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Saturday, October 31, 2026

Ukraine soll Nachschub an Patriot-Raketen erhalten - News kompakt: Das Wichtigste kurz gefasst

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Die US-Regierung hat grünes Licht für die Lieferung von 500 Raketen des Flugabwehrsystems Patriot an die Ukraine gegeben. Die Raketen hätten einen geschätzten Wert von 2,1 Milliarden Dollar, teilte das Außenministerium in Washington mit. Ihr Kauf werde komplett von Verbündeten der Ukraine finanziert. Nach US-Angaben beteiligen sich unter anderem Deutschland, Kanada und Norwegen an den Kosten. Es würden keine Gelder der Vereinigten Staaten eingesetzt, betonte das US-Außenministerium. Hauptauftragnehmer sei der amerikanische Rüstungskonzern Lockheed Martin.

Wolodymyr Selenskyj vor einer ukrainischen Flagge
Staatschef Wolodymyr Selenskyj klagt seit Wochen über schwindende Vorräte an AbfangraketenBild: Dan Bashakov/AP Photo/picture alliance

Systeme vom Typ Patriot gelten als besonders wirksam bei der Abwehr ballistischer Raketen, die Russland in seinem Angriffskrieg gegen die Ukraine einsetzt. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj begrüßte die Entscheidung der USA, warnte jedoch vor einem Lieferbeginn erst in einigen Jahren.

EU und Kanada schmieden eine neue "Allianz"

Die Europäische Union und Kanada haben eine sogenannte "Allianz für die Zukunft" begründet. Zum Abschluss ihres zweitägigen Gipfels in Montreal brachten beide Seiten zahlreiche Projekte auf den Weg. Sie sollen unter anderem die Abhängigkeit von Großmächten wie China und den USA bei Künstlicher Intelligenz (KI) und kritischen Rohstoffen verringern. In den kommenden Monaten würden Umfang und Ausgestaltung einer, so wörtlich, "immer engeren Assoziierung" definiert, heißt es in einer gemeinsamen Gipfelerklärung. Dazu gehöre auch, politische Maßnahmen und Verwaltungsstrukturen stärker aufeinander abzustimmen, erläuterte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen.

Canada is too reliant on the United States, Carney tells DW

Der kanadische Regierungschef Mark Carney sagte der Deutschen Welle (DW), die neue Allianz mache die Beteiligten "unabhängiger, widerstandsfähiger und wohlhabender". Sie stärke die Fähigkeit der EU und Kanadas, selbstbestimmt zu handeln, statt von Entscheidungen ausländischer Regierungen oder Technologiekonzerne abhängig zu sein.

Zehntausende bei bundesweiten Jugendprotesten erwartet

In mehr als 30 Städten Deutschlands sind an diesem Samstag Demonstrationen für die Anliegen junger Menschen geplant. Die Kundgebungen richten sich unter anderem gegen steigende Lebenshaltungskosten, Kürzungen im Bildungsbereich und eine mögliche Wehrpflicht. Erwartet werden zehntausende Teilnehmer. Zu den Protesten aufgerufen hat die Initiative "GenZ regelt", ein loser Zusammenschluss junger Menschen, die sich vorwiegend über die sozialen Medien koordinieren. Politiker mehrerer Parteien zeigten Verständnis für deren Unmut und signalisierten Unterstützung.

Mit Holzplatten gesicherte Schaufenster in der Kölner Innenstadt
Aus Angst vor Krawallen sicherten viele Händler ihre Geschäfte - wie hier in der Kölner InnenstadtBild: Christoph Hardt/Panama Pictures/picture alliance

Es wurden Befürchtungen laut, dass die Demonstrationen ähnlich wie zuletzt in Frankreich in Gewalt umschlagen könnten. Die Organisatoren richteten deshalb an die Teilnehmer den Appell, friedlich zu bleiben. Den Behörden liegen nach Angaben des Bundesinnenministeriums keine Erkenntnisse zu geplanten Ausschreitungen vor.

Festnahme von Ex-BND-Chef irritierte US-Geheimdienste

Nach der Anfang Oktober erfolgten Festnahme des früheren Präsidenten des Bundesnachrichtendienstes, August Hanning, haben amerikanische Geheimdienste Deutschland vor Konsequenzen gewarnt. Laut Recherchen der Sender WDR und NDR sowie der "Süddeutschen Zeitung" lautete die Botschaft aus den USA, der deutsche Auslandsgeheimdienst sei zwar weiterhin ein wichtiger Partner, die bisherige Kooperation komme aber auf den Prüfstand. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur hatte die Warnung bisher jedoch keine Konsequenzen. Bei der Zusammenarbeit der Dienste gebe es derzeit keine Einschränkungen.

August Hanning mit Aktentasche (Archivfoto)
August Hanning (Archivfoto) war von 1998 bis 2005 Präsident des BNDBild: Michael Kappeler/dpa/picture alliance

Hanning wird beschuldigt, vertrauliche Informationen, die er von einem früheren Mitarbeiter erhielt, verkauft zu haben. Er sitzt wegen Spionageverdachts in Untersuchungshaft. Es ist üblich, dass Nachrichtendienste befreundeter Staaten Informationen austauschen - allerdings unter der Maßgabe, dass die Quelle vertraulich behandelt wird und eine Weitergabe strikten Auflagen unterliegt.

Papst nimmt an Midterms vorab per Briefwahl teil

Papst Leo XIV. hat seine Stimme für die Zwischenwahlen zum US-Kongress abgegeben. Der Pontifex habe sein Wahlrecht als Bürger der Vereinigten Staaten per Briefwahl wahrgenommen, teilte der Vatikan mit. Weiter hieß es aus Rom, Leo glaube an das Recht und die Pflicht, sich an demokratischen Prozessen zu beteiligen. Es ist das erste Mal, dass die Teilnahme eines amtierenden Papstes an einer politischen Wahl öffentlich bekannt wird.

Papst Leo XIV. während einer Generalaudienz
Papst Leo besitzt weiterhin auch die Staatsbürgerschaft der USA, deshalb ist er dort wahlberechtigtBild: Filippo Monteforte/AFP

In der Vergangenheit war der Papst öfter mit US-Präsident Donald Trump aneinandergeraten. Unter anderem bezog er - wie schon sein Vorgänger Franziskus - wiederholt Stellung für Migranten und kritisierte das harte Vorgehen gegen Einwanderer in den Vereinigten Staaten. Der US-Präsident reagierte mit abfälligen Äußerungen über Leo, der seinerseits erklärte, er habe keine Angst vor Trump. In den Vereinigten Staaten finden am 3. November die sogenannten Midterms statt. Dabei werden alle Abgeordneten des Repräsentantenhauses und ein Drittel des Senats neu gewählt.

IW-Studie beklagt Geburtenrückgang in Deutschland

Noch nie seit Ende des Zweiten Weltkriegs sind in Deutschland so wenige Kinder geboren worden wie im vergangenen Jahr. Bundesweit kamen 2025 nur noch rund 654.000 Kinder zur Welt, rund elf Prozent weniger als noch zehn Jahre zuvor. In den ostdeutschen Flächenländern ging die Zahl der Geburten in diesem Zeitraum sogar um ein Drittel zurück, wie eine Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) verdeutlicht. Eine rasche Trendwende ist demnach nicht in Sicht. Denn bis 2035 dürfte die Zahl der Frauen zwischen 25 und 39 Jahren bundesweit um rund ein Zehntel sinken. Schon deshalb könnten dann deutlich weniger Paare Eltern werden, betont das Kölner Institut.

Mutter hält Hand ihres neugeborenen Babys auf der Geburtsstation
Die Geburtenrate in Deutschland fiel zuletzt auf den Wert 1,32 (durchschnittliche Zahl der Kinder pro Frau im Laufe ihres Lebens)Bild: Markus Scholz/dpa/picture alliance

Die Politik müsse Eltern die Entscheidung für Kinder erleichtern, fordert Studienautor Wido Geis-Thöne. So sollten Unterstützungsangebote für Familien verbessert werden, insbesondere im Bereich der Betreuung. Familienpolitische Leistungen dürften nicht gekürzt werden, schreibt der Volkswirtschaftler und Experte für Familienpolitik.

wa/gri/jj (dpa, afp, rtr, kna)

Dieser Artikel wurde um 9.00 Uhr (MEZ) erstellt und wird nicht weiter aktualisiert.

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