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Monday, September 28, 2026

Erfolgreiche erneuerbare Energien: Rekord bei Solarkraft

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Bereits jetzt hat die Stromerzeugung aus Photovoltaik die des ganzen Vorjahres übertroffen. Die Branche warnt vor den geplanten Energiegesetzen.

Anja Krüger

Die Energiewende kommt mächtig voran – noch. Am Wochenende hat die Solarstromproduktion in Deutschland im laufenden Jahr die des gesamten Vorjahres 2025 übertroffen. Das teilte der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) am Montag mit. Er warnt vor den Folgen der Reform der Energiegesetze von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU).

Am Sonntag wurde die Marke von 90,2 erzeugten Terawattstunden Solarstrom erreicht. Im ganzen Jahr 2025 gab es 90,0 Terawattstunden, rund ein Fünftel der Stromerzeugung in Deutschland. „Solarenergie ist längst keine Nischentechnologie mehr“, sagt Carsten Körnig, Chef des BSW-Solar. „Sie ist Bürgerenergie, Unternehmensenergie und eine tragende Säule unserer Stromversorgung.“ Eine typische Solaranlage mit einer Leistung von 10 Kilowatt kann nach Angaben des Verbandes eine Jahresleistung von rund 10.000 Kilowattstunden Strom erzeugen.

Der neue Rekord geht sowohl auf eine außergewöhnliche hohe Zahl von Sonnenstunden als auch auf den weiteren Ausbau der Photovoltaik zurück. Das zeigen Daten des Deutschen Wetterdienstes und der Bundesnetzagentur.

„Der Solarrekord ist ein Grund zur Freude, aber kein Grund zum Zurücklehnen“, sagt Körnig. Die Branche fürchtet, dass der weitere Ausbau der Solarenergie erheblich ausgebremst wird. Zurzeit berät der Bundestag über eine von Ministerin Reiche vorgelegte Novellierung des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) und das sogenannte Netzpaket für den Netzausbau.

Kritik an EEG-Reform

Die Gesetze sollen Mitte Oktober verabschiedet werden und ab 2027 gelten. Die Ministerin will, dass es bei Dachsolaranlagen anders als heute künftig keine gesicherte Vergütung mehr für den Strom geben soll, den Be­trei­be­r:in­nen ins Netz einspeisen. Nach einer Übergangsfrist von drei Jahren sollen Be­trei­be­r:in­nen ihren Strom selbst vermarkten – obwohl unklar ist, wie das geschehen soll.

Der Solarverband fordert unter anderem, dass diese Pflicht zur sogenannten Direktvermarktung nicht kommt und ein verlässlicher Vergütungsrahmen erhalten bleibt. Die Erneuerbaren-Branche erwartet, dass die Nachfrage nach Dachsolaranlagen um mehr als 70 Prozent einbricht, wenn die Gesetze in der jetzigen Form durchkommen.

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