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Friday, September 11, 2026

Firmenpleiten auf höchstem Stand seit 2013

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Statistisches Bundesamt:Firmenpleiten auf höchstem Stand seit 2013

Obwohl die Konjunktur anzieht, ist die Zahl der Firmenpleiten im ersten Halbjahr 2026 um 6,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Das ist der höchste Wert seit 2013.

Trotz der aktuellen Konjunkturerholung ist die Zahl der Firmenpleiten in Deutschland im ersten Halbjahr auf den höchsten Stand seit 13 Jahren. Die Amtsgerichte meldeten 12.812 beantragte Unternehmensinsolvenzen - und damit 6,7 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Das teilte das Statistische Bundesamt am Freitag mit.

Eine höhere Zahl gab es in einem ersten Halbjahr zuletzt 2013 mit 13.253 Fällen. Betroffen waren diesmal vor allem Firmen aus den Branchen Verkehr und Lagerei, gefolgt vom Gastgewerbe und dem Bau.

Im Jahr 2025 sind die Insolvenzen von Gastrobetrieben zum vierten Mal in Folge gestiegen. Mehr als 2.900 Betriebe waren im letzten Jahr betroffen, berichtet die Wirtschaftsauskunft Creditreform.

19.03.2026 | 0:48 min

Forderungen an Gläubiger geringer als 2025

Die Forderungen der Gläubiger aus den im ersten Halbjahr gemeldeten Unternehmensinsolvenzen bezifferten die Amtsgerichte auf rund 18,5 Milliarden Euro. Von Januar bis Juni 2025 hatte diese Summe mit rund 28,2 Milliarden Euro deutlich höher gelegen. Dieser Rückgang sei darauf zurückzuführen, dass damals mehr wirtschaftlich bedeutende Unternehmen Insolvenz beantragten, hieß es.

Gestiegen sind auch die Verbraucherinsolvenzen. In den ersten sechs Monaten wurden 38.932 Fälle gemeldet. Das bedeutet einen Anstieg von 2,4 Prozent zum Vorjahreszeitraum.

Im 1.Halbjahr 2026 ist die Insolvenzzahl auf den höchsten Stand seit 2013 gestiegen. Was hierfür Gründe sind und welche Folgen das hat, erklärt Wirtschaftsexperte Florian Neuhann.

23.06.2026 | 1:48 min

Wirtschaft zuletzt wieder im Wachstum

Die deutsche Wirtschaft hat zuletzt wieder Tritt gefasst. Im ersten Halbjahr wuchs sie trotz der Belastungen durch höhere Energiepreise infolge des Iran-Kriegs stärker als erwartet. Viele Institute und Banken haben deshalb ihre Prognosen für das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes in diesem Jahr deutlich heraufgesetzt - auf bis zu 1,4 Prozent. Die Bundesregierung rechnet dagegen bislang nur mit einem Plus von 0,5 Prozent.

Im Jahr 2025 sind in Deutschland insgesamt 171.000 Unternehmen gegründet worden, so die Deutsche Industrie- und Handelskammer. Grund sei vor allem die Sorge um die eigene berufliche Zukunft.

05.08.2026 | 0:25 min

Einer Studie zufolge gab es im August einen Hoffnungsschimmer: Die Zahl der Insolvenzen von Personen- und Kapitalgesellschaften sank um zehn Prozent auf 1.525, wie das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) ermittelte. Allerdings hat diese Bilanz einen Schönheitsfehler.

In den größten zehn Prozent der insolventen Unternehmen waren im August mehr als 16.000 Jobs betroffen. Das waren 21 Prozent mehr als im Vormonat Juli und mehr als doppelt so viele wie im Schnitt der Vorkrisenjahre. Laut Experte Steffen Müller sei diese daher...

... eher eine Verschnaufpause als eine Entwarnung.

Steffen Müller, IWH-Experte

Frühindikatoren deuteten darauf hin, dass in den kommenden Monaten wieder mit zahlreichen Firmenpleiten zu rechnen sei. "Trotz erster konjunktureller Erholungssignale bewegen wir uns beim Insolvenzgeschehen weiterhin auf einem hohen Niveau", betonte Müller.

Quelle: Reuters, AFP

Über dieses Thema berichtete ZDFheute Xpress am 11.09.2026 um 10:30 Uhr

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