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Wednesday, September 30, 2026

Deutschlandticket wird wohl wieder teurer

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Eine Hand hält ein Deutschlandticket.

Beratungen über Preisanpassung Deutschlandticket wird wohl wieder teurer

Stand: 30.09.2026 • 08:13 Uhr

Heute soll über den künftigen Preis für das Deutschlandticket entschieden werden. Einem Medienbericht zufolge könnte es 2027 fast vier Euro mehr kosten. Von Verbänden kommt bereits Kritik.

Der Preis für das Deutschlandticket soll im kommenden Jahr wohl erneut steigen - auf fast 67 Euro, wie die Rheinische Post unter Berufung auf den "Koordinierungsrat Deutschlandticket" berichtet. Das Gremium aus Bund, Ländern, kommunalen Spitzenverbänden und Vertretern der Verkehrsbranche soll im Laufe des Tages abschließend über eine mögliche Preisanhebung beraten.

Es wäre das dritte Mal, dass das Ticket teurer wird. Ursprünglich hatte es 49 Euro pro Monat gekostet. 2025 war der Preis auf 58 Euro und in diesem Jahr auf 63 Euro gestiegen. Nun ist laut Medienbericht ein neuer Preis von 66,90 Euro im Gespräch. Berechnet wird dieser anhand eines Kostenindex, der unter anderem Personal-, Energie- und Betriebskosten berücksichtigt.

Aktuell nutzen etwa 14,5 Millionen Menschen das Deutschlandticket, mit dem der öffentliche Regional- und Nahverkehr bundesweit genutzt werden kann. Bund und Länder geben zur Finanzierung des Tickets je 1,5 Milliarden Euro pro Jahr dazu, um Verluste für Verkehrsbetriebe einzugrenzen.

Seitenhieb gegen Kosten des Tankrabatts

Kritik am möglichen Preisaufschlag kommt vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Es sei nicht zu akzeptieren, dass die Bundesregierung 2,5 Milliarden Euro Steuergeld für einen weiteren Tankrabatt freimache, aber den Preis für das Deutschlandticket nicht wenigstens stabil halten könne. "Die ständigen Diskussionen um das Ticket und seinen Preis sind ermüdend und erzeugen Unsicherheiten. Die Menschen brauchen langfristige Planbarkeit, um ihr Mobilitätsverhalten dauerhaft zu ändern", mahnte Jens Hilgenberg, Leiter Verkehrspolitik beim BUND.

Auch der Ehrenvorsitzende des Fahrgastverbandes Pro Bahn, Detlef Neuß, betonte: "Es reicht jetzt erst mal." Einen weiteren Preisanstieg nehme der Verband nur "zähneknirschend" hin. Auch Neuß verwies auf den Tankrabatt, angesichts dessen es "auch einen Rabatt für Nutzer des Deutschlandtickets" geben sollte.

Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) hingegen drängte auf eine Einigung beim künftigen Preis. Verkehrsbetriebe müssten sich darauf einstellen und Kundinnen und Kunden rechtzeitig informieren können.

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