Saison geriet "aus den Fugen": Gedemütigter Russell schüttet nach WM-Pleite sein Herz aus

George Russell gewinnt den Formel-1-Auftakt und gilt vielen schon als Weltmeister. Doch dann sägt ihn Kimi Antonelli bei Mercedes böse ab. Der Brite gratuliert artig - und teilt zugleich seinen Schmerz.
Mercedes-Pilot George Russell hat eingeräumt, wie schwer ihm die Niederlage im Rennen um die Formel-1-Weltmeisterschaft gegen seinen Silberpfeil-Rivalen Kimi Antonelli getroffen hat. "Jetzt scheint mir der richtige Moment zu sein, um aus dem Herzen zu sprechen. Diese Saison begann genau so, wie ich es mir erhofft hatte, doch dann geriet sie sehr schnell durch Pech und schwache Leistungen aus den Fugen", schrieb der Brite auf Instagram.
Er habe in den zurückliegenden Monaten zum ersten Mal in seiner Karriere "mehr schlechte als gute Tage" gehabt, bekannte Russell. "War es schwer, damit umzugehen? Ja, sehr. War es schwer, mich Woche für Woche wieder aufzurappeln? Ja, sehr. War ich manchmal verwirrt? Oft. Ich weiß nur, dass ich alles gegeben habe und dass 2026 einfach nicht mein Jahr sein sollte."

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"Und wenn es der Papst befiehlt: Antonelli zu Ferrari ist ein Muss"
Der 28-Jährige hatte den Saisonstart in Australien im überlegenen Mercedes noch souverän gewonnen und galt vielen Experten schon als logischer Weltmeister. Doch dann legte sein Stallrivale Antonelli eine beeindruckende Siegesserie hin und gewann die folgenden fünf Grands Prix, während Russell an Boden verlor. Zudem bremsten technische Defekte den Engländer immer wieder aus: In Kanada schied er mit einem Motorschaden in Führung liegen aus, in Malaysia streikte die Power Unit, als er Rang drei innehatte. Russell ließ aber auch immer wieder Punkte durch eigene Patzer liegen: Im Singapur-Sprint warf er seinen Silberpfeil in die Bande und verschenkte den Sieg, in Mexiko krachte er zuletzt Isack Hadjar ins Heck und kassierte eine Zehn-Sekunden-Strafe.
Russell kassierte heftige Nackenschläge
Ganz bitter verlief für Russell auch der Große Preis von Monza: Obwohl er von der Pole Position ins Rennen ging, landete er am Ende nur auf Rang zwei hinter Antonelli - obwohl dieser bei seinem Heimspiel wegen einer Strafe nur von Position 19 losrollte. Ein Stich ins Selbstverständnis des Briten.
Russell nutzte das Statement, um seinem Garagen-Nachbarn zu dessen historischem Titelgewinn zu gratulieren. Antonelli habe eine "absolut unglaubliche Saison" hingelegt: "Du hast dir den Meistertitel wirklich verdient." Antonelli hatte sich in Mexiko-Stadt mit 20 Jahren zum jüngsten Weltmeister der Formel-1-Geschichte gekrönt. Im Saisonverlauf war er zumeist deutlich schneller und konstanter als Russell.
Er könne nun nicht mehr als jetzt "versprechen, dass ich für den Rest dieser Saison und in der nächsten Saison alles geben werde, um wieder zu der Leistung zurückzufinden, die ich den größten Teil meiner Karriere lang gezeigt habe - und ich drücke die Daumen, dass auch ein bisschen Glück zurückkehrt", schloss Russell.
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