Erkältungssaison startet - das sollten Sie jetzt wissen
Mit dem Herbst häufen sich Husten und Schnupfen. Derzeit kursieren vor allem Erkältungsviren. Später dürften Corona-, Grippe- und RS-Viren folgen. Wie stark die Saison wird, bleibt ungewiss.
07.10.2026 | 0:23 minDas große Husten und Schniefen geht wieder los: Mit dem Herbst beginnt auch die Saison der Atemwegserkrankungen. Es gebe langsam einen Anstieg entsprechender Symptome, sagte Berit Lange, Leiterin der Abteilung Epidemiologie am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig und Mitglied der Ständigen Impfkommission, in einem Presse-Briefing des Science Media Centers. Derzeit zirkulierten vor allem Erkältungsviren.
Welche Viren sind zuerst im Umlauf?
"Wir sehen erst die Nicht-Influenza-Viren", sagte Ulrike Protzer, Direktorin des Instituts für Virologie an der Technischen Universität München. Dazu gehörten Rhinoviren und Parainfluenzaviren, gegen die man nicht impfen könne. An den Untersuchungen sei deutlich sichtbar, dass in allen Bundesländern mittlerweile wieder die Schule angefangen habe. Auch das Oktoberfest sei regelmäßig ein Ereignis, bei dem sich sehr viele Menschen infizierten.
Auf dem Münchener Oktoberfest ist das Ansteckungsrisiko hoch: Ein Impfservice vor Ort soll dem entgegenwirken.
30.09.2026 | 2:31 minHelfen kann Protzer zufolge eine Schutzmaske - insbesondere wenn Erkrankte sie tragen. Die oft als ungefährlich angesehenen Erkältungen könnten bei Patienten mit Immunschwäche zu einer Einweisung ins Krankenhaus und einer Aufnahme auf die Intensivstation führen.
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Was kommt üblicherweise nach den Erkältungsviren?
Erfahrungsgemäß verbreite sich anschließend das Coronavirus, sagte Epidemiologin Lange. Die Covid-19-Infektionswelle könne sogar schon im Spätsommer beginnen. Im Verlauf der Saison Richtung Jahresende und zum Beginn des nächsten Jahres werde erwartet, dass auch Grippe- und Respiratorische Synzytial-Viren (RSV) wieder eine größere Rolle spielen.
Zahlen zu Atemwegserkrankungen
:Wie verlief die letzte Krankheitssaison?Die letzte Grippewelle endete in der ersten März-Woche, sagte das Robert-Koch-Institut - der Überblick in Grafiken.
von Luisa Billmayer
mit Video1:12
Grafiken
Wie gut lässt sich die Saison der Atemwegsinfekte vorhersagen?
Was in den kommenden zwei bis vier Wochen passiere, sei relativ gut vorherzusagen, sagte Lange. Schwerer zu beurteilen sei es, wie die gesamte Saison verlaufe und wann es zu Höhepunkten komme.
Die Viren verändern sich Protzer zufolge immer ein wenig. Manchmal gebe es Varianten, bei denen die Viren sich besser vermehrten, ansteckender seien oder schlechter durch das Immunsystem erkannt würden. Außerdem hänge der Verlauf der Saison auch davon ab, wie viele Menschen sich impfen ließen, ergänzte Lange.
Im Oktober steht klassisch die Grippeschutzimpfung an. Wer sollte sich impfen lassen?
14.10.2025 | 2:28 minWie gut schützen Impfungen?
Die momentan verwendeten Impfstoffe gegen Coronaviren schützten gut, auch gegen die neu auftretenden Varianten, sagte Protzer. Bei Influenza könne es sein, dass die Viren sich plötzlich relativ stark verändern und das Immunsystem nicht besonders gut vorbereitet sei, sagte Protzer.
Deshalb gebe es eine Überwachung auf der Südhalbkugel, bei der die dort zirkulierenden Viren untersucht und die hiesigen Impfstoffe entsprechend angepasst würden. Die momentane Zusammensetzung der Impfstoffe sei etwa darauf abgestimmt, was beispielsweise in Australien zirkuliert sei.
Ärzte haben beobachtet, dass neue Patienten mehr mit der Grippe zu kämpfen haben als noch vor ein paar Jahren.
02.02.2026 | 1:38 minWem werden Impfungen offiziell empfohlen?
Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt Impfungen gegen Grippe unter anderem für Menschen ab 60 Jahren sowie Menschen mit Vorerkrankungen, Schwangere und Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeeinrichtungen. Eine Impfung gegen Covid-19 und RSV wird Menschen ab 75 Jahren oder auch jüngeren Personen mit Grunderkrankungen empfohlen. Impfungen bieten etwa Hausärzte, Betriebsärzte und Apotheken an.
Apothekenreform beschlossen
:Was sich für Patienten in Apotheken ändern sollApotheken sollen künftig mehr anbieten dürfen: Impfungen, Vorsorge und Medikamente ohne Rezept. Die Reform soll Versorgungslücken schließen - Ärzte kritisieren das. Ein Überblick.
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