Feuer auf Rheinmetall-Baustelle in Hessen - Brandstiftung vermutet
Stand: 30.10.2026 • 11:40 Uhr
Auf einer Baustelle des Rüstungskonzerns Rheinmetall am Flughafen Kassel-Calden haben mehrere Baumaschinen gebrannt. Die Polizei geht von Brandstiftung aus. Auch der Staatsschutz ermittelt.
In der Nacht zum Freitag sind auf einer Baustelle am Flughafen Kassel-Calden mehrere Baumaschinen ausgebrannt. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei wurde das Feuer vorsätzlich gelegt, wie die Beamten mitteilten. Die Ermittler prüfen auch ein mögliches politisches Motiv.
Am alten Flugplatz entsteht derzeit ein neues Gewerbegebiet. Auch der Waffenhersteller Rheinmetall will sich dort mit den Bereichen Logistik und Drohnen ansiedeln.
Drei Baufahrzeuge in Flammen
Ein Zeuge hatte demnach gegen 3.15 Uhr Flammenschein auf dem Gelände an der B7 bemerkt und die Polizei alamiert.
Als die Einsatzkräfte eintrafen, standen drei Baumaschinen in Flammen. Weitere danebenstehende Maschinen wurden im Zuge der Löscharbeiten ebenfalls beschädigt.
Hintergründe unklar
Weil ein politisches Motiv für die Tat nicht ausgeschlossen wird, übernahm die Kriminalinspektion Staatsschutz des Polizeipräsidiums Nordhessen die Ermittlungen. Wer hinter dem Brand steckt und welche Hintergründe es gibt, ist bislang unklar.
Der Tatort ist für die Spurensicherung abgesperrt. Die Ermittler suchen nach Zeugen.
Rheinmetall investiert mehr als 260 Millionen Euro in Kassel und am Flughafen in Calden, das Land Hessen weitere 25 Millionen. Während Wirtschaftsvertreter und Landesregierung den Bau eines Logistik- sowie Drohnen-Testzentrums begrüßten, gab es auch kritische Stimmen, die den Ausbau des Airports zur - aus ihrer Sicht - "militärischen Drehscheibe für Rheinmetall" ablehnen.
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