Mittwoch: Anthropic startet Claude-5.5-Modelle, Österreich mit neuem Bundesamt
Das KI-Unternehmen Anthropic eröffnet seine Claude-5.5-Modellfamilie mit Claude Opus 5.5. Das generative KI-Modell verspricht mehr Effizienz, niedrigere Kosten und Sicherheitsfilter für sensible Anwendungsbereiche. Nach Angaben von Anthropic soll es sich bei der Leistung auf dem Niveau von Claude Fable 5.1 bewegen. Die novellierte EU-Richtlinie zur Netz- und Informationssicherheit (NIS2) beschert Österreich neue Registrierungspflichten für Ämter und Unternehmen und gleich eine neue Behörde. Und Brüssel diskutiert neue Haftungsregeln für KI-Schäden – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.
Anthropic startet die Claude-5.5-Modellfamilie mit Claude Opus 5.5. Mit der neuen Modellfamilie verschieben sich offenbar einige Prioritäten. Anthropic begründet den Schwenk mit dem Feedback von Kunden. Wurden bislang vor allem neue Benchmark-Rekorde hervorgehoben, stehen bei Opus 5.5 Kosten und Effizienz im Fokus. So preist der Hersteller eine natürlichere Kommunikation an. Ein weiteres Augenmerk liegt auch auf dem Bereich Sicherheit. Die Sicherheitsvorkehrungen des Modells sollen mit seinen Fähigkeiten automatisch mitwachsen. Zudem verspricht Anthropic automatische Filter für drei besonders heikle Bereiche. Anthropic veröffentlicht Claude Opus 5.5: Fokus auf Effizienz und Sicherheit
Mit zwei Jahren Verspätung setzt Österreich die novellierte EU-Richtlinie zur Netz- und Informationssicherheit (NIS2) um. Für Unternehmen und Behörden bedeutet dies ab 1. Oktober neue Registrierungs- und Meldepflichten. Bei Verletzung drohen Strafen. Mit dem Bundesamt für Cybersicherheit (BCS) entsteht zudem eine neue Behörde. Sie ist unmittelbar dem Innenministerium zugeordnet. Das BCS übernimmt zwar keine Aufgaben von Polizei oder Justiz, wird aber aktive Scans fremder, ans Internet angebundener Systeme „wesentlicher Einrichtungen“ durchführen, um mögliche Sicherheitslücken aufzudecken. Österreich setzt NIS2 um, erhält Bundesamt für Cybersicherheit
Wer haftet, wenn eine KI Schäden verursacht? Bereits im Jahr 2020 hat das EU-Parlament über dieses Thema debattiert und für einen Entschließungsantrag zur Entwicklung eines Gesetzes gestimmt, das diese Frage klären sollte. Im September 2022 wurde ein entsprechender Gesetzesvorschlag vorgelegt, die „AI Liability Directive“. Nach vielen Debatten zog die EU-Kommission im Oktober 2025 den Vorschlag zurück, weil keine Einigung absehbar war. Jetzt werden in der EU die Gespräche zu Haftungsregeln anscheinend wieder aufgenommen. Das berichtete das Magazin Politico unter Berufung auf Insider. Demnach bereiten Abgeordnete einen Antrag für eine gesetzliche Regelung vor. Schäden durch KI: EU diskutiert neue Haftungsregeln
Qualcomm fährt künftig zweigleisig: Auf dem konzerneigenen Snapdragon Summit 2026 stellte der US-amerikanische Halbleiterproduzent gleich zwei neue High-End-Prozessoren für Smartphones vor. Der Snapdragon 8 Elite Gen 6 ist dabei der direkte Nachfolger des aktuellen Gen-5-Prozessors und erreicht als erster Smartphone-Prozessor eine Taktrate von 5 GHz. Mit dem Snapdragon 8 Elite Extreme Gen 6 legt das Unternehmen noch eine weitere Schippe drauf. Schon bald dürften die ersten Smartphones angekündigt werden, die die neuen Snapdragon-Chips in den Markt bringen. Snapdragon 8 Elite Gen 6: Qualcomm stellt zwei High-End-Chips vor
Am Dienstagmorgen rieten die WordPress-Entwickler zu einem zügigen Update auf WordPress 7.1.1, um eine als „hoch‟ sowie eine als „mittel‟ eingestufte Sicherheitslücke zu schließen. Wer diesem Rat gefolgt, muss allerdings noch einmal tätig werden: Inzwischen liegt ein Update auf 7.1.2 vor. Dieses Mal geht es sogar um eine „kritische‟ Sicherheitslücke. Angreifer können WordPress dazu bringen, nicht vorgesehene .php-Dateien aufzurufen. Das kann zur Ausführung von Code führen. Gleich noch ein Sicherheitsupdate für WordPress
Auch noch wichtig:
- Eine Umfrage unter Softwareentwicklern zeigt: macOS ist das meistgenutzte Betriebssystem. Unter Linux-Nutzern führt Ubuntu deutlich. Entwickler: Windows? Nein danke
- Frankreichs Präsident will mit gelockerten Qualitätsvorgaben für Dieselkraftstoff die Raffinerieproduktion um bis zu 20 Prozent steigern. Spritpreis: Frankreich für befristete Ausnahmen bei Dieselkraftstoff-Qualität
- Neigt sich der Speicherplatz beim iPhone 18 Pro (Max) mit 1 und 2 TByte dem Ende zu, bricht die Geschwindigkeit besonders stark ein. iPhone 18 Pro: In den teuersten Versionen schlummert QLC-Speicher
- Kairos Power soll für Google Atomkraftwerke bauen. Unterstützung erhält das US-Start-up vom südkoreanischen Mischkonzern Samsung. Samsung beteiligt sich am Bau eines Atomkraftwerks für Google
- In Deutschland werden in diesem Jahr fast 30 Milliarden Euro für KI ausgegeben, das sind 50 Prozent mehr als vor einem Jahr. Im kommenden Jahr soll es noch viel mehr werden. KI-Ausgaben in Deutschland steigen um 50 Prozent auf 28,7 Milliarden Euro
- Xiaomis MiMo-V2.6-Pro setzt sich in Benchmarks an die Spitze der Open-Weight-Modelle und ist zudem günstiger als ähnlich leistungsfähige offene Konkurrenz. MiMo-V2.6-Pro: Neues Open-Weight-Modell schlägt offene Konkurrenz
- Broadcom hat die öffentlichen Downloadmöglichkeiten für das VMware Virtual Disk Development Kit (VDDK) entfernt. Zugang gibt es nur noch für Partner. Broadcom erschwert den VMware-Ausstieg
- Im Jahr 2025 fuhr gut jeder sechste neue Pkw in der EU batterieelektrisch. Deutschland lag mit 19,1 Prozent über dem Schnitt und stellte den größten Einzelmarkt. Elektroautos in der EU: Deutschland größter Markt, Dänemark hat höchsten Anteil
- IT-Fachleute schätzen ihre Jobchancen zunehmend schlechter ein, wie aus einer Umfrage hervorgeht. Trotzdem sind die Gehaltsvorstellungen gestiegen. Goldene Jahre vorbei? ITler sehen Arbeitsmarkt deutlich skeptischer
- Quantisierung ermöglicht große Sprachmodelle auf Consumer-Hardware. Bonsai verspricht 27B-LLMs mit wenig RAM – auch auf Handys. Geschrumpfte Chatbots: So passt die KI plötzlich in 4 GByte RAM
- Die Betreibergesellschaft des 30-Meter-Teleskops hat ein Angebot über eine Milliarde Euro zur Finanzierung des Projekts durch den spanischen Staat und zwei Banken abgelehnt. Es kommt damit nicht nach La Palma. 30-Meter-Teleskop wird nicht auf La Palma gebaut
- Aus Frust über kommerzielle Kameras mit gesperrter Firmware hat ein Maker und Fotograf eine 3D-gedruckte, hackbare Digitalkamera auf Raspi-5-Basis gebaut. DIY-Kamera auf Raspi-5-Basis: 3D-gedruckt und komplett hackbar
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