr – zum gleichen Zeitpunkt, als eine ebenfalls vermutlich mit Apple in Verbindung stehende Unternehmung namens „Home Operations Suite LLC“ den Begriff „homeOS“ hat schützen lassen, der wiederum wohl für das Betriebssystem des Heimgeräts steht. Außerdem gibt es neue Informationen zur Hardware des „HomeView“, der am morgigen Dienstag vorgestellt werden soll.
Apples Markenverschleierung
Die Verwendung von Briefkastenfirmen mit ungewöhnlichen Namen, die den eigentlichen Zweck verdecken sollen, ist bei Apple für Markeneintragungen seit Jahren geübte Praxis. Dabei geht es einerseits darum, dass möglichst wenige Rückschlüsse auf Produkte möglich sind, andererseits möchte Apple, sollte eine Marke gekauft werden müssen, verhindern, dass der Konzern überzahlen muss. 2023 hatte sich Apple beispielsweise die Marke „visionOS“ für das Betriebssystem der Vision Pro gesichert, zudem, wohl als Alternative, die Begrifflichkeit „xrOS“. In der Gerüchteküche kursierte für das Heimgerät auch der Begriff „HomePad“, allerdings scheint sich dieser nicht durchgesetzt zu haben, obwohl das Heimgerät optisch teilweise an das iPad erinnert.
Bloomberg-Reporter Gurman verwendet in seiner Berichterstattung vom Sonntag nun durchgehend den Begriff „HomeView“. Es handele sich um einen „Smart Home Hub“, der das zentrale Element von Apples Strategie sei, eine Neuauflage seines Smart-Home-Ansatzes zu wagen. Dazu gehört unter anderem, dass der Konzern über den Partner LG kostengünstige HomeKit-Hardware herausbringen will, die das Unternehmen angeblich auch direkt bewirbt. Die Hardware des HomeView soll früheren Gerüchten zufolge ein 6 Zoll großes, quadratisches Display umfassen.
Kommandozentrale fürs smarte Heim
Laut Gurman arbeitet in dieser „Siri-Kommandozentrale“ ein A18-Chip. Diesen hatte Apple in der iPhone-16-Produktlinie verbaut. Der HomeView soll in zwei Varianten erscheinen: Einer Tischvariante mit integrierter „Lautsprecherbasis aus Metall“, die angeblich besseren Sound verbricht als ein HomePod mini, sowie eine Variante zur Wandmontage mit flacher, quadratischer Lautsprecherbasis. Der Aufstell-HomeView kommt angeblich in vier Farben: Spacegrau (dunkleres Grau), Silber, „Starlight“ (ein Goldton) sowie Pink. Die Wandversion soll hingegen nur in Silber und Spacegrau erscheinen – wieso, ist unklar.
Der HomeView-Name soll darstellen, wie das Gerät zu verwenden ist: ein Display, das die Menschen betrachten, jedoch hauptsächlich per Sprache bedienen. Eine Touch-Steuerung ist aber auch möglich. Trotz eigenem „homeOS“ ist zunächst kein App Store geplant. Stattdessen gibt es verschiedene Apple-Standard-Apps wie FaceTime, vermutlich auch Nachrichten, Home und mehr. Ein Standby-Modus, der durch das Nähertreten einer Person (erkannt via integrierter Kamera) unterbrochen wird, soll Uhrzeit und andere Daten anzeigen.
Europa könnte später kommen – bis auf Großbritannien
Die Oberfläche ist angeblich eine Mischung aus iPadOS und watchOS. Zusammen mit Zubehör von LG sowie – für Europa – Schneider Electric soll der HomeView eine Art Starter-Kit fürs smarte Heim werden. Für Europäer enttäuschend: Da der HomeView zunächst für die englische Sprache optimiert ist (plus der Tatsache, dass Siri AI in der EU noch nicht läuft), könnte es sein, dass das Produkt erst später hierzulande erscheint. Dazu passt auch, dass Apple offenbar keine Journalisten aus der EU oder der Schweiz zu einer „Apple Experience“ am Dienstag in New York eingeladen hat – Briten aber schon.
Neben dem HomeView soll Apple auch neue Varianten von Apple TV 4K (Siri-AI-Support, schnellerer Chip) und HomePod mini (2. Version) für den morgigen Dienstag planen. Es dürfte gegen Mittag europäischer Zeit ein Video des Konzerns zu sehen geben. Parallel dazu beginnt dann das „Apple Experience“-Event für geladene Berichterstatter und Influencer.
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