heise+ | Mit dem OSINT-Tool GHunt mehr über eine Gmail-Adresse herausfinden
Wie heißt der Mensch, der sich hinter einer pseudonymen E-Mail-Adresse wie xyz@gmail.com verbirgt? Was treibt er im Netz, für welche Dinge nutzt er die Mailadresse? Solche Fragen stellen sich zum Beispiel Journalisten und Pentestern. Antworten liefert das Kommandozeilentool GHunt, welches sich vor allem auf Mailadressen aus dem Google-Universum fokussiert.
GHunt bezieht seine Informationen aus öffentlich zugänglichen Quellen (OSINT, Open Source Intelligence). Die von GHunt gelieferten Informationen dienen als Anstoßpunkte für weiterführende Recherchen, die ein Bild der Person hinter einer Mail oder einem Account zeichnen.
Mit dem Kommandozeilentool haben wir zum Beispiel für den Artikel „Das Firmengeflecht der Bulletproof-Hoster enthüllt“ recherchiert. Mithilfe von GHunt stöberten wir verfasste Google-Rezensionen und Beiträge auf, die den Wohnort einer Übersetzerin offenbarten. Über das verwendete Profilbild und den Nutzernamen stießen wir auf andere Dienste, die noch mehr Informationen über sie preisgaben. Auch das Recherchekollektiv Bellingcat hat GHunt schon für Recherchen verwendet und beschreibt und bewertet das Tool in seinem „Online Investigation Toolkit“.
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