Ausgang noch offen: Sozialdemokraten liegen bei Wahl in Schweden vorn

Ausgang noch offenSozialdemokraten liegen bei Wahl in Schweden vorn
13.09.2026, 21:06 Uhr

Bei der Parlamentswahl in Schweden zeichnet sich ein Sieg der von den Sozialdemokraten angeführten Opposition ab. Regierungschef Kristersson muss um die Macht zittern.
Bei der Parlamentswahl in Schweden sind die Sozialdemokraten von Ex-Regierungschefin Magdalena Andersson der Prognose zufolge stärkste Kraft geworden. Die Partei kam laut dem schwedischen Sender SVT auf 28,4 Prozent der Stimmen - ob das für eine Regierungsbildung reicht, ist aber offen.
Die konservative Partei von Schwedens Regierungschef Ulf Kristersson erhielt 18,1 Prozent der Stimmen. Die rechtspopulistischen Schwedendemokraten kamen in der Prognose auf 17,2 Prozent. Die um 20.00 Uhr veröffentlichten Prognosen basieren auf Nachwahlbefragungen der Meinungsforscher. Welches politische Lager am Ende eine Mehrheit der 349 Sitze im schwedischen Reichstag für sich beanspruchen kann, wird sich erst noch zeigen.
Der Prognose zufolge haben die Herausforderer der Opposition die bessere Ausgangslage. Die Parteien, die Andersson als Ministerpräsidentin unterstützen - neben den Sozialdemokraten die Linken, Grünen und die liberale Zentrumspartei - lagen bei 51,3 Prozent. Die bisherige Koalition von Kristersson aus drei Parteien sowie die Rechtspopulisten kamen zusammen auf 46,8 Prozent.
Rund acht Millionen Schwedinnen und Schweden waren aufgerufen, abzustimmen. Lange vor der Wahl hatte die Opposition in Umfragen weit vorn gelegen. Kurz vor dem Termin hatte sich aber doch ein engeres Rennen um die Macht abgezeichnet als erwartet. Im Wahlkampf ging es unter anderem um die Herausforderungen des Landes im Umgang mit Migration, um Bandenkriminalität und um eine Verschärfung des Strafrechts. Aber auch um die Frage, ob die Rechtspopulisten in Schweden erstmals Teil einer Regierung werden könnten.
"Sie (die Schwedendemokraten, d. Red.) haben einen schwedischen Weg des Populismus entwickelt. Er ist nicht laut oder schreiend, sondern wirkt gemäßigter, bleibt aber provokant", hatte Wahlforscher Torbjörn Sjöström vom schwedischen Meinungsforschungsinstitut Novus laut der ARD vor der Wahl erklärt.
Kristerssons Koalition aus seinen Konservativen, Christdemokraten und Liberalen regierte in den vergangenen Jahren seit der Wahl 2022 bereits mit Unterstützung der Rechtspopulisten. Der Vorsitzende der Schwedendemokraten, Jimmie Åkesson, hatte vor der Wahl geäußert: "Wir hatten die Chance, Verantwortung zu übernehmen. Diese Chance haben wir genutzt."
KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.