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Wednesday, September 30, 2026

"Einschüchterungsversuch": Russland droht Nato erstmals seit Kaltem Krieg offiziell mit Atomwaffen

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"Einschüchterungsversuch"Russland droht Nato erstmals seit Kaltem Krieg offiziell mit Atomwaffen

30.09.2026, 15:32 Uhr

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Mit hybriden Attacken hat Russland es nicht geschafft, Europa von der Ukraine-Unterstützung abzuhalten. Nun versucht es Moskau offenbar mit einer Atomwaffen-Drohung. Aus dem Mund von Ex-Präsident Medwedew oder Propagandisten gibt es derlei Aussagen häufiger, auf offiziellem Wege schon lange nicht mehr.

Russland hat der Nato mit dem Einsatz von Atomwaffen gedroht, sollte das Militärbündnis versuchen, die an die Ostsee grenzende Exklave Kaliningrad zu isolieren. Dies geht aus einem informellen diplomatischen Dokument hervor, das Moskau an die Nato verschickt hat. Darin wirft Russland der Allianz einen gefährlichen und rücksichtslosen Kurs vor. Dieser berge ein hohes Risiko für den Ausbruch eines direkten bewaffneten Konflikts.

Sollte die Nato in irgendeiner Weise versuchen, die Region Kaliningrad zu isolieren, sei Russland bereit, sein gesamtes Arsenal zur Verteidigung einzusetzen. Dies schließe die Möglichkeit russischer Angriffe auf Entscheidungszentren in den Nato-Mitgliedstaaten gleich von Beginn eines Konflikts an ein.

Der Kreml bestätigte, dass Russland der Nato im Zusammenhang mit Kaliningrad eine Warnung übermittelt habe. Damit wolle man "Hitzköpfe in Europa" an die grundsätzliche Haltung Russlands in dieser Angelegenheit erinnern, sagte Präsidialamtssprecher Dmitri Peskow.

Nato-Sprecherin Allison Hart bestätigte den Erhalt des Schreibens. Das Bündnis habe darauf geantwortet und klargestellt, dass seine Aktivitäten keine Gefahr für russisches Gebiet darstellten. Zugleich verurteilte sie die Androhung von Gewalt sowie jegliche unverantwortliche nukleare Rhetorik scharf und forderte Russland auf, "seinen unprovozierten Krieg in der Ukraine zu beenden".

Ein hochrangiger europäischer Behördenvertreter aus dem Verteidigungsbereich nannte den Vorgang ernst. Es sei das erste Mal seit dem Kalten Krieg, dass Russland eine derartige Drohung ausspreche. Ein Nato-Diplomat sprach von einem russischen Einschüchterungsversuch. Das Bündnis werde sich dadurch nicht von der Unterstützung der Ukraine abbringen lassen.

Botschaften veröffentlichen Erklärungen

Neben der inoffiziellen Warnung an die Nato haben russische Botschaften in mindestens drei europäischen Ländern in den vergangenen Tagen ähnliche Erklärungen veröffentlicht. Darin werfen sie der Allianz vor, die Spannungen durch Militärübungen zu verschärfen und Szenarien zu planen, die Kaliningrad betreffen. Die stark militarisierte russische Exklave liegt an der Ostsee und ist ansonsten von den Nato-Staaten Polen und Litauen umgeben.

Der Vorgang unterstreicht die gewachsenen Spannungen zwischen Russland und den europäischen Staaten. Diese werfen Moskau vor, einen hybriden Krieg durch Sabotage und Brandstiftung zu führen. Russland weist dies zurück und erklärt, keinen militärischen Angriff auf ein Nato-Land zu planen.

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