Südafrikanische Juristin Navanethem Pillay erhält Friedensnobelpreis
Der Friedensnobelpreis geht in diesem Jahr an die Südafrikanerin . Das gab das norwegische Nobelkomitee in Oslo bekannt. Die Juristin mit indischen Wurzeln werde für ihren mutigen Einsatz für das Völkerrecht und ihren Einsatz gegen Kriegsverbrechen und Genozid gewürdigt, sagte der Komiteevorsitzende Jorgen Watne Frydnes. Pillay wurde 1995 an das Obere Gericht in Südafrika berufen, fünf Jahre später wurde sie Richterin und Vorsitzende des Internationalen Tribunals für Ruanda. Von 2008 bis 2014 war sie UN-Hochkommissarin für Menschenrechte.
Insgesamt waren für den diesjährigen Friedennobelpreis 287 Persönlichkeiten und Organisationen nominiert. Bis 2025 gab es 140 Preisträger, darunter 112 Personen und 28 Organisationen. Im vergangenen Jahr ging der Friedensnobelpreis an die venezolanische Oppositionsführerin María Corina Machado (59).
Sehr bekannte Preisträger
Den ersten Friedensnobelpreis bekamen 1901 der Schweizer Henri Dunant, der das Internationale Komitee vom Roten Kreuz gründete, und der französische Pazifist Frédéric Passy. Besonders berühmte Träger des Friedensnobelpreises waren Barack Obama (2009), Nelson Mandela (1993), Mutter Teresa (1979) und Albert Schweitzer (1952).

Nach Deutschland gingen bisher vier Friedensnobelpreise: an Willy Brandt (1971), Carl von Ossietzky (1935), Ludwig Quidde (1927) und Gustav Stresemann (1926). Außerdem erhielt die Auszeichnung der in Fürth geborene und wegen der Judenverfolgung aus Deutschland geflohene deutsch-amerikanische Politiker Henry Kissinger (1973).
5 + 1 Nobelpreise
Benannt sind die Nobelpreise nach dem schwedischen Dynamit-Erfinder Alfred Nobel (1833-1896). Er hielt in seinem Testament fest, dass sein Nachlass die finanzielle Grundlage für fünf internationale Preise in den Sparten Physik, Chemie, Literatur, Medizin und Frieden werden solle. 1968 wurde in Erinnerung an Nobel zudem ein Preis für Wirtschaftswissenschaften ins Leben gerufen. Dieser wird am kommenden Montag vergeben.
Überreicht werden die Preise allesamt am 10. Dezember, dem Todestag des Preisstifters. Das Preisgeld beträgt in diesem Jahr umgerechnet jeweils gut eine Million Euro. Als einzige der Auszeichnungen wird der Friedensnobelpreis nicht in Stockholm, sondern in der norwegischen Hauptstadt Oslo verliehen.
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