ESPNWrexham suffer heaviest loss under Reynolds, Mac in West Ham routCNN TürkBakan Gürlek duyurdu! Turizmde huzur operasyonları: 106 şüpheli tutuklandıPunchImo LG polls to hold September 26ESPN Deportes¿Dónde se ubica la Hormiga en el futbol griego según su valor?The Jerusalem PostAs his presidency enters its final stretch, Isaac Herzog lays out his three priorities for IsraelInquirerRidon to Sara Duterte: Attend Monday’s Senate impeachment trialDaily MaverickThe invisible border — how 9/11 reshaped global security and identity 25 years laterוואלהרוכב אופנוע כבן 30 נפצע באורח בינוני בתאונה עצמית בכביש 899Bollywood HungamaBREAKING: Daayra marks Kareena Kapoor Khan’s TENTH film to receive ‘A’ rating from CBFC; Kunal Kemmu’s Vibe also gets adult certificateVanguardAtiku’s subsidy plan failed under Obasanjo – PresidencyAnadolu AjansıAntalya'da ambalaj deposunda yangın çıktıIl Fatto QuotidianoSi accascia e perde i sensi durante una partita di padel: paura per Andrea Camplone, ex capitano del Pescara
The Daily Newsstand · Free, Always
Saturday, September 12, 2026

Saudis legen Ost-West-Ölpipeline nach Angriffen still

Translate

Der sich ausweitende Konflikt im Nahen und Mittleren Osten setzt den weltgrößten Öl-Exporteur Saudi-Arabien massiv unter Druck. Als Reaktion auf Drohnenattacken hat die Golfmonarchie eine wichtige Pipeline stillgelegt. Wegen der iranischen Blockade der Straße von Hormus und der Bedrohung durch die Huthi-Miliz im Jemen an der Meerenge Bab al-Mandab war die Ölverschiffung bereits zuvor erheblich erschwert.

Der Transport durch die Ost-West-Pipeline sei vorsorglich unterbrochen worden, teilte das saudische Außenministerium mit. In den Regionen Riad und Medina habe es Attacken auf die Röhren gegeben, die aus dem Irak gesteuert worden seien. Dabei seien mehrere Menschen verletzt worden.

Diplomatische Intervention

Wer dahinterstecken soll, blieb offen. Im Irak operieren etliche vom Iran unterstützte schiitische Milizen. Das saudische Außenministerium erklärte, auf Bitten des Nachbarlandes werde man vorerst keine Schritte gegen die Angreifer unternehmen. Zunächst bekämen die irakischen Behörden die Chance, Maßnahmen zu ergreifen, um künftige Attacken zu verhindern.

Die irakische Regierung verurteilte inzwischen die Drohnenattacken. Der Ministerpräsident und Oberbefehlshaber der Streitkräfte, Ali al-Saidi, kündigte eine Untersuchung zu den Hintergründen an. Zugleich schloss der Irak ohne Angabe von Gründen die beiden wichtigsten Grenzübergänge zum Nachbarland Iran, al-Schalamdscha und al-Schaib, für unbestimmte Zeit.

Sieben Millionen Barrel pro Tag

Durch die mehr als 1200 Kilometer langen Röhren können pro Tag bis zu sieben Millionen Barrel Öl aus der Region am Persischen Golf zur Verschiffung nach Westen ans Rote Meer gepumpt werden; ein Barrel entspricht 159 Litern. Die Angriffe treffen das Königreich somit an einer empfindlichen Stelle. 

Eine zusätzliche Reduzierung saudischer Exporte könnte den Ölpreis und damit die Benzinpreise auch in Deutschland weiter steigen lassen. Saudi-Arabien war vor dem Krieg hinter den USA der zweitgrößte Ölproduzent und der weltweit wichtigste Exporteur des Rohstoffs. Seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar und der darauffolgenden weitgehenden Blockade der Straße von Hormus durch den Iran hatte Riad mit Hilfe der Ost-West-Röhren versucht, die eingebrochenen Öl-Exporte zu stabilisieren.

Gesperrte Kurzstrecke

Nachdem das Öl durch die Pipeline an die Westküste geleitet worden war, wurde es bisher über das Rote Meer durch den Bab al-Mandab nach Asien verschifft. Die Meerenge ist das maritime Nadelöhr am Übergang zum Golf von Aden. Doch nun ist die Route, die vom Mittelmeer über den Suezkanal bis in den Indischen Ozean führt und somit den kürzesten Seeweg zwischen Europa und Asien darstellt, zumindest für saudische Schiffe nicht mehr passierbar.

Jemen Sanaa 2026 | Auf einer Kundgebung recken zahlreiche Männer ihre rechte Faust in die Höhe, einige schwenken jemenitische Flaggen, manche Tragen Waffen
In der jemenitischen Hauptstadt Sanaa feiern Anhänger der Huthi-Miliz deren Einnahme der Stadt Mokka am Roten MeerBild: Mohammed Mohammed/Xinhua/picture alliance

Denn die Huthi-Miliz konnte in den vergangenen Tagen die gesamte Küstenregion des Roten Meeres im Jemen einnehmen, darunter die Stadt Mokka. Zuletzt gelang ihr der Zugriff auf mehrere strategisch wichtige Inseln am Bab al-Mandab. Die vom Iran finanzierten Rebellen, die seit Jahren mit der von Saudi-Arabien gestützten Regierung des Jemens um die Macht ringen, haben Schiffen der Golfmonarchie mit Beschuss gedroht.

Der Transport von saudischem Öl zu Kunden in Asien würde jetzt einige Wochen länger dauern als gewohnt - sofern im Westen des Landes noch Öl ankommt. Denn die Alternativroute führt von der saudischen Westküste durch den Suezkanal ins Mittelmeer und von dort aus um den afrikanischen Kontinent herum. Für den Iran ist dies eine weitere Möglichkeit, den globalen Energiemarkt zu stören und damit Druck auf die Vereinigten Staaten aufzubauen. Vor der Kongresswahl im November sehen sich die Republikaner von Präsident Donald Trump durch steigende Preise für Öl und Benzin innenpolitisch starkem Gegenwind ausgesetzt.

View the original on DW Deutsch

KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.