Waldbrand in der Eifel: „Die Nacht war gut“

Der riesige Brand im Hürtgenwald hat sich vorerst nicht weiter ausgebreitet. Der Eifel-Ort Gey bleibt trotzdem geräumt. NRW-Innenminister Reul kommt „mal kurz“ vorbei.
Foto: Jan Ohmen/dpa
dpa/afp/taz | Beim größten Waldbrand in der Geschichte von Nordrhein-Westfalen steht nach ununterbrochenen Löscharbeiten keine riesige Rauchsäule mehr über dem Hürtgenwald. „Die Nacht war gut“, sagte der Landrat des Kreises Düren, Ralf Nolten (CDU), am Samstagmorgen. Es habe sehr gute Fortschritte bei der Bekämpfung des Brandes gegeben.
Insgesamt kämpften 1.400 Einsatzkräfte unter anderem mithilfe von Löschhubschraubern gegen den bislang größten und folgenschwersten Waldbrand des Sommers in Deutschland, wie der Landkreis Düren mitteilte. Der in der Nacht zum Freitag geräumte 1.800-Einwohner-Ortsteil Gey der Gemeinde Hürtgenwald bleibe vorerst aus Sicherheitsgründen evakuiert. Die Brandlage in dem zur Eifel zählenden Gebiet sei „statisch“, der Brandherd habe sich nicht vergrößert, hieß es weiter.
Die Flammen wüten seit Donnerstagnachmittag. Nach Angaben des Kreises sind etwa 300 Hektar Wald von dem Brand betroffen. Am Freitagabend wurde gemeldet, dass bei den Löscharbeiten fünf Einsatzkräfte verletzt worden seien.
Erst mal kein Regen in Sicht
CDU-Landrat Nolten erklärte am Samstag, die Bundeswehr habe in der Nacht weitere breite Schneisen in das Areal geschlagen. Das Hauptbrandgeschehen sollte nicht überschlagen in andere Bereiche. Die Anzahl der Bergepanzer sei von zwei auf vier erhöht worden. Nolten hofft, dass die Löscharbeiten so weit vorankommen können, dass kein offenes großes Feuer mehr in dem Wald wütet.
Das aktuelle Geschehen sei kein Vergleich mit dem des Vortages: „Gestern Morgen war echter Kampf und jetzt ist kontrolliertes Arbeiten“, sagte der Landrat.
Das wollte sich NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) nicht entgehen lassen, der am Samstagvormittag in Hürtgenwald eintraf. „Ich wollte mal kurz vorbeikommen, um denen, die da sind, Danke zu sagen“, wurde Reul vom WDR zitiert.
Mit flächendeckendem Regen können die Einsatzkräfte unterdessen auch am Samstag erst mal nicht rechnen. Laut einer Meteorologin des Deutschen Wetterdienstes soll der Wind im Laufe des Tages zunehmen und in Richtung Nordwest drehen. Gegen Nachmittag sollen vereinzelt Gewitter im Bergland aufziehen. Dabei könnte es dann auch zu Sturmböen kommen, die die Flammen weiter anfachen können.
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