Top 10: Der beste GPS-Tracker für Hund & Katze im Test – viel besser als Airtag
GPS-Tracker helfen beim Aufspüren entlaufener Haustiere und kosten zwischen 22 und 89 Euro. Wir haben die Haustier-Finder getestet und zeigen die zehn besten.
Wenn die Katze vom Freigang nicht nach Hause kommt, sind die Sorgen häufig groß. Das muss nicht sein. Denn wer sein Tier mit einem GPS-Tracker ausstattet, kann Tag und Nacht seinen Standort überwachen. Damit weiß der Nutzer zwar nicht, wie es dem Tier geht, aber er kann es bei Bedarf wenigstens finden.
Gegenüber den GPS-Trackern für Fahrrad, Auto & Co. (Bestenliste) sind die hier gezeigten Modelle insbesondere auf Kompaktheit ausgelegt. Alle verwenden dabei ein Abo. Außerdem bieten sieben von zehn Produkten neben Live-Tracking und Aktivitätsaufzeichnung zusätzliche Ausstattung wie Vibration und Klingelton. Die kann man auch für Rückruftrainings mit dem Haustier nutzen.
Welcher ist der beste GPS-Tracker?
Testsieger dieser Bestenliste ist der Tractive GPS Dog 6 für 68 Euro. Er verbindet präzise GPS-Ortung, 14 Tage Akkulaufzeit und die umfangreichste App im Test, das Abo kostet je nach Laufzeit 6 bis 13 Euro pro Monat.
Technologiesieger ist der Mova Suretrack Pro für 89 Euro plus 96 Euro im Jahr: Ihn kann wie das Glocalme Petphone anrufen.
Den Titel des Preis-Leistungs-Siegers holt sich der Loco GPS L2 für 49 Euro – dazu ein monatlich kündbares Abo ab knapp 7 Euro und keine Funktion hinter einer Zusatzsperre. Im Zwei-Jahres-Abo-Tarif zahlt man nur 5 Euro monatlich.
Nachfolgend zeigen wir alle in dieser Bestenliste vertretenen Produkte über unseren Preisvergleich.
KURZÜBERSICHT
Tractive Dog 6
Der Tractive Dog 6 bietet eine deutlich verbesserte Akkulaufzeit von bis zu 14 Tagen und eine präzise Ortung – und damit alles, was man von einem modernen Haustier-Tracker erwarten kann. Besonders wertvoll ist das Community-Feature, mit dem sich teilnehmende Haustierbesitzer gegenseitig vor Gefahren in der Umgebung warnen können. Mit einem Preis von 68 Euro plus Abo-Gebühren ist der Tracker zwar nicht günstig, bietet aber ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis für die gebotene Funktionsvielfalt und Zuverlässigkeit.
VORTEILE
- verbesserte Akkulaufzeit von bis zu 14 Tagen
- präzise Ortung
- vollständig wasserdicht (IP68)
- Community-Features mit Gefahrenwarnungen
- einfache, funktionsreiche App
NACHTEILE
- Abo-Pflicht für die Nutzung
- gelegentliche Ungenauigkeiten beim Standort
- relativ hohe Gesamtkosten über die Nutzungsdauer
Mova Suretrack Pro
Der Suretrack Pro richtet sich an Halter, die mehr erwarten als einen Punkt auf der Karte. Neben der Ortung liefert er Anruffunktion und Sprachrückruf, zeichnet Gassirunden auf und protokolliert Fitnessdaten sowie Mahlzeiten. Den Zugriff teilt man ohne Begrenzung mit der Familie. Mit 36 g bleibt der Tracker leicht genug für Katzen und Hunde ab 3,5 kg, wobei diese Empfehlung vom Hersteller stammt. Wer dagegen nur eine simple Ortung sucht, zahlt hier drauf: 89 Euro einmalig plus mindestens 96 Euro an Abo pro Jahr summieren sich.
VORTEILE
- Tracker per App anrufen, Umgebung hören und zurufen
- übersichtliche App mit Gassiverlauf, Fitness- und Gesundheitsdaten
- gute Ortungsgenauigkeit beim Spaziergang (5 bis 15 m)
- transparentes Abo ohne verwirrende Stufen
NACHTEILE
- Abo zwingend nötig, nur 30 Tage gratis
- Laden nur per magnetischem Pogopin-Kabel
- Akkulaufzeit schwächer
Loco GPS L2
Der Loco GPS L2 ist die unkomplizierte Wahl für Hundehalter, die keine Lust auf Tarifstufen haben. Für 49 Euro Anschaffung plus 5 bis 6,95 Euro im Monat gibt es den vollen Funktionsumfang, dazu 30 Tage kostenlose Nutzung zum Start. Die Intervalle lassen sich fein steuern – von einer Minute bis zum Tiefschlafmodus. Wer einen leichten, unauffälligen Tracker mit sauberer App und fairer Kostenstruktur sucht, liegt hier richtig.
VORTEILE
- leicht mit 32 g
- alle Funktionen in jedem Abo, monatlich kündbar
- fein einstellbare Intervalle inklusive Gassi- und Tiefschlafmodus
- gute Ortungsqualität und lange Akkulaufzeit
- niedriger Anschaffungspreis
NACHTEILE
- Laden nur mit dem mitgelieferten Magnetkabel
- Kragenriemen wirken billig und wenig flexibel
- SIM fest verbaut, Abo zwingend
Ratgeber
Warum GPS-Tracker?
Über 100.000 Haustiere gingen 2023 in Deutschland verloren, berichtet der Verein Tasso – die Tendenz ist weiter steigend. Dabei empfehlen die Autoren ganz klar, Haustiere zu chippen. So können sie dem Besitzer zugeordnet werden, wenn Dritte sie wiederfinden.
Wer wissen will, wo sich die Katze oder der Hund tagesaktuell herumtreibt, kommt mit einem RFID-Chip allerdings nicht weit. Dieser kann zwar auf nächste Distanz ausgelesen werden, er sendet allerdings keine Daten an den Besitzer.
Hier bieten sich GPS-Tracker als Alternative an. Sie funktionieren dank Anbindung ans Mobilfunknetz auch auf große Distanz. Sie zeigen jederzeit, wo sich das Haustier befindet und schlagen Alarm, wenn es einen vorher festgelegten Radius ums Eigenheim verlässt. Über dieses sogenannte Geofencing richten Nutzer Zonen ein. Verlässt das Tier einen solchen Bereich, warnt eine App den Besitzer, wenn sich etwa die Katze nahe einer Autobahn befindet oder der Hund ausbüxt und sich im Nachbargarten mit der läufigen Hündin vergnügt.
Neben der reinen Ortung liefern moderne Geräte Daten zu Gesundheit und Wohlbefinden. Der Tractive Dog 6 erfasst Aktivität, Schlaf und Vitalwerte und schickt Wochenberichte über das Wohlbefinden des Hundes. Gesundheitswarnungen melden Veränderungen bei Herz- und Atemfrequenz. Dieses Aktivitätstracking läuft mit geringem Akkuverbrauch im Hintergrund. Auffällige Werte ersetzen keine Diagnose, liefern aber einen Anhaltspunkt für den nächsten Besuch beim Tierarzt.
Wie funktioniert ein GPS-Tracker?
Ein GPS-Tracker ist ein elektronisches Gerät zur Standortbestimmung. Er empfängt Funksignale von Satelliten des Global Positioning Systems (GPS) und berechnet daraus seine Position. Für eine 3D-Position (inkl. Höhe) sind vier Satelliten nötig, drei reichen nur für eine 2D-Näherung – dann funktioniert die Ortung weltweit. Moderne Geräte nutzen mehrere Satellitensysteme, nicht nur GPS: Der Tractive Dog 6 greift zusätzlich auf Glonass und Galileo zurück, der Prothelis Area auf Glonass.
Den ermittelten Standort schickt der Tracker anschließend über das Mobilfunknetz an die App. Dafür steckt in jedem Gerät eine SIM-Karte oder eSIM. Die Stromversorgung übernimmt ein Akku; bei fest verbauten Fahrzeug-Trackern speist stattdessen die Fahrzeugbatterie das Gerät. Im Live-Tracking senden viele Modelle alle 30 Sekunden eine neue Position, der Loco GPS L2 im Live-Modus sogar alle fünf Sekunden.
Welche Reichweite hat ein GPS-Tracker?
Eine feste Reichweite wie bei Bluetooth-Findern gibt es nicht. Ein GPS-Tracker funktioniert überall dort, wo Mobilfunknetz vorhanden ist – theoretisch weltweit. Die Entfernung zwischen Tier und Halter spielt keine Rolle, entscheidend ist allein die Netzabdeckung am Standort des Tieres. Wie zuverlässig das in Deutschland funktioniert und welchen technischen Hintergrund die verwendeten SIM-Karten haben, klärt der Abschnitt zum Empfang.
Was kostet ein GPS-Tracker im Monat?
Die Geräte selbst kosten zwischen 22 und 90 Euro. Dazu kommt bei jedem Modell im Test ein Abo für die SIM-Karte. Beim Tractive Dog 6 liegen die monatlichen Nutzungskosten je nach Tarif und Laufzeit zwischen 6 und 13 Euro, beim Loco GPS L2 zwischen 5 und 6,95 Euro, bei Mova zwischen 6,11 und 9,90 Euro. Prothelis reicht von 4,99 bis 8,49 Euro, Weenect von 4,16 bis 14 Euro. Der Sweetspot liegt bei rund 5 bis 7 Euro pro Monat. Über drei Jahre summieren sich Anschaffung und Abonnement je nach Produkt auf 239 bis 375 Euro.
| Modell | Kaufpreis | monatlich kündbar | 1 Jahr | 2 Jahre | längere Laufzeit | Kosten über 3 Jahre* |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Tractive Dog 6 (Basic) | 69 € | 13 €/Monat | 108 € (9 €/Monat) | 162 € (6,75 €/Monat) | – | 339 € |
| Tractive Dog 6 (Premium) | 69 € | – | 120 € (10 €/Monat) | 186 € (7,75 €/Monat) | 360 € / 5 Jahre (6 €/Monat) | 375 € |
| Mova Suretrack Pro | 89 € | 9,90 €/Monat | 96 € (8 €/Monat) | 160 € (6,66 €/Monat) | 220 € / 3 Jahre (6,11 €/Monat) | 309 € |
| Loco GPS L2 | 49 € | 6,95 €/Monat | 69,95 € (5,83 €/Monat) | 119,95 € (5 €/Monat) | – | 239 € |
| Weenect XS | 45 € | 14 €/Monat | 90 € (7,50 €/Monat) | 120 € (5 €/Monat) | 250 € / 5 Jahre (4,16 €/Monat) | 255 € |
| Pawfit Lite (Basic) | 50 € | 10,99 €/Monat** | 71,88 € (5,99 €/Monat) | 119,76 € (4,99 €/Monat) | – | 242 € |
| Pawfit Lite (Premium) | 50 € | – | 83,88 € (6,99 €/Monat) | 143,76 € (5,99 €/Monat) | 179,64 € / 3 Jahre (4,99 €/Monat) | 230 € |
| Weenect XT (Standard) | 50 € (65 € mit Julius-K9) | 14 €/Monat | 90 € (7,50 €/Monat) | 120 € (5 €/Monat) | 250 € / 5 Jahre (4,16 €/Monat) | 260 € |
| Weenect XT (Premium) | 50 € (65 € mit Julius-K9) | 16,99 €/Monat | 125,88 € (10,49 €/Monat) | 191,76 € (7,99 €/Monat) | 429,40 € / 5 Jahre (7,16 €/Monat) | 368 € |
| Paj GPS Pet Finder 4G | 22 € | ca. 7 €/Monat | 84 € (7 €/Monat) | – | – | 274 € |
| Pawfit 3 (Basic) | 65 € | 10,99 €/Monat** | 71,88 € (5,99 €/Monat) | 119,76 € (4,99 €/Monat) | – | 257 € |
| Pawfit 3 (Premium) | 65 € | – | 83,88 € (6,99 €/Monat) | 143,76 € (5,99 €/Monat) | 179,64 € / 3 Jahre (4,99 €/Monat) | 245 € |
| Glocalme Petphone | 90 € (150 € inkl. 1. Jahresabo) | 19,99 €/Monat | 199,99 € (16,66 €/Monat)*** | – | – | 550 € |
| Prothelis Area (Prepaid) | 69 € | 8,49 € einmalig | 71,88 € (5,99 €/Monat) | 119,76 € (4,99 €/Monat) | – | 261 € |
| Prothelis Area (Abo) | 69 € | – | 83,88 € (6,99 €/Monat) | 143,76 € (5,99 €/Monat) | – | 297 € |
*Anschaffung plus günstigste Abo-Kombination über drei Jahre, von uns berechnet. Preise zum Zeitpunkt der Erhebung, Hersteller passen Tarife regelmäßig an. Bei Weenect XT Premium haben wir den Aufpreis von 2,99 €/Monat auf das Standardabo aufgeschlagen.
**nur über die App buchbar.
***Verlängerungspreis in der App. Im Paket mit dem Gerät kostet das erste Jahresabo umgerechnet 60 €.
Gibt es einen GPS-Tracker für Haustiere ohne Abo?
Jein – die Frage betrifft weniger die Technik als das Bezahlmodell. Jeder GPS-Tracker benötigt eine eigene Mobilfunkverbindung, die zusätzliche Kosten verursacht. Offen ist nur, wer sie wann trägt. Entweder ist das Gerät günstig und der Halter zahlt monatlich ein Abo für die SIM-Karte, oder das Gerät kostet deutlich mehr und die Datenkosten stecken bereits im Kaufpreis. Abofreie Tracker gibt es also, sie sind in der Anschaffung aber teurer. Bei Trackern für Gegenstände ist dieses Modell verbreiteter als bei Haustier-Trackern.
Im Haustierbereich war Fressnapf der bekannteste abofreie Anbieter, das Unternehmen hat sein Angebot zum 31. Dezember 2025 eingestellt. Vereinzelt gibt es weiterhin abofreie Modelle am Markt, etwa von Pitpat – ein Testmuster lag uns bislang nicht vor, eine Bewertung können wir daher nicht abgeben. In unserem aktuellen Testfeld setzt jedes der zehn Geräte ein Abo voraus. Wer garantiert keine laufenden Kosten will, bleibt bei Bluetooth-Lösungen wie dem Apple Airtag – mit deutlich geringerer Reichweite.
Einrichtung und rechtlicher Hintergrund
Alle Produkte erfordern eine Anmeldung mit personenspezifischen Daten. Diese dürfen die Anbieter nach Telekommunikationsgesetz (TKG) § 172 erheben. Tractive und Prothelis wollen den vollen Namen, Anschrift und Geburtsdatum wissen.
GPS-Tracker sind ein hilfreiches Werkzeug, um Haustiere über größere Entfernungen zu orten. Sie sind durch eine eigenständige Mobilfunkverbindung deutlich flexibler und funktionieren auch in Gegenden, wo Airtags aufgrund fehlender Wo-ist-Geräte in der Umgebung keine Signale mehr weitergeben können. Das macht sie allerdings auch zu einem Gadget mit kriminellem Potenzial, da Menschen gegen ihren Willen durch einen untergejubelten Tracker verfolgt werden können. Solche Handlungen sind strafbar – daher konzentrieren wir uns in diesem Vergleichstest auf den primären Einsatzzweck am Tier.
Befestigung: Halsband, Geschirr und Gewicht
Die Befestigung entscheidet darüber, ob der Tracker am Tier bleibt. Alle Modelle im Test sitzen über Silikonriemen am Halsband, meist für Breiten bis 3 cm. Am Geschirr funktioniert das ebenfalls, solange der Riemen greift. Beim Tragen gilt: Das Gewicht sollte rund fünf Prozent des Körpergewichts nicht überschreiten. Für Katzen eignen sich nur die leichtesten Geräte – der Pawfit Lite wiegt unter 20 g und ist damit der leichteste GPS-Tracker im Test, der Loco GPS L2 bringt 32 g auf die Waage. Wichtig für Freigänger: ein Sicherheitshalsband mit Sollbruchstelle. Bleibt die Katze im Gebüsch hängen, öffnet sich das Halsband – der Tracker geht dabei allerdings verloren.
Chippen ersetzt den Tracker übrigens nicht – der implantierte Transponder hat keinen Sender. Ein GPS-Tracker muss außen am Tier sitzen.
GPS-Tracker für Fahrzeuge: Auto, Fahrrad & Co.
Die hier gezeigten GPS-Tracker zeichnen sich allen voran durch ihre Kompaktheit aus, schließlich möchte man einer zierlichen Katze keinen 300 g schweren Tracker auf den Rücken schnallen. Geht es aber an Einsatzgebiete, wie im Auto, am Fahrrad oder fürs Boot, dürfen die Tracker zugunsten einer deutlich erhöhten Akkulaufzeit auch größer sein.
Im Auto dient der Tracker vor allem als Diebstahlschutz und erhöht die Wiederbeschaffungsrate gestohlener Fahrzeuge. Flottenbetreiber nutzen die Daten zusätzlich zur Routenoptimierung von Firmenfahrzeugen. Entsprechende Geräte zeigen wir in der Top 10: Die besten GPS-Tracker für Fahrrad, Auto und Co. – mit & ohne Abo.
Weitere GPS-Tracker: Telekom & Co.
Auch die Mobilfunkanbieter selbst hatten in der Vergangenheit eigene GPS-Tracker im Sortiment. Vodafone, Telekom und o2 haben aber allesamt diese Produktsparte aufgegeben, noch verfügbare Restposten der Telekom werden ausverkauft, wie man uns auf Rückfrage mitteilt.
Ein Risiko dahingehend besteht bei eSIMs, die an eine Serviceleistung der Mobilfunkanbieter gekoppelt sind. Wir hatten in der Vergangenheit bereits einen Haustier-GPS-Tracker von Kippy, den wir nicht mehr nutzen können, da Vodafone den dafür verwendeten Mobilfunk-Service Smart Tech eingestellt hat (Artikel bei Golem).
Welche Nachteile hat ein GPS-Tracker?
Drei Punkte fallen im Test auf. Erstens die laufenden Kosten: In unserem Testfeld verlangt jedes Gerät ein Abo. Zweitens die Akkulaufzeit – sie schwankt je nach Nutzung stark. Der Tractive Dog 6 hält bis zu 14 Tage durch, der Mova Suretrack Pro im Dauerbetrieb nur zwei bis drei Tage. Drittens die Genauigkeit: Beim Gassigehen bleiben Loco GPS L2 und Mova innerhalb von 10 bis 15 m, im fahrenden Auto steigen die Abweichungen auf rund 70 m.
Alternative: Tracking per Apple Airtag
Eine beliebte Alternative ist das Haustier-Tracking mit einem Airtag und einem Halsband mit entsprechender Haltevorrichtung. Airtags (Testbericht) geben anonymisiert und verschlüsselt im Hintergrund ihren Standort an andere, in der Nähe befindliche iOS-Geräte an das Apple Wo-ist-Netzwerk. Sie können im Unterschied zum GPS-Tracker aber keine eigene Verbindung zum Internet aufbauen. Zusätzlich beherrschen sie Ultrabreitband (UWB, englisch für Ultra-Wideband) und Bluetooth Low Energy (BLE), dank dem lokal eine metergenaue Ortung möglich ist. So findet man selbst den verloren gegangenen Schlüssel in der Sofaritze.
Das können GPS-Tracker nicht leisten, die bei Weitem nicht so genau arbeiten. Als Sofaritzen-Tracker, wie der Apple Airtag, eignet sich diese Technologie folglich nicht. Was ist also besser, Airtag oder Tractive? Für Hunde und Freigängerkatzen der GPS-Tracker. Der Airtag benötigt fremde iPhones in der Nähe – auf dem Feld, im Wald oder auf dem Land meldet er tagelang nichts. GPS-Tracker senden dafür keinen Verfolgungsalarm, im Gegensatz zu Airtags, die sich nach längerer Anwesenheit neben fremden Smartphones bei diesen zu erkennen geben: Für Haustiere nicht so relevant, als Diebstahlschutz hingegen schon – blöd nämlich, wenn der Tracker den Dieb vor sich selbst warnt.
Der Airtag kennt seinen eigenen Standort nicht
Der wichtigste technische Unterschied steckt im Gehäuse. Ein Airtag hat weder einen Satellitenempfänger noch ein Mobilfunkmodem. Er kann seine Position also gar nicht selbst bestimmen. Stattdessen sendet er per Bluetooth eine verschlüsselte Kennung, die sich regelmäßig ändert. Fängt ein fremdes Apple-Gerät dieses Signal auf, hängt es seinen eigenen Standort an und leitet ihn ans Wo-ist-Netzwerk weiter. In der App sieht der Halter deshalb immer den Standort des fremden iPhones zum Zeitpunkt des Kontakts, nicht die Live-Position des Tieres. Wie genau dieser Punkt ist, hängt von der Ortung des fremden Smartphones ab. Wie aktuell er ist, hängt davon ab, wann zuletzt jemand mit iPhone vorbeigekommen ist. In der Innenstadt kann das minütlich passieren, am Feldrand stundenlang gar nicht.
Ein GPS-Tracker arbeitet dagegen selbstständig. Er berechnet seine Position aus Satellitensignalen (GPS, Galileo, Glonass, teils Beidou) und schickt sie über die eingebaute SIM in festen Abständen an die App. Je nach Modell passiert das alle paar Minuten, im Live-Modus alle fünf Sekunden (Loco GPS L2, Mova Suretrack Pro) oder sogar jede Sekunde (Weenect XT mit Superlive). Fremde Geräte braucht er dafür nicht, nur Mobilfunkempfang.
Nahbereich: Hier ist der Airtag überlegen, aber nur in Rufweite
Für die letzten Meter ist der Airtag klar im Vorteil. Seit Januar 2026 arbeitet die zweite Airtag-Generation mit Apples UWB-Chip der zweiten Generation. Laut Stiftung Warentest stieg dadurch die Bluetooth-Reichweite im Freien von 40 auf 60 Meter; die Präzisionssuche reicht nun 25 statt 10 Meter weit. Dabei zeigt das iPhone Richtung und Entfernung per Pfeil an. Allerdings besteht direkter Kontakt zwischen eigenem iPhone und Airtag nur in einem Umkreis von wenigen Dutzend Metern. Ist die Katze weiter entfernt, ist man auf fremde iPhones angewiesen. Die verbesserte Präzisionssuche setzt zudem ein iPhone 15 oder neuer voraus (nicht aber das iPhone 16e), und der neue AirTag erfordert mindestens iOS 26. Für Android-Nutzer kommt er nicht infrage.
Auch einige GPS-Tracker im Test haben eine Bluetooth-Nahbereichssuche, etwa Tractive Dog 6, Loco GPS L2 und Pawfit Lite. Sie schätzen den Abstand aber nur grob über die Signalstärke. Richtungspfeile wie beim Airtag bietet keiner. Stattdessen helfen hier LED-Licht und Signalton.
Keine Geozäune, kein Live-Tracking, keine Gesundheitsdaten
Funktionen, die bei Haustier-Trackern Standard sind, fehlen beim Airtag komplett. Man kann keine Sicherheitszone um das Grundstück legen, die Alarm schlägt, sobald der Hund ausbüxt. Die Wo-ist-Funktion „Bei Zurücklassen benachrichtigen“ meldet nur, wenn die Bluetooth-Verbindung zum eigenen iPhone abreißt. Live-Tracking, eine Gassi-Aufzeichnung mit Routenverlauf, Aktivitäts- und Schlaftracking, Vibration für das Rückruftraining oder ein Suchlicht gibt es ebenfalls nicht. Apple betont zudem selbst, dass der Airtag für Gegenstände gedacht ist und nicht für Personen oder Haustiere.
Akku, Gewicht und Kosten: die Stärken des Airtags
Seine sparsame Technik spielt der Airtag bei der Laufzeit aus. Weil er nur gelegentlich per Bluetooth sendet, hält die austauschbare CR2032-Knopfzelle rund ein Jahr. GPS-Tracker müssen dagegen je nach Nutzung alle zwei bis 14 Tage an das Ladekabel. Mit 11,8 g ist der Airtag außerdem leichter als jeder GPS-Tracker im Test, selbst der Pawfit Lite wiegt 17,6 g. Wie der Mova Suretrack Pro und der Loco GPS L2 ist er nach IP67 geschützt. Eine Öse fehlt allerdings, man benötigt also immer eine passende Halsbandhalterung. Und er kostet einmalig 35 Euro ohne Abo. Bei GPS-Trackern kommen über drei Jahre je nach Modell rund 230 bis 375 Euro zusammen.
Anti-Stalking-Schutz: am Halsband eher hinderlich
Die Schutzfunktionen gegen ungewolltes Tracking machen den Airtag am Tier zusätzlich unpraktisch. Fremde iPhones, inzwischen aber auch Android-Smartphones, werden gewarnt, wenn sich ein unbekannter Airtag länger mit ihnen bewegt. Außerdem beginnt der Airtag nach einiger Zeit zu piepen, wenn er von seinem Besitzer getrennt ist. Bei einer Katze, die mehrere Stunden durch die Nachbarschaft streift, ist genau das der Normalfall. Für den Finder ist das zwar ein Hinweis, für das Tier aber eher Stress.
Empfang: GPS und Mobilfunk
Damit ein GPS-Tracker sein Standortsignal weitergeben kann, muss er diese Daten per Mobilfunknetz versenden. Dieses kann ortsabhängig besser oder schlechter erreichbar sein, womit ein GPS-Tracker potenziell nicht überall senden kann: Denn ohne Mobilfunkempfang können GPS-Sender keine Standortdaten weitergeben, sodass man nicht erfährt, wo Haustier, Fahrrad oder andere Dinge sind.
Die SIM-Karte im Tracker ist dabei keine gewöhnliche. In den Geräten arbeiten in der Regel M2M-SIMs (Machine-to-Machine) oder eSIMs für IoT-Anwendungen. Sie unterscheiden sich grundlegend von Privatkundenverträgen: Statt an ein Netz gebunden zu sein, buchen sie sich per Multi-Netz-Roaming automatisch in das jeweils stärkste verfügbare Netz ein. Der Mova Suretrack Pro nutzt auf diesem Weg die Netze von über 390 Betreibern.
Verwaltet werden diese Karten zentral vom Hersteller, nicht vom Kunden – deshalb lassen sie sich auch nicht tauschen. Bei den meisten Modellen sitzt die SIM somit fest im Gerät. Aus denselben Tarifstrukturen erklären sich die abofreien Angebote: Einzelne Hersteller kaufen Datenvolumen im Großen ein oder betreiben ein eigenes Datennetz in Kooperation mit bestehenden Netzbetreibern und legen die Kosten auf den Kaufpreis um. Auf Nachfrage bestätigte uns etwa der Tracker-Anbieter Onntrack dieses Vorgehen für seine abonnementfreien Geräte.
Wie gut die Ortung funktioniert, hängt trotzdem vom lokalen Netz ab. Während in München der Empfang mit SIM-Karten aus dem O2-Telefonica-Netz gut ist, weist dieses in ländlichen Regionen mitunter Lücken auf. In den Netzen von Vodafone und Telekom ist die Abdeckung besser. Doch auch sie sind nicht perfekt, denn keines der Mobilfunknetze in Deutschland deckt hundert Prozent der Fläche ab, was insbesondere in weniger dicht besiedelten Gegenden der Fall ist. Wer wissen will, wie die Situation zu Hause ist, kann sich über die Netzabdeckungskarten der Anbieter einen Überblick verschaffen. Ebenso gibt es unabhängige Netztests von Online-Magazinen, die regelmäßig mit dem Auto durch Deutschland fahren und den Mobilfunkausbau testen.
Ein weiterer Faktor für den Empfang kann auch Wetter sein. Dies beeinflusst sowohl den Mobilfunkempfang als auch die GPS-Positionsbestimmung: Starke Regen- und Schneefälle schwächen das Signal ab. Auch weit entfernte Sonnenstürme können spürbaren Einfluss auf die Genauigkeit haben. Dann kann der Tracker seine Position nicht mehr bestimmen oder versucht dies über den verbundenen Mobilfunkmast. Die Standortbestimmung per Mobilfunknetz ist aber sehr ungenau.
Testverfahren: So testen wir GPS-Tracker
Jeder GPS-Tracker in dieser Bestenliste durchläuft denselben Parcours. Wichtig sind uns Ortungsqualität, Einrichtung, Funktionsumfang, Verarbeitung und Kosten – bewertet immer im Vergleich der Testgeräte untereinander. Für die Ortungsqualität tragen wir jedes Gerät zu Fuß, im Auto und im Zug mit uns und zeichnen den Standort durchgehend auf. Den Schwerpunkt legen wir dabei auf die Gassirunde, weil das der eigentliche Einsatzzweck ist. Entscheidend ist nicht der exakte Meterwert, sondern wie stark ein Modell im Vergleich zu den anderen Testgeräten von der echten Strecke abweicht.
Die Einrichtung nehmen wir so vor wie ein Käufer: mit der beiliegenden Anleitung und ohne Support. So zeigt sich, wie kompliziert der Weg vom Auspacken bis zum ersten Standort in der App ist. Beim Funktionsumfang schauen wir, welche Alarme, Verlaufsansichten und Einstellungen ein Tracker bietet und wie gut die App das umsetzt. Bei der Verarbeitung zählen Gehäuse, Schutzart, Ladeanschluss und das Halsband oder der Kragenriemen. Dazu kommt bei Haustier-Trackern das Gewicht: Was auf dem Halsband einer Katze sitzt, darf nicht drücken.
Beim Preis vergleichen wir grob, was ein Tracker für seinen Funktionsumfang kostet – Anschaffung und Abo zusammen betrachtet. Ein höherer Kaufpreis kann sich lohnen, wenn das Abo günstiger ausfällt oder alle Funktionen ohne Aufpreis enthalten sind. Am Ende zählt die Gesamtschau über drei Jahre.
Die Akkulaufzeit fließt nur eingeschränkt ein. Sie hängt fast vollständig von der Nutzung und dem eingestellten Sendeintervall ab. Wir testen deshalb im ungünstigsten Szenario: viel Live-Tracking, keine WLAN-Energiesparzone. Angaben über mehrere Wochen oder Monate lassen sich im Testzeitraum nicht prüfen – solche Werte kennzeichnen wir als Herstellerangabe.
Fazit
GPS-Tracker sollte sich jeder für sein Haustier anschaffen. Nicht nur helfen sie im Notfall beim Wiederfinden von Hund und Katze, sie sind auch praktisch, um die Gassi-Route nachverfolgen zu können oder mit dem Tier Rückrufkommandos per Signalton üben zu können. Noch dazu sind sie inzwischen so handlich und unscheinbar, dass sie getarnt am Halsband kaum auffallen. Preislich bewegen sich alle hier gezeigten Modelle deutlich unter 100 Euro, teils sogar unter 60 Euro.
Die wichtigste Erkenntnis aus dem Test: Der Preis entscheidet weniger als die Kostenstruktur. Testsieger Tractive Dog 6 bietet die beste Mischung aus 14 Tagen Akkulaufzeit, präziser Ortung, Gesundheitsdaten und Community-Warnungen. Der Mova Suretrack Pro punktet mit der Anruffunktion am Halsband, schwächelt aber bei der Laufzeit. Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis liefert der Loco GPS L2 mit 49 Euro Kaufpreis und einem monatlich kündbaren Abo ohne Funktionssperren. Wer maximale Kompaktheit sucht, greift zum unter 20 g leichten Pawfit Lite – er ist der einzige Tracker im Test, der auch kleinen Katzen nicht auffällt. Der Prothelis Area ortet mitunter 5 m Abweichung am genauesten im Feld, funkt aber nur über 2G. Weil dieses Netz absehbar abgeschaltet wird, landet er trotz starker Messwerte auf dem letzten Platz.
Abofreie Alternativen sind in unserem Testfeld seit dem Rückzug von Fressnapf nicht mehr vertreten. Am Markt gibt es sie vereinzelt noch – ein Testmuster lag uns bislang nicht vor, eine Bewertung können wir daher nicht abgeben.
Folgende Artikel sind außerdem empfehlenswert:
- Top 10: Die besten GPS-Tracker für Fahrrad, Auto und Co. – mit & ohne Abo
- Top 10: Bluetooth-Schlüsselfinder – die besten Keyfinder für Android und iOS
- Die besten Halterungen für Airtags: Schlüssel, Geldbeutel, Fahrrad & Co.
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- Die besten Schlüsselanhänger: Stichheiler, Geigerzähler, Insektenschutz & Co.
- Smart Home für Katzen: Futterautomat, selbstreinigendes Katzenklo, Laser & Co.
- Zeitraffer, Videoüberwachung, Foto-Falle: Das können Wildkameras ab 30 Euro
BESTENLISTE
Der Tractive GPS Dog 6 verspricht präzise Ortung, lange Akkulaufzeit und nützliche Zusatzfunktionen für Hundebesitzer. Ob der Nachfolger des bisherigen Testsiegers überzeugen kann, zeigt unser Test.
VORTEILE
- verbesserte Akkulaufzeit von bis zu 14 Tagen
- präzise Ortung
- vollständig wasserdicht (IP68)
- Community-Features mit Gefahrenwarnungen
- einfache, funktionsreiche App
NACHTEILE
- Abo-Pflicht für die Nutzung
- gelegentliche Ungenauigkeiten beim Standort
- relativ hohe Gesamtkosten über die Nutzungsdauer
Der Tractive GPS Dog 6 verspricht präzise Ortung, lange Akkulaufzeit und nützliche Zusatzfunktionen für Hundebesitzer. Ob der Nachfolger des bisherigen Testsiegers überzeugen kann, zeigt unser Test.
Der österreichische Hersteller Tractive hat mit seinem GPS-Tracker Dog 4 bereits einen Testsieger in unserem Vergleich platziert. Mit dem neuen Tractive Dog 6 – die Zahl 5 wird übersprungen – will man an diesen Erfolg anknüpfen und setzt auf Verbesserungen bei Akkulaufzeit, Ortungsgenauigkeit und Zusatzfunktionen. Wir haben den GPS-Tracker für Hunde auf Herz und Nieren geprüft und verraten, ob sich die Anschaffung lohnt und welche Abofunktionen wirklich sinnvoll sind.
Das Testgerät haben wir von Tractive zur Verfügung gestellt bekommen.
Anschlüsse & Verarbeitung
Der Tractive Dog 6 überzeugt mit einer tadellosen Verarbeitung. Das Gehäuse mit seiner geriffelten Oberfläche wirkt hochwertig und robust – deutlich hochwertiger als beim Vorgänger. Mit Abmessungen von 71 x 29 x 17 mm und einem Gewicht von nur 39 g ist der Tracker kompakt und leicht genug, um auch von kleineren Hunden ab 4 kg problemlos getragen zu werden.
Der Tracker ist vollständig wasserdicht nach IP68-Standard, was ihn auch für wasserliebende Hunde geeignet macht und ausgedehnte Schwimmausflüge ermöglicht. Das Aufladen erfolgt bequem über USB-C. Die Befestigung am Halsband ist für Breiten bis zu 2,8 cm ausgelegt und sitzt im Test sicher, ohne zu verrutschen. Direkt am Tracker angebracht ist dazu eine Gummi-Arretierung, mit der man ihn auf das Halsband aufschieben kann.
Die Status-LED am Gerät gibt Auskunft über den Verbindungsstatus und den Ladezustand des Akkus. Das Design ist insgesamt durchdacht und auf die Bedürfnisse von aktiven Hunden abgestimmt. Die Materialqualität macht einen langlebigen Eindruck und dürfte auch raueren Behandlungen durch spielfreudige Vierbeiner standhalten.
Tractive Dog 6 – Bilderstrecke
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GPS-Tracker Tractive Dog 6 im Test
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Verbindung & App
Die Konnektivität des Tractive Dog 6 ist umfassend: Der Tracker nutzt LTE/4G (CatM1), 2G, Bluetooth 5.0 und WLAN (2,4 GHz). Für die Ortung greift er auf GPS, GLONASS und Galileo zurück, was eine präzise Positionsbestimmung ermöglicht. Die Kompatibilität mit Android (ab Version 9.0) und iOS (ab Version 16) ist ebenfalls gegeben.
Die Einrichtung des Tractive Dog 6 gestaltet sich erfreulich unkompliziert. Nach dem Download der Tractive GPS App aus dem Google Play Store oder Apple App Store erstellt man ein Benutzerkonto. Anschließend scannt man den QR-Code auf der Rückseite des Trackers oder gibt die Seriennummer manuell ein. Schon wird der Tracker von der App erkannt und mit dem Smartphone verbunden. Die Status-LED am Gerät zeigt an, ob die Verbindung erfolgreich war – im Test klappte dies auf Anhieb.
Nach dem ersten Aufladen über USB-C verbindet sich der Tractive Dog 6 schnell mit den GPS-Satelliten und ist sofort einsatzbereit. In der App müssen noch einige Angaben zum Haustier gemacht werden – Tierart, Rasse, Gewicht, Name und weitere Details.
Die Tractive GPS App selbst überzeugt weiterhin mit einer aufgeräumten und intuitiven Benutzeroberfläche. Auf einer Karte sieht man mit regelmäßigen Positionsaktualisierungen, wo sich der Tracker und damit das Tier gerade befindet. Wer mehr als einen groben Standort haben möchte, aktiviert über das Blitzsymbol die Live-Ortung. Dann springt der angezeigte Standort an die augenblickliche Position – allerdings geht dies zulasten der Akkulaufzeit.
Besonders praktisch ist die Möglichkeit, einen virtuellen Zaun zu definieren. Verlässt der Hund oder die Katze diesen festgelegten Bereich, erhält man sofort eine Benachrichtigung auf dem Smartphone. Ein weiteres Highlight ist das Community-Netzwerk, in dem man andere Haustierbesitzer etwa vor Gefahren warnen kann, wenn Glasscherben, Gift oder Ähnliches entdeckt wurden. Im Test erhielten wir immer wieder nützliche Benachrichtigungen, wenn wir in die Nähe einer solchen Gefahr kamen – ein Feature, das wir bisher nur bei Tractive gesehen haben.
Tractive Dog 6 – App
Tractive Dog 6 – App
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Für die Suche nach dem Hund bei Dunkelheit oder Beleuchtung bei Dunkelheit bietet der Tractive Dog 6 eine praktische Taschenlampen-Funktion. Per App lässt sich ein LED-Streifen am Tracker aktivieren, der hell aufleuchtet und so hilft, den Vierbeiner auch bei Nacht schnell zu finden. Ebenfalls hilfreich ist die Ton-Funktion: Auf Knopfdruck in der App gibt der Tracker einen Signalton ab, der das Auffinden des Hundes zusätzlich erleichtert, etwa wenn er sich im Gebüsch versteckt hat.
Das Bluetooth-Radar ist ein weiteres nützliches Feature für die Nahbereichssuche. Es zeigt in der App einen sich füllenden Kreis an, der umso voller wird, je näher man dem Tracker kommt. Dies funktioniert über die Bluetooth-Verbindung und ist besonders dann hilfreich, wenn der GPS-Empfang eingeschränkt ist, etwa in Gebäuden oder dichten Wäldern.
Die App bietet zudem eine „Gassirunde“-Funktion, bei der die Spaziergänge aufgezeichnet werden. Der Standortverlauf mit Zeitstempeln macht jede Route nachvollziehbar. Mit dem Bluetooth-Radar kann man prüfen, ob sich das Haustier im direkten Umkreis befindet – der angezeigte Kreis füllt sich bei Annäherung. Ferner können Gesundheitsdaten des Tieres dokumentiert werden, von Aktivität über Schlaf bis hin zum Bellverhalten. Eine Art Tagesrangliste ermöglicht es, sich mit anderen Haustierbesitzern zu messen, wer die längste Gassirunde absolviert hat.
Praxistest
Im praktischen Einsatz zeigt der Tractive Dog 6 eine starke Performance. Die Trackingqualität ist wie von Tractive gewohnt meist sehr akkurat, mit geringen Abweichungen. Gelegentlich kommen zwar Abweichungen im Standortverlauf von mehr als 20 Metern vor, diese sind jedoch die Ausnahme. Die allermeisten Spazierwege werden exakt getrackt.
Bei der Akkulaufzeit konnte der Dog 6 im Test überzeugen. Nach knapp fünf Tagen mit kurzen Live-Standort-Sequenzen zeigte der Tracker noch 46 Prozent Akkuladung, nachdem wir mit einem vollgeladenen Gerät gestartet waren. Der Hersteller verspricht eine Laufzeit von bis zu 14 Tagen mit aktivierten Energiesparzonen, was bei normaler Hintergrundnutzung realistisch erscheint. Sowohl die Akkulaufzeit als auch die Trackingqualität sind gegenüber dem Vorgänger deutlich verbessert worden.
Preis
Der Tractive Dog 6 ist am günstigsten, er kostet aktuell 68 Euro.
Hinzu kommt ein Abonnement, das je nach Laufzeit und Umfang zwischen 6 und 13 Euro pro Monat liegt. Das Basic-Abo startet bei 13 Euro monatlich ohne Bindung, kostet 108 Euro für ein Jahr (9 Euro monatlich) oder 162 Euro für zwei Jahre (6,75 Euro monatlich). Es bietet regelmäßige Standort-Updates, unlimitiertes Live-Tracking, Überwachung von Herz- und Atemfrequenz sowie Aktivitäts- und Schlaftracking.
Das Premium-Abo ergänzt Familienfreigabe, weltweite Abdeckung, 365 Tage Positionsverlauf und den Export von GPS-Daten. Es kostet 120 Euro für ein Jahr (10 Euro monatlich), 186 Euro für zwei Jahre (7,75 Euro monatlich) oder 360 Euro für fünf Jahre (6 Euro monatlich). Eine monatlich kündbare Variante gibt es hier nicht.
Fazit
Der Tractive Dog 6 ist ein rundum gelungener GPS-Tracker für Hunde, der in allen Testbereichen überzeugt. Die verbesserte Verarbeitung, die einfache App und die präzise Ortung machen ihn zum idealen Begleiter für Hundebesitzer. Besonders hervorzuheben sind die lange Akkulaufzeit von bis zu 14 Tagen und die nützlichen Community-Features, die vor Gefahren in der Umgebung warnen.
Die Trackingqualität ist meist sehr genau, gelegentliche Abweichungen sind verschmerzbar. Mit einem Preis von knapp 70 Euro plus Abo ist der Tractive Dog 6 zwar nicht günstig, bietet aber ein faires Preis-Leistungs-Verhältnis für die gebotene Qualität und den Funktionsumfang. Wer einen zuverlässigen GPS-Tracker für seinen Vierbeiner sucht, macht mit dem Tractive Dog 6 definitiv nichts falsch.
Der Mova Suretrack Pro ortet Hund und Katze nicht nur, man kann sein Tier auch anrufen. Halter können mithören und Kommandos über den Lautsprecher geben.
VORTEILE
- Tracker per App anrufen, Umgebung hören und zurufen
- übersichtliche App mit Gassiverlauf, Fitness- und Gesundheitsdaten
- gute Ortungsgenauigkeit beim Spaziergang (5 bis 15 m)
- transparentes Abo ohne verwirrende Stufen
NACHTEILE
- Abo zwingend nötig, nur 30 Tage gratis
- Laden nur per magnetischem Pogopin-Kabel
- Akkulaufzeit schwächer
Der Mova Suretrack Pro ortet Hund und Katze nicht nur, man kann sein Tier auch anrufen. Halter können mithören und Kommandos über den Lautsprecher geben.
Der Suretrack Pro ist der erste GPS-Tracker von Mova – einem Hersteller, der sonst Saugroboter baut. Für den Einstand geht die Marke gleich in die Vollen: Mikrofon und Lautsprecher am Halsband erlauben es, sich per App auf den Tracker zu wählen. Auch die Software wirkt reif. Sie bleibt trotz vieler Funktionen angenehm übersichtlich.
Auch hardwareseitig zeigt sich der Tracker gut bestückt: Er funkt über 4G und 5G in den Netzen von mehr als 390 Betreibern, wobei ein 5G-Modem in dieser Geräteklasse noch längst nicht Standard ist. Dazu kommen WLAN, ein Suchlicht am Gehäuse, ein 365-Tage-Standortverlauf und Fitnessauswertungen sowie Wochenbericht. Wie genau die Ortung im Alltag arbeitet und wie lange der Akku durchhält, klärt unser Test. Das Testgerät hat uns Mova zur Verfügung gestellt.
Anschlüsse & Verarbeitung
Der Mova Suretrack Pro misst 52 x 36 x 22 mm und wiegt 36,4 g. Er ist damit kürzer als die meisten Konkurrenten, dafür aber spürbar dicker. Auf dem Halsband trägt er entsprechend etwas auf. Für Katzen und Hunde ab 3,5 kg reicht das geringe Gewicht laut Hersteller trotzdem aus, wobei diese Empfehlung aus eigenen Labortests von Mova stammt.
Die Verarbeitung ist tadellos. Polycarbonat und Silikon fügen sich sauber zusammen, die Farbe nennt der Hersteller Kosmisblau – praktisch ein dunkles Blau mit schwarzen Akzenten. Dazu kommen zwei Silikonkappen als zusätzlicher Schutz. Die Schutzart IP67 schützt gegen Staub und Untertauchen bis 1 m Tiefe für 30 Minuten. Zum Schwimmen oder für Salzwasser taugt der Tracker damit nicht, für Regen, Pfützen und Matsch schon.
Im Inneren arbeitet ein Akku mit 600 mAh (Milliamperestunden), der laut Hersteller in zwei Stunden voll lädt. Einen klassischen Anschluss sucht man vergeblich, Mova setzt auf einen magnetischen Pogopin-Kontakt. Das funktioniert zuverlässig, bindet aber fest an das mitgelieferte Kabel: Geht es verloren, hilft kein USB-C-Kabel aus der Schublade weiter. Am Gehäuse sitzen außerdem ein LED-Suchlicht, Mikrofon und Lautsprecher.
Im Lieferumfang stecken der Tracker, zwei Kragenriemen zur Befestigung am Halsband (bis 3 cm Breite), zwei Silikonkappen, das Ladekabel und ein Handbuch. Ein LED-Licht und ein Lautsprecher für den Signalton sitzen direkt am Gehäuse.
Mova Suretrack Pro – Bilderstrecke
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Verbindung & App
Die Einrichtung läuft über die Movahome App. Ein QR-Code auf der Rückseite enthält IMEI und Gerätepasswort, nach dem Scan verbindet sich der Tracker in weniger als zwei Minuten. Anschließend muss man ein Tierprofil anlegen: Name, Tierart, Rasse, Gewicht und Alter sind Pflicht. Erst nach der Zuordnung startet das Tracking.
Beim ersten Versuch brachen wir versehentlich die Einrichtung ab, woraufhin der Tracker als bereits verbunden galt, in der App aber nicht auftauchte. Einen Tag später erschien er dann plötzlich fertig eingerichtet in der Übersicht – ein Ärgernis, das sich im weiteren Test nicht wiederholte.
Die App ist übersichtlich und gliedert sich in Tabs für Verlauf, Echtzeit, Gesundheit und Zuhause. Für die Verbindung nutzt der Tracker 4G- und 5G-Netze von über 390 Netzbetreibern und wählt automatisch das stärkste lokale Signal.
Wie oft der Tracker seine Position meldet, legt man in der App selbst fest. Zur Wahl stehen Abstände von 5, 15, 30 und 45 Minuten. Je größer der Abstand, desto länger hält der Akku – wer Wert auf einen lückenlosen Verlauf legt, zahlt dafür mit Laufzeit. Deutlich enger arbeitet der Walking-Modus: Hier aktualisiert der Suretrack Pro den Standort alle fünf Sekunden. Das lohnt sich nicht nur bei der Suche nach einem entlaufenen Tier, sondern auch für jede Gassirunde, die man sauber aufgezeichnet haben will. Statt grober Sprünge zwischen zwei Punkten entsteht eine echte Route. Dauerhaft sollte man den Modus aber nicht laufen lassen, dafür zehrt er zu stark am Akku.
Der Mova Suretrack Pro funktioniert im Ernstfall wie ein Telefon am Halsband: Wer den Tracker über die App anruft, hört die Geräusche aus der Umgebung des Tieres und kann ihm per Lautsprecher etwas zurufen. Bei einem entlaufenen Hund kann das den Ausschlag geben – auch wenn die körperlose Stimme die meisten Tiere ohne vorheriges Training zunächst irritieren dürfte. Die Tonqualität des Mikrofons reicht dabei aus, mehr aber nicht. Was ankommt, klingt dumpf und matschig. Wer wissen will, ob der Hund an einer Straße steht oder im Wald, bekommt eine brauchbare Antwort. Ein Gespräch mit einem Finder wird dagegen zur Geduldsprobe.
Ebenfalls an Bord: ein LED-Licht, das nicht als Taschenlampe taugt, aber hell genug ist, um das Tier in der Dämmerung besser zu sehen. Der Signalton steht ab Werk auf 20 % Lautstärke und ist damit kaum hörbar. Wer ihn hochdreht, bekommt ein deutlich besser ortbares, aber immer noch nicht lautes Signal.
Dazu kommen Gassiverlauf, ein 365-Tage-Standortverlauf, Aktivitätstracking mit Strecke, Kalorien und Trainingszeit, individuelle Fitnessziele, Wochenberichte sowie ein Tracking für Mahlzeiten. Bis zu vier Sicherheitszonen dienen als Geofence, die App dann meldet das Verlassen des Bereichs, ein Abnehmen des Trackers und ungewöhnliche Aktivitäten. Den Zugriff teilt man unbegrenzt mit Familienmitgliedern. Praktisch ist die Heimzone: Verbindet sich der Tracker im WLAN, pausiert das Mobilfunkmodul, was Akku spart.
Praxistest
Die Standorterfassung gelingt gut. Beim Gehen liegen die Abweichungen meist zwischen 5 und 15 m. Im Auto, Bus oder Zug steigen sie deutlich an – teils über 70 m zwischen echtem und getracktem Punkt. Der Hersteller nennt unter optimalen Bedingungen eine Genauigkeit von 10 m aus eigenen Labortests.
Beim Akku verspricht Mova bis zu sieben Tage, allerdings nur mit energiesparender Ortung und aktiver WLAN-Heimzone. Da wir gezielt die Ortungsqualität prüfen wollten, setzten wir stattdessen auf viel Livetracking und verzichteten auf die Heimzone. Unter diesen Bedingungen hielt der Tracker rund zweieinhalb Tage durch. Wer sparsamer ortet, kommt der Herstellerangabe näher.
Preis
Der Mova Suretrack Pro kostet im Shop des Herstellers einmalig 89 Euro. Dazu kommt ein Pflichtabo für die eSIM, die ersten 30 Tage sind kostenlos. Das Jahresabo kostet 96 Euro, umgerechnet 8 Euro pro Monat. Zwei Jahre kosten 160 Euro (6,66 Euro monatlich), drei Jahre 220 Euro (6,11 Euro monatlich).
Positiv: Es gibt keine verwirrenden Abostufen. Jeder Tarif enthält den vollen Funktionsumfang, der Unterschied liegt allein in der Laufzeit. Über drei Jahre summieren sich Anschaffung und Abo auf 309 Euro – im Marktvergleich ordentlich, aber kein Schnäppchen.
Fazit
Der Mova Suretrack Pro ist ein guter und ungewöhnlich ausgestatteter Haustier-Tracker. Beim Spaziergang ortet er mit 5 bis 15 m Abweichung zuverlässig, im fahrenden Fahrzeug schwächelt er dagegen spürbar. Die App überzeugt mit klarer Struktur und reichlich Funktionen, die vom Gassiverlauf über Fitnessziele bis zur Familienfreigabe reichen.
Das eigentliche Highlight bleibt die Anruffunktion. Wer mithört, was rund um das Tier passiert, und aus der Ferne Kommandos geben kann, hat bei einem entlaufenen Hund einen echten Vorteil. Wie viel Nutzen jeder daraus zieht, bleibt allerdings Geschmackssache.
Getrübt wird das Bild von einigen Kleinigkeiten: Der Signalton ist ab Werk viel zu leise eingestellt, geladen wird nur über den Pogopin, und der erste Einrichtungsversuch brach bei uns ab. Die Laufzeit von zweieinhalb Tagen unter Dauerlast geht in Ordnung, mit aktiver WLAN-Heimzone verspricht Mova bis zu sieben Tage. Mit 89 Euro plus Abo bewegt sich der Tracker nicht mehr im Einsteigerbereich, dafür bleibt das Abomodell fair und transparent.
Der Loco GPS L2 wiegt nur 32 g, kostet 49 Euro und liefert im Abo stets den vollen Funktionsumfang. Ortung und Akkulaufzeit überzeugen im Test.
VORTEILE
- leicht mit 32 g
- alle Funktionen in jedem Abo, monatlich kündbar
- fein einstellbare Intervalle inklusive Gassi- und Tiefschlafmodus
- gute Ortungsqualität und lange Akkulaufzeit
- niedriger Anschaffungspreis
NACHTEILE
- Laden nur mit dem mitgelieferten Magnetkabel
- Kragenriemen wirken billig und wenig flexibel
- SIM fest verbaut, Abo zwingend
Der Loco GPS L2 wiegt nur 32 g, kostet 49 Euro und liefert im Abo stets den vollen Funktionsumfang. Ortung und Akkulaufzeit überzeugen im Test.
Loco GPS aus Vreden ruft für den L2 49 Euro auf. Das Abo kostet 6,95 Euro im Monat, ist zum Monatsende kündbar und enthält immer den vollen Funktionsumfang – von der Echtzeitortung über unbegrenzte Geozonen bis zur 365 Tage langen Routenhistorie mit Datenexport. Wer länger bucht, zahlt weniger, bekommt aber nicht mehr Funktionen. Das ist erfreulich fair.
Mit 32 g gehört der L2 zu den leichtesten Trackern im Vergleich. Die Sendeintervalle reichen von einer Minute bis zum Tiefschlaf, dazu kommen Live- und Gassimodus. Nach fünf Tagen Dauereinsatz ohne Energiesparzone blieben 47 % Akku übrig. Wie präzise die Ortung im Alltag arbeitet, zeigt unser Test. Das Testgerät hat uns Loco GPS zur Verfügung gestellt.
Anschlüsse & Verarbeitung
Das dunkelgrüne Kunststoffgehäuse misst 63 x 38 x 18 mm und wiegt 32 g. Einen Designpreis gewinnt der L2 nicht, er wirkt schlicht und einfach gearbeitet, zeigt aber keine unsauberen Stellen. Die Schutzart IP67 schützt gegen Staub und kurzzeitiges Untertauchen – für Regen und Pfützen reicht das, zum Dauerschwimmen taugt es weniger als IP68.
Einen klassischen Anschluss sucht man vergeblich. Der Tracker lädt über einen magnetischen Pogopin-Kontakt. Das klappt zuverlässig, bindet aber fest an das mitgelieferte Kabel: Geht es verloren, hilft kein USB-C-Kabel aus der Schublade weiter. Im Gehäuse sitzen außerdem ein LED-Licht und ein Lautsprecher für den Signalton.
Im Lieferumfang stecken Tracker, zwei Kragenriemen aus Silikon für Halsbänder bis 3 cm Breite, das magnetische Ladekabel und eine Kurzanleitung. Die Riemen wirken etwas billig: Das Material ist relativ fest, wenig flexibel und macht keinen besonders reißfesten Eindruck. Der Hersteller gibt zwei Jahre Garantie.
Loco GPS L2 – Bilderstrecke
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Verbindung & App
Der L2 ortet über GPS, WLAN und Bluetooth und funkt per 4G/LTE mit fest verbauter SIM – ein Kartenwechsel ist nicht vorgesehen. Die App gibt es für iOS und Android, dazu kommt ein Browserzugang. Die Einrichtung dauert laut Hersteller keine zwei Minuten.
Die App ist übersichtlich gestaltet, bietet keine Überraschungen und hat alles, was man braucht. Standardmäßig sendet der Tracker alle zwei Minuten eine Position. Der Hersteller nennt für den Standardmodus 30 bis 90 Sekunden bei Bewegung – im Test lag das Intervall höher. Der Live-Modus verkürzt den Takt auf fünf Sekunden und endet nach drei Minuten automatisch. Danach lässt sich der Modus beliebig oft neu starten.
Weiterhin gibt es einen Gassimodus mit einer Erfassung alle zehn Sekunden. Er endet bei längerem Stillstand oder spätestens nach zwei Stunden. Die Intervalle lassen sich auch dauerhaft festlegen: eine Minute, zwei Minuten, fünf Minuten, zehn Minuten, täglich oder Tiefschlaf. Im Tiefschlaf wacht das Gerät stündlich auf, sendet einmal die Position und schaltet den Mobilfunk danach komplett ab. Dazwischen ist der Tracker für die App nicht erreichbar, Befehle landen in einer Warteschlange bis zum nächsten Aufwachen.
Geozäune lassen sich frei anlegen, beim Verlassen schickt die App eine Benachrichtigung. Dazu kommt die Wifi-Energiesparzone: Erkennt der Tracker das heimische WLAN, wechselt er in den Sparmodus und schaltet beim Verlassen automatisch wieder auf GPS. Das erhöht die Laufzeit erheblich, weil viele Hunde mehr zu Hause liegen als unterwegs sind. Im Test verzichten wir darauf, da wir die Ortungsqualität prüfen möchten.
Der Zugang lässt sich freigeben oder komplett an eine andere Person übertragen. Über Bluetooth startet man eine Umgebungssuche, die den Tracker im Nahbereich genauer eingrenzt als GPS – exakt ist das nicht, hilft aber beim Suchen. Das LED-Licht dient eher dem groben Erkennen im Dunkeln als einer echten Taschenlampe. Die Routenhistorie reicht 365 Tage zurück, Daten lassen sich exportieren.
Praxistest
Die Ortungsqualität überzeugt. Beim Gassigehen – dem eigentlichen Einsatzfeld eines Haustiertrackers – landete der Loco GPS L2 in der Regel innerhalb von 10 m am tatsächlichen Standort. Auch in Bahn und Auto blieb er erstaunlich nah dran, die größte Abweichung lag bei rund 70 m. Damit schlägt er den Mova Suretrack Pro, der bei hohem Tempo stärker streut. Zu Fuß liegen beide auf gutem Niveau.
Über fünf Tage mit mehreren mehrstündigen Runden im Gassimodus arbeitete der Tracker zuverlässig, die aufgezeichneten Strecken passten zum gelaufenen Weg. Danach zeigte der Akku noch 47 % – und das ohne aktive WLAN-Energiesparzone, also im ungünstigsten Szenario. Die 700 mAh (Milliamperestunden) halten damit deutlich länger durch als die Testdauer. Die vom Hersteller genannten zehn Tage mit eingerichteter WLAN-Zone erscheinen nach unseren Werten absolut plausibel.
Preis
Der Loco GPS L2 kostet 49 Euro. Das Abo für die verbaute SIM schlägt mit 6,95 Euro pro Monat zu Buche, kündbar zum Monatsende und ohne Mindestlaufzeit. Wer länger bucht, zahlt weniger: 69,95 Euro im Jahr oder 119,95 Euro für zwei Jahre, das entspricht knapp 5 Euro pro Monat. Der Funktionsumfang bleibt in allen Varianten gleich. Die ersten 30 Tage sind kostenlos. Damit liegt der L2 bei Anschaffung und Folgekosten am unteren Ende des Testfelds – ein faires Gesamtpaket.
Fazit
Der Loco GPS L2 ist ein absolut solider GPS-Tracker für Hunde. Mit 32 g fällt er am Halsband kaum auf, die App bleibt übersichtlich und lässt trotzdem viel Spielraum bei den Sendeintervallen. Besonders gut gefällt die Preisstruktur: 49 Euro Anschaffung, ein monatlich kündbares Abo ab knapp 5 Euro und keine Funktion hinter einer Premiumsperre. Auch die Ortung überzeugte im Test, der Akku hielt ohne Sparzone lange durch.
Schwächen gibt es bei den Details. Die mitgelieferten Kragenriemen wirken billig und wenig flexibel, hier sollte der Hersteller nachbessern. Das magnetische Ladekabel funktioniert gut, ist aber Pflicht – einen Ersatz aus der Schublade gibt es nicht. Unterm Strich bleibt ein empfehlenswerter Einsteigertracker mit ehrlichem Tarifmodell.
Klein, leicht und wasserdicht: Der Weenect XS ist der ideale GPS-Tracker für Hunde und Katzen. Dank verbesserter Ortungsgenauigkeit und praktischer Fernsteuerung per App behält man seinen Liebling jederzeit im Blick. Wir haben den smarten Begleiter getestet.
VORTEILE
- kompaktes, wasserdichtes Gehäuse
- deutlich verbesserte Ortungsgenauigkeit
- Fernsteuerung per App (Vibration, Signalton)
- faire Anschaffungskosten
- europaweite Netzabdeckung
NACHTEILE
- monatliche Gebühren für SIM-Karte
- Echtzeit-Tracking kostet extra Akku
Klein, leicht und wasserdicht: Der Weenect XS ist der ideale GPS-Tracker für Hunde und Katzen. Dank verbesserter Ortungsgenauigkeit und praktischer Fernsteuerung per App behält man seinen Liebling jederzeit im Blick. Wir haben den smarten Begleiter getestet.
Beim Weenect XS hat der Hersteller die Kritikpunkte des Vorgängermodells aufgegriffen und einige Verbesserungen vorgenommen. Allen voran soll die Ortungsgenauigkeit nun deutlich präziser sein. Auch die Einrichtung und App-Bedienung wurden optimiert. Wir haben uns den erneuerten Tracker genauer angeschaut.
Hinweis: Nach Angaben des Herstellers wurde das weiterhin unter derselben Modellbezeichnung angebotene Produkt seit unserem Test weiterentwickelt. Dieser Test bezieht sich auf den Produktstand vom 29. Januar 2025.
Ausstattung & Verarbeitung
Der in schlichtem Weiß gehaltene Weenect XS misst kompakte 60,5 × 24,5 × 15 mm und wiegt dabei nur federleichte 27 Gramm. Damit gehört er zu den kleinsten und leichtesten GPS-Trackern auf dem Markt. Trotz der geringen Größe macht das Kunststoffgehäuse einen stabilen und wertigen Eindruck. Dank IP68-Zertifizierung ist der Tracker bis zu 1,5 Meter wasserdicht und somit bestens gegen Regen, Schlamm und Co. gewappnet.
GPS-Tracker Weenect XS für Katzen heise bestenlisten
Verbindung und App
Herzstück des Weenect XS ist die integrierte SIM-Karte, die eine Verbindung zu den Mobilfunknetzen von Vodafone, Telekom und O2 herstellt. Damit ist eine europaweite Abdeckung sichergestellt. Voraussetzung ist natürlich ein entsprechendes Abo, das separat abgeschlossen werden muss. Die Einrichtung geht dank Barcode-Scan per Smartphone-Kamera schnell und einfach. Lediglich der nachfolgende Registrierungsprozess ist umständlich, da etliche Angaben zum Haustier nötig sind.
Die zugehörige App (iOS und Android) präsentiert sich aufgeräumt und übersichtlich. Auf der Startseite findet man direkt eine Karte mit der aktuellen Position des Trackers. Praktisch: Per Knopfdruck lässt sich ein Vibrationsalarm oder ein akustisches Signal auslösen, um den Tracker leichter zu finden. Auch ein Live-Tracking ist möglich, kostet aber ordentlich Akku. Zusätzlich kann man Sicherheitszonen definieren und wird bei Überschreitung benachrichtigt. Erwähnenswert ist noch die Möglichkeit, den Tracker mit mehreren Familienmitgliedern zu teilen.
Praxistest
In der Praxis weiß der Weenect XS mit einer deutlich verbesserten Ortungsgenauigkeit zu überzeugen. Egal, ob in der Stadt oder auf dem Land, der Tracker zeichnet Spazierwege zuverlässig und mit nur minimalen Abweichungen auf. Für eine punktgenaue Lokalisierung lässt sich bei Bedarf das Echtzeit-Tracking aktivieren. Die Akkulaufzeit liegt bei bis zu zehn Tagen im Stand-by-Modus oder drei Tagen bei permanenter Ortung. In unserem Test kam der Weenect XS auf gut sieben Tage Laufzeit im Alltag.
Preis
Mit einem Kaufpreis von 31 Euro ist der Weenect XS recht erschwinglich. Ohne Bindung kostet das Abo 14 Euro im Monat. Wer länger bucht, zahlt deutlich weniger: 90 Euro für ein Jahr (7,50 Euro monatlich), 120 Euro für zwei Jahre (5 Euro monatlich) oder 250 Euro für fünf Jahre (4,16 Euro monatlich). Damit liegt der Weenect XS auf einem ähnlichen Preisniveau wie vergleichbare GPS-Tracker.
Fazit
Mit dem überarbeiteten Weenect XS bekommt man einen zuverlässigen und vielseitigen GPS-Tracker für Hunde und Katzen. Die kompakten Abmessungen, das geringe Gewicht und die IP68-Zertifizierung machen ihn zum idealen Begleiter für aktive Vierbeiner. Dank verbesserter Ortungsgenauigkeit und praktischer Fernsteuerung per App hat man seinen Liebling jederzeit sicher im Blick. Einziger Wermutstropfen sind die monatlichen Gebühren für die SIM-Karte. Unter dem Strich ist der Weenect XS aber eine klare Empfehlung für alle, die mehr Sicherheit für ihr Haustier wollen.
Der Pawfit Lite wiegt nur 17,6 g und passt damit auch an zierliche Katzen. Wie gut Ortung, App und Akku sind, zeigt unser Test.
VORTEILE
- mit 17,6 g leichtester Tracker im Test
- genaue Ortung im Gassi-Modus
- günstiges Basic-Abo mit allen wichtigen Funktionen
- IP68 und Sicherheitshalsband im Lieferumfang
NACHTEILE
- Akku hält nur knapp drei Tage
- seltene Ortung im normalen Betrieb
- LED-Licht viel zu schwach
- proprietäres Pogo-Pin-Ladekabel mit offenen Kontakten
Der Pawfit Lite wiegt nur 17,6 g und passt damit auch an zierliche Katzen. Wie gut Ortung, App und Akku sind, zeigt unser Test.
Mit 17,6 g ist der Pawfit Lite der leichteste GPS-Tracker in unserem Testfeld. Kein anderes Gerät im Vergleich hängt Katzen und kleinen Hunden so wenig Gewicht um den Hals. Pawfit sieht ihn als kleinere, abgespeckte Version des Pawfit 3 und bewirbt ihn insbesondere für Katzenhalter. Wegen der kleinen Bauform fehlen ihm einige Funktionen des größeren Modells.
Das kleine Gehäuse hat seinen Preis: Der Akku hielt bei uns knapp drei Tage. Die integrierte LED leuchtet zu schwach, um wirklich zu helfen. Bei den Kosten spielt der Pawfit Lite dagegen ganz vorn mit. Schon das günstige Basic-Abo enthält die wichtigsten Ortungsfunktionen. Über drei Jahre kommt er auf die niedrigsten Gesamtkosten unserer Bestenliste. Der einmalige Kaufpreis ohne Abo liegt bei 50 Euro.
Das Testgerät und ein Abo hat uns der Hersteller für den Testzeitraum zur Verfügung gestellt.
Anschlüsse & Verarbeitung
Der Pawfit Lite misst 41,5 × 25 × 13,8 mm und wiegt 17,6 g. Damit eignet er sich vor allem für Katzen, laut Hersteller aber auch für kleine Hunderassen. Pawfit bietet ihn in Schwarz, Anthrazit, Fliedergrau und Weiß an. Ein Mindestgewicht für das Tier nennt der Hersteller nicht. Das Gehäuse ist nach IP68 geschützt und übersteht laut Pawfit 30 min in bis zu 3 m Tiefe.
Zum Lieferumfang gehören neben dem Tracker eine Halsbandhalterung, ein Ladekabel, eine Kurzanleitung und ein Katzenhalsband mit Glöckchen. Dessen Sicherheitsverschluss springt bei starkem Zug auf, damit sich die Katze befreien kann, wenn sie irgendwo hängen bleibt. Die Halterung steckt man auf zwei Haltenasen an den Längsseiten des Trackers. Sie ist schmal und etwas steif, die Montage deshalb fummelig. Eine maximale Halsbandbreite gibt Pawfit nicht an. Sie ergibt sich aber aus der Bauform: Das Halsband läuft hinter dem Gehäuse durch die Halterung. Breiter als die 25 mm hohe Schmalseite des Trackers darf es deshalb nicht sein. In der Praxis sollte es sogar etwas schmaler sein, sonst passt es nicht durch die Halterung.
Der Lieferumfang enthält
- den Tracker
- eine Halsbandhalterung
- ein Ladekabel
- ein Katzenhalsband mit Glöckchen und einem Sicherheitsverschluss, der bei starkem Zug aufspringt
- eine Kurzanleitung
Der Tracker hat an den Längsseiten zwei Haltenasen für die Halterung. Die Halterung ist schmal und etwas steif, die Montage deshalb fummelig. Einziges Bedienelement ist der Power-Button. Ein Druck darauf zeigt per LED den Verbindungsstatus: Blau bedeutet online, Rot offline.
Geladen wird über ein Kabel mit USB-A und Pogo-Pins, also kleinen, federnden Kontakten am Gehäuse. Diese Lösung nutzen viele Tracker, wir sehen sie grundsätzlich sehr kritisch. Das Kabel passt nur zu diesem Gerät und geht es verloren oder kaputt, steht der Tracker nach spätestens drei Tagen still und man muss Ersatz beim Hersteller kaufen – statt wie bei anderen Geräten im Haushalt inzwischen zum Massenprodukt USB-C-Kabel und entsprechendem Universallader zu greifen.
Auf Reisen muss das Spezialkabel immer mit, ein vorhandenes USB-C-Kabel hilft nicht weiter. Bietet Pawfit irgendwann keine Ersatzkabel mehr an, wird der Tracker im schlimmsten Fall zu Elektroschrott. Dazu kommt der USB-A-Stecker: Viele aktuelle Netzteile haben nur noch USB-C-Buchsen, dann braucht man zusätzlich einen Adapter. Auch die offenen Kontakte am Gehäuse sind ein Nachteil. Streift die Katze durchs Gestrüpp, sind sie ohne Schutz Schmutz und Feuchtigkeit ausgesetzt. So können sie sich abnutzen oder oxidieren.
Beim Pawfit Lite gibt es für diese Lösung immerhin einen nachvollziehbaren Grund. Eine wasserdichte USB-C-Buchse braucht Platz, und in einem Gehäuse mit 13,8 mm Dicke und 17,6 g Gewicht ist sie kaum unterzubringen. Bei größeren Trackern gilt diese Ausrede nicht. Eine volle Ladung dauert laut Hersteller eineinhalb Stunden.
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Verbindung & App
Der Pawfit Lite funkt über 4G. Solange Mobilfunkempfang besteht, ist die Reichweite unbegrenzt. Bluetooth braucht er für die Aktivierung und die Nahbereichssuche. Das heimische WLAN lässt sich als Energiesparzone hinterlegen, allerdings nur im 2,4-GHz-Band (Gigahertz). Zu Hause schaltet der Tracker dann Mobilfunk und GPS ab. Welche Satellitensysteme er neben GPS nutzt, gibt Pawfit nicht an. Die App läuft ab iOS 9.0 und Android 5.0.
Die Anmeldung klappt per E-Mail oder Facebook-Konto. Optional fragt die App Telefonnummer und Adresse ab. Diese Daten speichert sie zusammen mit dem Tiernamen als Audiodatei auf dem Tracker. Ein Druck auf den Power-Button spielt sie ab. So können Finder das Tier zurückbringen.
Danach legt man das Tierprofil an: Art, Rasse (Pflichtfeld), Geschlecht, Geburtsdatum, Schrittziel, Gewicht und Foto. Anschließend scannt man den QR-Code mit der achtstelligen Geräte-ID. Die App fragt Rechte für Standort, Kamera, Benachrichtigungen und Geräte in der Nähe ab. Zum Schluss muss man ein Abo kaufen, einen Gutscheincode einlösen oder das Abo eines anderen Pawfit-Trackers übertragen. Kleiner Schönheitsfehler: Die Zahlungsbestätigung zeigte Pfund statt Euro und teils englische Begriffe.
Startseite ist die Karte mit Standort, Signalstärke, Akkustand und dem Zeitpunkt der letzten Ortung. Darunter liegen drei Schaltflächen:
- Finden startet die Live-Ortung. Sie aktualisiert laut Hersteller schon im Basic-Abo alle 5 Sekunden. In der Nähe hilft zusätzlich die Bluetooth-Suche.
- Alarm löst einen Signalton aus.
- Licht schaltet die LED ein. Sie leuchtet aber so schwach, dass sie weder die Umgebung erhellt noch beim Suchen eines verlorenen Trackers hilft. Von einer Taschenlampe kann keine Rede sein, entsprechende Formulierungen halten wir für Marketing.
Gut gedacht ist das optionale Rettungslicht: Findet der Tracker mindestens 1 Stunde lang weder Mobilfunk noch WLAN, blinkt die LED alle 30 Sekunden.
Im Tab „Verlauf“ wählt man Tage über einen Wochenkalender aus. Pawfit wirbt mit einem 24-Stunden-Verlauf. Bei uns ließen sich aber auch zurückliegende Tage abrufen. Sicherheitszonen melden, wenn das Tier einen festgelegten Bereich verlässt.
Der Tab „Gassi-Runde“ zeichnet Spaziergänge mit höherer Ortungsfrequenz auf:
- Basic: Die Position aktualisiert sich automatisch alle 1 bis 2 Minuten, wenn das Tier läuft. Die Aufzeichnung endet nach 2 Stunden.
- Premium: feste Intervalle von 20 oder 40 Sekunden, bis zu 6 Stunden Aufzeichnung, dazu OpenStreetMap und in Großbritannien Karten von Ordnance Survey.
Der Tab „Aktivität“ zeigt Schritte pro Tag, Woche und Monat samt Schrittziel. Dazu kommen aktive Zeit, Ruhezeit, geschätzte Kalorien und Distanz. Das Gewicht trägt man von Hand ein, Badges sollen motivieren. Die App verwaltet mehrere Tiere in einem Konto. Über die Familienfreigabe sehen bis zu sechs Personen Standort und Aktivität, können aber keine Einstellungen ändern. In den Tracker-Einstellungen gibt es außerdem einen Energiesparmodus mit selteneren GPS-Abfragen, eine Fernabschaltung und Firmware-Updates. Insgesamt bietet der Lite weniger Funktionen als der Pawfit 3.
Praxistest
Im Gassi-Modus gefiel uns die Genauigkeit des Pawfit Lite sogar etwas besser als beim Pawfit 3. Die Abweichungen lagen bei etwa 10 m. Das ist für GPS üblich und kaum zu verbessern. An bewölkten Tagen lagen die Werte auch mal über 10 m daneben. Hin und wieder zeichneten Ausreißer einen Zacken in den Tagesverlauf, als hätte man einen Satz zur Seite gemacht.
Im normalen Betrieb ortet der Tracker deutlich seltener. Auf einer einstündigen Fahrt von zu Hause ins Büro erfasste er nur zwei Messpunkte. Das kann am Empfang im Fahrzeug liegen, im Freien kam aber auch nur ein weiterer Punkt hinzu. Das ist dürftig. Immerhin lagen alle erfassten Punkte sehr nah an der tatsächlichen Position.
Der Akku hielt bei uns knapp drei Tage, wie vom Hersteller angegeben. Eine WLAN-Heimzone und den Energiesparmodus haben wir dabei nicht genutzt. Die App weist darauf hin, dass die Akkulaufzeit ohne WLAN nicht optimiert ist. Mit WLAN-Heimzone dürfte der Tracker also etwas länger durchhalten.
Preis
Der Pawfit Lite kostet 50 Euro. Dazu kommt ein Pflicht-Abo:
- Basic: 10,99 Euro monatlich (nur über die App), 71,88 Euro für ein Jahr oder 119,76 Euro für zwei Jahre
- Premium: 83,88 Euro für ein Jahr, 143,76 Euro für zwei Jahre oder 179,64 Euro für drei Jahre
Bei der jeweils längsten Laufzeit entspricht das 4,99 Euro pro Monat. Mehrmonatige Tarife zahlt man im Voraus. Pawfit gewährt eine 30-tägige Geld-zurück-Garantie.
Im ersten Jahr liegen die Gesamtkosten bei 121,88 Euro mit Basic oder 133,88 Euro mit Premium. Über drei Jahre mit Premium sind es 229,64 Euro. Das ist der niedrigste Wert unserer Bestenliste, knapp vor dem Loco GPS L2 mit 239 Euro. Der günstigste Monatspreis setzt allerdings eine Bindung über drei Jahre voraus.
Fazit
Der Pawfit Lite ist ganz auf geringes Gewicht ausgelegt. Mit 17,6 g ist er der leichteste Tracker im Test und eignet sich damit auch für zierliche Katzen und sehr kleine Hunde. Im Gassi-Modus ortet er genau. Die App ist übersichtlich und hat pfiffige Details wie das Rettungslicht und die akustische Kontaktmarke. Schon das Basic-Abo bietet Live-Tracking, Sicherheitszonen, Bluetooth-Suche und Familienfreigabe. Über drei Jahre ist er der günstigste Tracker unserer Bestenliste.
Die geringe Größe bringt aber Kompromisse mit sich. Der Akku hält nur knapp drei Tage, und im normalen Betrieb ortet der Tracker selten. Die LED ist zu schwach, um zu helfen. Ärgerlich ist das proprietäre Pogo-Pin-Ladekabel mit USB-A-Stecker und offenen Kontakten. Die kleine Bauform erklärt es zwar, sie macht es im Alltag aber nicht praktischer. Die fummelige Halterung trübt den Eindruck zusätzlich. Wer regelmäßiges Nachladen akzeptiert und vor allem ein leichtes Gerät sucht, bekommt mit dem Pawfit Lite einen günstigen und genauen Katzen-Tracker.
Der Weenect XT ortet Hunde im Sekundentakt und hilft per Vibration beim Rückruftraining. Warum Premium fast Pflicht ist, zeigt der Test.
VORTEILE
- Superlive mit Position im Sekundentakt
- Rückruftraining mit Ton, Licht und seltener Vibration
- robust und wasserdicht nach IP68
- optional mit Julius-K9-Halsband
- lebenslange Garantie
NACHTEILE
- Superlive ohne Premium auf zwei Minuten begrenzt
- mit Premium teuerstes Zweijahres-Abo im Vergleich
- Ortung nur durchschnittlich, Aktionen reagieren verzögert
- Laden nur über Pogo-Pins statt USB-C
- mit 54,2 g schwerer als viele Konkurrenten
Der Weenect XT ortet Hunde im Sekundentakt und hilft per Vibration beim Rückruftraining. Warum Premium fast Pflicht ist, zeigt der Test.
Der Weenect XT ist der große Bruder des kompakten Weenect XS. Er richtet sich an Hunde, die viel im Gelände unterwegs sind. Im Superlive-Modus meldet er seine Position jede Sekunde. Der Tractive Dog 6 schafft das alle zwei bis drei Sekunden, der Loco GPS L2 alle fünf Sekunden. Die Genauigkeit hält mit dieser Meldefrequenz allerdings nicht ganz Schritt. Beim Rückruftraining vibriert der Tracker auf Knopfdruck. Diese Funktion fehlt etwa dem Tractive Dog 6. Auf Wunsch liefert Weenect den XT fest montiert an einem Julius-K9-Halsband aus, das laut Hersteller einem Zug von 235 kg standhält. Dazu kommt eine lebenslange Garantie.
Der Haken steckt im Abo. Ohne Premium-Zusatz endet das sekündliche Tracking jeweils nach zwei Minuten. Mit Premium ist das Abo das teuerste Zweijahres-Abo in unserem Vergleich. Beim Gerätepreis liegt der XT mit 50 bis 65 Euro im Mittelfeld der Bestenliste.
Getestet haben wir die aktuelle Version (Erscheinungsjahr 2025). Weenect bringt regelmäßig technisch überarbeitete Fassungen auf den Markt, allerdings unter demselben Namen. Wir unterscheiden sie deshalb anhand ihres Erscheinungsjahres. Sobald eine neue Version verfügbar ist und wir davon erfahren, testen wir sie gegebenenfalls nach.
Anschlüsse & Verarbeitung
Der Weenect XT misst 82 × 35 × 22 mm und wiegt 54,2 g. Damit ist er deutlich schwerer als der Tractive Dog 6 (39 g), der Loco GPS L2 (32 g) oder das Schwestermodell XS (27 g). Der XT eignet sich so eher für mittelgroße und große Hunde. Die abgerundete Form soll verhindern, dass er an Ästen hängen bleibt. Das schwarze Gehäuse ist nach IP68 zertifiziert und übersteht laut Hersteller 60 Minuten in 1,5 m Wassertiefe. An Bord sind ein Lautsprecher, ein Vibrationsmotor und eine LED. Laut Weenect leuchtet sie doppelt so hell wie LEDs anderer Tracker.
Zum Laden nutzt der XT Pogo-Pins, also federnde Kontaktstifte an einem eigenen Ladekabel. Viele Tracker setzen darauf, uns stört das aber aus zwei Gründen. Ist das Kabel weg, hilft keines der vielen USB-C-Ladegeräte im Haushalt. Außerdem liegen die Kontakte dauerhaft frei und können sich abnutzen oder oxidieren.
Die Universalbefestigung mit Kragenriemen passt laut Hersteller an alle Halsbänder und Geschirre. Für 15 Euro Aufpreis sitzt der Tracker fest an einem Julius-K9-Halsband für 37,5 bis 56,5 cm Halsumfang. Das Halsband gibt es in Schwarz, Neon-Gelb, Neon-Orange, Rosa, Blau und Rot. Die Befestigung empfinden wir allerdings nicht optimal.
Weenect XT – Bilderstrecke
Weenect XT – Bilderstrecke
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Verbindung & App
Der Weenect XT funkt über eine integrierte Multi-Netz-SIM und nutzt in Deutschland die Netze von Vodafone, Telekom und O2. Laut Hersteller funktioniert das Live-Tracking mit Abo weltweit und ohne Distanzlimit. Zur Ortung kombiniert der XT GPS, Galileo, Glonass und Beidou. Eine besonders große XL-Antenne soll den Mobilfunkempfang verbessern und laut Weenect 99 % des Gebiets abdecken.
Die Einrichtung startet mit dem Scan eines QR-Codes in der App für iOS und Android. Danach fragt die App mehrere Berechtigungen auf dem Smartphone ab, etwa für die Umgebungssuche. Im weiteren Verlauf wählt und bezahlt man das Abo. Ohne Abo funktioniert der XT nicht.
Die App ist grundsätzlich übersichtlich und startet wie erwartet mit der Karte samt aktueller Position. Einige Texte sind allerdings nicht vollständig übersetzt und erscheinen teils noch auf Niederländisch. Der Verlaufs-Tab zeigt die zurückgelegten Wege. Im Aktivitäts-Tab sieht man Schlaf und Aktivität, aufgeschlüsselt nach Minuten je Aktivitätsstärke. Das soll helfen, gesundheitliche Auffälligkeiten früh zu erkennen. Verlässt der Hund eine Alarmzone, schickt die App eine Benachrichtigung. Laut Hersteller lassen sich beliebig viele Zonen anlegen.
Das Herzstück ist der Superlive-Modus mit einem Positionsupdate pro Sekunde. Weenect bezeichnet seine Tracker als die einzigen mit sekündlichem GPS-Update. Im Standardabo endet Superlive allerdings jeweils nach zwei Minuten. Erst das Premium-Paket für 2,99 Euro im Monat verlängert die ununterbrochene Nutzung auf bis zu 30 Minuten. Zusätzlich schaltet Premium erweiterte Kartenansichten und SMS-Alarme frei. Außerhalb des Live-Modus wählt man das Meldeintervall selbst: zehn Sekunden (nur mit Premium), 30 Sekunden, eine Minute, fünf Minuten oder aus. Geofencing, Aktivitätstracking, Positionsverlauf, Klingelton und Vibration sind bereits im Standardabo enthalten.
Zum Rückruftraining löst man per App Ton, Vibration oder Licht aus. Die Vibration ist eine Besonderheit. Der Tractive Dog 6 bietet zwar Signalton und LED, aber keine Vibration. Die Tondauer lässt sich zwischen einer und 30 Sekunden einstellen. Weenect bewirbt das Training als tierfreundliche Alternative zu elektrischen Erziehungshalsbändern. Je nach Abstand und Verbindung dauert es im Test mehrere Sekunden, bis der Tracker reagiert. Das gilt auch für das Abschalten einer Aktion.
Energiesparzonen verlängern die Laufzeit. Ist der Tracker mit einem festgelegten WLAN verbunden, etwa zu Hause, stellt er die Positionsmeldung ein.
Praxistest
Im Live-Modus erfasst der Weenect XT deutlich mehr Messpunkte als im normalen Betrieb. Die Route wird dadurch dichter, aber nicht exakter. Auch hier weicht die aufgezeichnete Strecke immer wieder vom tatsächlichen Weg ab. Meist liegen die Abweichungen im GPS-typischen Rahmen von 10 bis 20 m. Teilweise läuft die Linie auf der Karte aber in eine ganz andere Richtung. Außerhalb des Live-Modus liegen die Punkte weiter auseinander, die Route wirkt entsprechend gröber. Insgesamt ortet der XT besser als der Pawfit 3, bleibt aber hinter anderen Modellen der Bestenliste zurück. Das ist solider Durchschnitt, aber nicht gut.
Energiesparzonen haben wir bewusst nicht eingerichtet, um Laufzeit und Genauigkeit unverfälscht zu prüfen. Mit regelmäßig ausgelösten Aktionen und wiederholtem Live-Tracking verbrauchte der XT in etwa drei Tagen 51 % seines Akkus. Hochgerechnet ergibt das knapp eine Woche, im Vergleich ein guter Wert. Weenect nennt eine Woche bei kontinuierlichem Tracking und drei Wochen im Energiesparmodus.
Preis
Der Weenect XT kostet mit Universalbefestigung 50 Euro, mit Julius-K9-Halsband bis zu 65 Euro je nach Farbe.
Das Pflicht-Abo kostet monatlich 14 Euro, jährlich 90 Euro, für zwei Jahre 120 Euro (5 Euro im Monat) und für fünf Jahre 250 Euro (4 Euro im Monat). Im Bundle mit Jahresabo gibt es 5 % Rabatt. Premium kostet knapp 3 Euro im Monat extra.
Über drei Jahre kommt der XT auf 260 Euro, mit Premium auf 368 Euro. Mit Julius-K9-Halsband sind es jeweils 15 Euro mehr. Ohne Premium ist das konkurrenzfähig: Der Loco GPS L2 kostet 239 Euro, der Tractive Dog 6 Basic 339 Euro. Mit Premium liegt der XT knapp unter dem Tractive Dog 6 Premium mit 375 Euro.
Fazit
Der Weenect XT (2025) ist ein gut ausgestatteter GPS-Tracker für aktive Hunde. Seine Stärken liegen bei der Meldefrequenz und beim Rückruftraining. Superlive meldet die Position im Sekundentakt, die Vibration ergänzt Ton und Licht beim Training. IP68, das optionale Julius-K9-Halsband und die lebenslange Garantie passen zum Einsatz im Gelände. Der Akku hält bei intensiver Nutzung knapp eine Woche.
Die Genauigkeit bleibt trotz hoher Meldefrequenz durchschnittlich, gelegentlich zeigt die Route in eine falsche Richtung. Aktionen reagieren verzögert, die App ist nicht vollständig übersetzt. Die Pogo-Pins sind weniger alltagstauglich als USB-C. Mit 54,2 g ist der XT zudem schwerer als viele Konkurrenten, und bei der Befestigung sehen wir mögliche Schwächen. Am schwersten wiegt das Abomodell: Ohne Premium endet Superlive nach zwei Minuten, mit Premium wird der XT teuer. Unterm Strich ist er konkurrenzfähig, setzt sich aber nicht in allen Disziplinen von günstigeren oder funktionsreicheren Konkurrenten ab.
Kompakt, günstig, gut: Der Paj GPS Pet Finder 4G ist ein GPS-Tracker für Hunde und Katzen zum absoluten Sparpreis. Wir haben getestet, was das Gerät taugt.
VORTEILE
- sehr günstig
- kompaktes & robustes Gehäuse
- wasserdicht nach IP67
- gute GPS-Genauigkeit
- praktische Extras (Taschenlampe, Klingel)
NACHTEILE
- nur mit Abo nutzbar
- App-Bedienoberfläche ausbaufähig
- Akkulaufzeit könnte länger sein
Kompakt, günstig, gut: Der Paj GPS Pet Finder 4G ist ein GPS-Tracker für Hunde und Katzen zum absoluten Sparpreis. Wir haben getestet, was das Gerät taugt.
Der Paj GPS Pet Finder 4G ist ein kompakter GPS-Tracker speziell für Haustiere wie Hunde und Katzen. Mit einem aktuellen Preis von nur 22 Euro ist er ein echtes Schnäppchen. Wir haben getestet, was der günstige Tracker taugt und ob er eine gute Wahl für die Ortung von Vierbeinern ist.
Anschlüsse & Verarbeitung
Der Pet Finder 4G ist der erste Haustier-Tracker von Paj GPS, den wir testen. Sein Aufbau erinnert an die bekannten Modelle von Tractive oder Prothelis. Das Kunststoffgehäuse verfügt über zwei Laschen, durch die man das Halsband fädeln kann. Zusätzlich liegen Klettbänder für die Befestigung bei. Mit kompakten Maßen von 79 × 39 × 19 mm und einem Gewicht von nur 48 g eignet sich der Tracker auch für kleinere Hunde oder Katzen. Die glatte Kunststoffoberfläche macht einen hochwertigen Eindruck und ist nach IP67 wasser- und staubdicht.
Verbindung & App
Wie die meisten GPS-Tracker wird der Pet Finder 4G über eine App gesteuert, die Paj GPS App. Sie bietet neben der Ortungsfunktion noch praktische Extras wie eine Taschenlampe, eine Klingel und eine Vibrationsfunktion. Das erleichtert das Auffinden des Haustieres. Die Bedienoberfläche wirkt allerdings etwas überladen und optisch nicht ganz auf der Höhe der Zeit. Immerhin gibt es noch eine Web-Oberfläche für den Zugriff per PC. Für die Nutzung des Trackers ist ein kostenpflichtiges Abo nötig, das bei monatlicher Zahlung rund 7 Euro kostet. Jährlich werden 84 Euro fällig.
Praxistest
Im Praxistest überzeugt der Paj-Tracker mit einer GPS-Genauigkeit von bis zu 5 Metern. Nur selten traten Abweichungen von etwas über 20 Metern auf, was aber für das schnelle Orten des Vierbeiners noch ausreicht. Dank Unterstützung von 4G-Mobilfunk ist der Pet Finder auch für die Zukunft nach Abschaltung von 2G und 3G gerüstet. Der verbaute Akku mit 700 mAh hält laut Hersteller im Standby bis zu fünf Tage durch, im Alltags-Tracking sind es immerhin noch rund 9 Stunden.
Preis
Mit einem aktuellen Preis von nur 22 Euro ist der Paj GPS Pet Finder 4G ein echtes Schnäppchen. Günstigere Modelle mit ähnlicher Leistung sucht man vergebens. Einziges Manko sind die Abokosten von mindestens 7 Euro pro Monat, die für die Nutzung zwingend anfallen. Insgesamt bekommt man hier aber viel Tracker fürs Geld.
Fazit
Der Paj GPS Pet Finder 4G ist ein gelungener GPS-Tracker für Hunde, Katzen und andere Haustiere. Er kombiniert eine kompakte Bauweise mit einer guten Verarbeitung und einer soliden GPS-Genauigkeit. Praktische Extras wie eine Taschenlampe oder Klingelfunktion erleichtern zudem das Auffinden des geliebten Vierbeiners. Die größten Pluspunkte sind aber der unschlagbar günstige Preis von aktuell 22 Euro sowie die 4G-Unterstützung. Wer einen preiswerten und zuverlässigen Tracker für sein Tier sucht, liegt mit dem Paj GPS Pet Finder 4G goldrichtig. Von uns gibt es eine klare Kaufempfehlung.
Der Pawfit 3 sagt auf Knopfdruck den Namen des Tieres und die Telefonnummer des Halters an. Außerdem spielt er Kommandos in der eigenen Stimme ab.
VORTEILE
- sprechendes Namensschild mit Kontaktdaten des Halters
- Sprachkommandos in eigener Stimme
- gute Akkulaufzeit im Test
- wasserdicht nach IP68
- umfangreiche App mit Gassi-, Aktivitäts- und Gewichtstracking
NACHTEILE
- mäßige Ortungsgenauigkeit mit teils großen Abweichungen
- Abo-Pflicht
- Laden nur über Pogo-Pins und eigene Ladestation
- Licht schwach, Licht und Ton reagieren verzögert
- übersteuerte Sprachausgabe
Der Pawfit 3 sagt auf Knopfdruck den Namen des Tieres und die Telefonnummer des Halters an. Außerdem spielt er Kommandos in der eigenen Stimme ab.
Der Pawfit 3 hat eine Funktion, die wir bei keinem anderen GPS-Tracker gesehen haben: ein sprechendes Namensschild. Ein Druck auf die Taste am Gehäuse genügt. Dann sagt der Tracker den Namen des Tieres und die Telefonnummer des Halters an. Wer einen entlaufenen Hund findet, kann so ohne Hundemarke oder Chiplesegerät Kontakt aufnehmen. Das funktioniert sogar, wenn nur der Tracker ohne Tier auftaucht. Dazu kommen Sprachkommandos, die Halter selbst aufnehmen und aus der Ferne abspielen.
Der Tracker richtet sich vor allem an Hunde, passt aber auch an größere Katzen. Der Anschaffungspreis von 65 Euro liegt im üblichen Rahmen. Ohne Abo funktioniert der Tracker allerdings nicht. Es gibt auch Schwächen: Bei der Ortungsgenauigkeit fällt der Pawfit 3 hinter die Konkurrenz zurück. Laden lässt er sich nur über eine eigene Ladestation. Ob die Extras das aufwiegen, zeigt unser Test.
Anschlüsse & Verarbeitung
Der Pawfit 3 misst 48 × 33 × 14 mm und wiegt 27 g. Damit ist er ein mittelgroßer Tracker. Für Hunde ist er problemlos geeignet, bei Katzen nur für größere Tiere. Ein Mindestgewicht für das Tier und eine maximale Halsbandbreite nennt der Hersteller nicht. Das Gehäuse ist nach IP68 wasserdicht, laut Pawfit bis 3 m Tiefe für 30 Minuten.
Zur Befestigung klickt man den Tracker in einen Kragenriemen, durch den das Halsband läuft. Zwei orangefarbene Lösetasten geben ihn wieder frei. Das geht schnell und der Tracker rastet satt ein. Im Lieferumfang liegen der Tracker, eine Halsbandbefestigung, ein Halsbandriemen, eine Ladestation mit USB-Kabel und eine Schnellstartanleitung.
Nach demselben Prinzip sitzt der Tracker in der Ladestation. Hier zweifeln wir an der Haltbarkeit: Der Mechanismus könnte sich über die Jahre abnutzen. Eine Kunststoffnase sorgt dafür, dass der Tracker richtig herum einrastet. Die Kontakte liegen nämlich nur auf einer Seite. Strom bekommt der Tracker über Pogo-Pins, also federnde Kontaktstifte. Viele Tracker nutzen diese Lösung, sie hat aber zwei Nachteile. Geht die Ladestation verloren, hilft kein USB-C-Ladegerät aus der Schublade weiter. Außerdem liegen die Kontakte dauerhaft offen. Sie können oxidieren oder verschleißen.
Verbindung & App
Der Pawfit 3 sendet seine GPS-Position über das 4G-Mobilfunknetz (LTE). Für die Nahbereichssuche nutzt er Bluetooth, für Energiesparzonen WLAN im 2,4-GHz-Band. Die Pawfit-App läuft laut Hersteller ab iOS 9.0 und Android 5.0.
Zur Einrichtung legt man ein Konto per E-Mail oder Facebook an. Danach scannt man den QR-Code des Trackers. Die App zeigt anschließend Akkustand und LTE-Signal an. Im nächsten Schritt hinterlegt man Kontaktdaten: Telefonnummer, Adresse und Postleitzahl. Die App wandelt diese Daten zusammen mit dem Tiernamen in eine Audiodatei um und überträgt sie per Bluetooth auf den Tracker. Die Eingabe ist laut App optional, aber empfohlen.
Danach wählt man das heimische WLAN aus und legt eine Sicherheitszone an. Die Zone kann rund oder rechteckig sein, etwa mit 200 m Radius, und bekommt ein eigenes Symbol. Verlässt das Tier die Zone, schickt die App rund um die Uhr eine Benachrichtigung. Zum Schluss erteilt man Berechtigungen auf dem Smartphone, etwa für die Umgebungssuche. Außerdem wählt und bezahlt man schon bei der Einrichtung das Abo.
Die App ist übersichtlich, die Startseite zeigt wie erwartet die Karte. Darunter liegen die Schaltflächen Finden, Licht, Alarm und Stimmen. Der Finden-Modus aktualisiert den Standort laut Hersteller alle fünf Sekunden.
Das Licht ist schwach, zusätzlich kann man einen Signalton auslösen. Das Ein- und Ausschalten dauert mitunter mehrere Sekunden, weil der Tracker das Signal nicht immer sofort erhält.
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Witzig ist die Sprachfunktion: Man nimmt in der App eine Audiodatei auf, lädt sie hoch und spielt sie per Shortcut ab. So erhält das Tier ein Kommando aus der Ferne in der eigenen Stimme. Das erinnert an den Mova Suretrack Pro. Dort kann man das Tier allerdings direkt anrufen und live sprechen.
Die Bluetooth-Umgebungssuche zeigt über eine Art Ampel, wie nah man dem Tracker ist. Sie basiert auf der Signalstärke und arbeitet nur grob. Das kennen wir auch von anderen Modellen.
Das Namensschild löst man über den Power-Button aus. Die weiße Taste sitzt direkt unter einer der beiden orangefarbenen Lösetasten. Die Ansage funktioniert, die Stimme klingt aber etwas übersteuert.
Der Tab Aktivität zeigt Schritte, aktive Zeit, Ruhezeit, geschätzte Kalorien und Distanz. Fitnessziele passt die App an Rasse und Alter an, für erreichte Ziele gibt es Punkte und Abzeichen. Dazu kommen eine Gewichtsverfolgung mit Erinnerungsfunktion und ein Standortverlauf über 24 Stunden.
Im Tab Gassi-Runde zeichnet die App Dauer, Geschwindigkeit, Distanz und Schritte auf, auch für mehrere Tiere gleichzeitig. Unterwegs lassen sich Markierungen setzen und Fotos einfügen. Mit kürzeren Abständen zwischen den Messungen soll die Gassi-Runde genauer werden. Sie endet je nach Einstellung automatisch nach zwei, vier oder sechs Stunden.
Was das Abo-Modell ändert
- Basic: Gassi-Runden bis zwei Stunden, variable Aktualisierung.
- Premium: bis sechs Stunden, Aktualisierung alle 20 Sekunden. Zusätzlich zu Google Maps gibt es Openstreetmap und für Kunden im Vereinigten Königreich Ordnance-Survey-Karten.
Beide Abos enthalten Standortverfolgung, Aktivitätsüberwachung, Licht- und Tonortung, intelligente Alarme und Familienfreigabe.
Weitere Funktionen
Die Familienfreigabe lädt Angehörige oder Freunde ein. Insgesamt verwaltet die App bis zu 20 Tiere, das Tracking klappt laut Hersteller auch über die Smartwatch. In einer WLAN-Energiesparzone schaltet der Tracker den Mobilfunk ab, sobald er mit dem hinterlegten WLAN verbunden ist. Firmware-Updates installiert er automatisch, sobald er an der Ladestation hängt. Für ein manuelles Update braucht er mindestens 40 % Akku.
Praxistest
Die Ortungsgenauigkeit ist die größte Schwäche des Pawfit 3. Auf Gassi-Runden klappt die engere Erfassung zwar grundsätzlich. Bei normalem Gehtempo sind die Messpunkte aber grob und weichen um mehr als 20 m ab, obwohl die App guten Empfang meldet. Außerhalb der Gassi-Runde erfasst der Tracker selbst zu Fuß nur selten Punkte. Mitunter liegen sie mehrere hundert Meter daneben. Das können andere Tracker besser.
Beim Akku überzeugt der Pawfit 3 dagegen. In über zwei Tagen intensiver Nutzung mit Gassi-Runden und häufigem Öffnen der App verbrauchte er nur 30 %. Der Hersteller nennt bis zu sechs Tage an Laufzeit. Das halten wir für realistisch.
Preis
Der Pawfit 3 kostet bei Amazon 65 Euro. Dazu kommt ein Pflicht-Abo:
- Basic: 10,99 Euro im Monat (nur in der App), 71,88 Euro für zwölf Monate (5,99 Euro pro Monat) oder 119,76 Euro für 24 Monate (4,99 Euro pro Monat).
- Premium: 83,88 Euro für zwölf Monate (6,99 Euro pro Monat), 143,76 Euro für 24 Monate (5,99 Euro pro Monat) oder 179,64 Euro für 36 Monate (4,99 Euro pro Monat).
Mit dem Basic-Jahresabo kostet das erste Jahr rund 137 Euro. Mit dem 24-Monats-Abo sind es über zwei Jahre rund 185 Euro. Das liegt im Rahmen der Konkurrenz.
Im Vergleich mit anderen getesteten Modellen ist der Pawfit 3 eher günstig. Der Kaufpreis von liegt zwar nur im Mittelfeld zwischen Weenect XS (45 Euro) und Mova Suretrack Pro (89 Euro). Mit dem 36-Monats-Abo kostet er über drei Jahre aber rund 245 Euro, damit ist nur der Loco GPS L2 mit 239 Euro günstiger, Testsieger Tractive Dog 6 kostet mindestens 339 Euro. Nur das monatlich kündbare Abo ist mit 10,99 Euro teurer als bei Loco (6,95 Euro), Prothelis (8,49 Euro) und Mova (9,90 Euro).
Fazit
Der Pawfit 3 ist ein Tracker mit originellen Ideen. Das sprechende Namensschild mit den Kontaktdaten des Halters ist eine echte und sinnvolle Besonderheit. Sprachkommandos in der eigenen Stimme sind ein nettes Extra. Die App ist übersichtlich und bietet viel: Gassi-Runden für mehrere Tiere, Aktivitäts- und Gewichtstracking, Familienfreigabe und WLAN-Energiesparzonen. Auch die Akkulaufzeit und die Wasserdichtigkeit nach IP68 überzeugen.
Bei der Kernaufgabe schwächelt der Tracker jedoch. Die Ortung ist mäßig, Abweichungen von mehreren hundert Metern kommen vor. Licht und Ton reagieren verzögert, die Sprachausgabe klingt übersteuert. Das Laden über Pogo-Pins und die eigene Ladestation ist unpraktisch und auf Dauer anfällig. Wer die Zusatzfunktionen schätzt, bekommt zu einem fairen Preis einen ordentlichen Begleiter. Wer vor allem genau orten will, greift besser zur Konkurrenz.
Beim Glocalme Petphone ruft der Hund per Sprung beim Halter an. Was der GPS-Tracker sonst kann und wo die App patzt, zeigt unser Test.
VORTEILE
- Hund oder Katze ruft per Bewegung beim Halter an
- sehr genaue Ortung im Live-Modus (unter 10 m)
- Musik, Sprachbefehle und Rückruftraining
- leicht mit 37 g
- gute Haptik
NACHTEILE
- teures Pflichtabo: 199,99 Euro pro Jahr in der App
- unfertige App: Community-Fehler, KI nicht nutzbar
- Live-Modus nur bei geöffneter App
- offene Pogo-Pins & schwache Akkulaufzeit unter Last
- Klingel zu leise
Beim Glocalme Petphone ruft der Hund per Sprung beim Halter an. Was der GPS-Tracker sonst kann und wo die App patzt, zeigt unser Test.
Das Glocalme Petphone erinnert stark an den Mova Suretrack Pro, den wir schon getestet haben. Knopf, Töne, Ladekabel, Kragenriemen und sogar die Verpackung ähneln sich deutlich. Auch die Herstellerangaben zu Maßen, Akku, Schutzart und Mobilfunk sind gleich. Ob beide Geräte vom selben Band eines Auftragsfertigers kommen, können wir nicht abschließend sagen.
Bei der Software geht Glocalme aber deutlich weiter. Wie beim Mova ruft der Halter das Tier über die App an. Beim Petphone klappt das auch andersherum: Ein trainierter Hund springt dreimal hoch, und der Tracker ruft beim Halter an. Dazu kommen Musik vom Halsband und gespeicherte Sprachbefehle. Die App wirkt dagegen unfertig. Im Test zeigen wir, wie gut die Ortung arbeitet und wie lange der Akku durchhält.
Anschlüsse & Verarbeitung
Laut Handbuch misst das Glocalme Petphone 55 × 33 × 18,5 mm und wiegt 37 g. Es ist kurz, trägt aber recht dick auf. Der Hersteller empfiehlt den Tracker für Hunde und Katzen ab 3,5 kg. Es gibt ihn in Grün und Rosa. Zwei Kragenriemen halten ihn am Halsband, eine maximale Halsbandbreite nennt Glocalme nicht. Die Haptik ist gut, das Gehäuse ordentlich verarbeitet. Wir haben die Variante in grün. Auch der Kragriemen kommt in diesem Farbschema und ist flexibel genug für ein angenehmes Anbringen.
Einziger Bedienknopf ist eine große Pfote, die zugleich als Suchlicht leuchtet. Daneben sitzen Status-LED, Lautsprecher und Mikrofon. Drei Sekunden Drücken schaltet den Tracker ein oder aus, nach sieben Sekunden startet er neu.
Das Gehäuse ist nach IP67 geschützt, also staubdicht und laut Norm 30 Minuten in 1 m Tiefe wasserdicht. Für Regen und Matsch reicht das, zum Schwimmen nicht.
Der Akku mit 600 mAh lädt über ein magnetisches Kabel mit Pogo-Pins, also federnden Kontaktstiften. Beim Laden blinkt die LED. Diese Lösung kritisieren wir bei fast jedem Tracker. Die Kontakte liegen offen; streift das Tier durchs Gebüsch oder durch Nässe, sind sie Schmutz und Feuchtigkeit schutzlos ausgesetzt, nutzen sich ab oder oxidieren. Zudem funktioniert nur das Kabel des Herstellers. Geht es verloren, hilft kein USB-C-Kabel aus der Schublade. Wer es im Urlaub vergisst, kann den Tracker erst wieder laden, wenn Ersatz vom Hersteller da ist.
Glocalme Petphone – Bilderstrecke
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Verbindung & App
Eine eigene App hat das Petphone nicht. Es läuft über die allgemeine Glocalme-App, in der der Hersteller auch mobile Hotspots und Datentarife verwaltet. Der Tracker erscheint dort in der „Szene“ Tierpflege. Zum Einrichten scannt man den QR-Code auf der Rückseite. Die Kopplung klappte sofort, danach meldete die App das Gerät aber zunächst als offline und ohne Standort. Eine SIM-Karte braucht es nicht, denn das Petphone nutzt die Cloud-SIM des Mutterkonzerns Ucloudlink. Laut Hersteller sind das über 390 Netzbetreiber in mehr als 200 Ländern. Zur Ortung kombiniert der Tracker laut Glocalme GPS, A-GPS, WLAN, Funkzellen, Bluetooth und eine aktive Radarsuche. Welche Quelle gerade greift, zeigt die App neben Akku und Signal an.
Die Oberfläche hat vier Reiter: Spaß, Gesundheit, Community und Profil. Die Übersetzung wirkt oft holprig. Der virtuelle Zaun heißt „Grenze des Paradieses“, ein Trainingsratgeber „Handbuch für Klangvertrauen“. Im Normalbetrieb meldet der Tracker seine Position im eingestellten Abstand. Der Live-Modus sendet sie laufend und braucht viel Akku. Ärgerlich: Er endet automatisch, sobald die App in den Hintergrund wechselt oder der Bildschirm ausgeht. Eine Gassirunde mit dem Handy in der Tasche zeichnet er so nicht auf. Der Positionsverlauf zeigt die Punkte eines Tages mit Uhrzeit, dazu gibt es eine Heatmap. Für Flugreisen gibt es einen Flugmodus mit Countdown.
Über „Anrufen“ hört man die Umgebung und spricht zum Tier. Der Lautsprecher klingt aber dumpf. Neu ist der umgekehrte Weg. Unter „Ausdruck“ trainiert man mit einem Video die Funktion „Pfote ruf mich an“: Springt ein Hund innerhalb von sechs Sekunden dreimal höher als 30 cm, ruft der Tracker beim Halter an. Bei Katzen reicht laut Handbuch ein Sprung auf Sofa oder Tisch. Das ist lustig und ungewöhnlich. Bei verspielten Tieren drohen aber Fehlanrufe, abschalten kann man die Funktion. Ein zweites Training meldet Bedürfnisse. Anrufe von Tier zu Tier sind als „Bleiben Sie dran“ markiert, also noch nicht verfügbar. Für den 31. Oktober 2026 kündigte die App während des Tests ein Update an. Währenddessen können Anrufe vom Tier und einige Benachrichtigungen ausfallen.
Die Klingel ist deutlich zu leise. Die leuchtende Pfote ist hell, taugt aber nicht als Taschenlampe. Die Haustiersuche spielt einen Ton ab, aus dem das Handy die Entfernung schätzt. Ob das draußen klappt, ist fraglich. Musik gibt es als fertige Listen, etwa Chopin. Eigene Songs und Sprachaufnahmen wie ein Rückrufbefehl kann man hochladen. Die Familienfreigabe läuft per QR-Code.
Die Gesundheitsseite zeigt geschätzte Kalorien, Strecke und Aktivitätszeit pro Tag und Woche, mit Zielen und Teilen-Funktion. Eine Schlafanalyse ist laut den FAQ von Glocalme erst geplant. Die KI-Funktionen waren nicht nutzbar. Der Reiter Community zeigte entweder „Kein Netz“ oder eine Fehlerseite der Forensoftware Discuz mit technischen Details vom Server.
Praxistest
Im Live-Modus ortet das Glocalme Petphone richtig stark. Die Abweichungen lagen unter 10 m, damit sind wir zufrieden. Ohne Live-Modus zeichnet der Tracker nur selten Punkte auf. Teils liegen Stunden dazwischen, und der Verlauf verbindet sie mit geraden Linien quer über die Karte. Diese Punkte lagen 10 bis 20 m daneben. Das ähnelt dem Ergebnis des Pawfit Lite.
Den Akku gibt Glocalme mit bis zu fünf Tagen an. Wir haben auf eine Energiesparzone verzichtet, weil wir Ortung und Laufzeit unter Last prüfen wollten. Außerdem spielten wir oft Töne ab, probierten viele Funktionen aus und starteten mehrere Live-Sitzungen. Nach zwei Tagen waren so über 77 % verbraucht, an Tag drei blieben noch 22 %. Das ist schwach, auch wenn sparsames Orten die Laufzeit spürbar verlängern dürfte.
Preis
Das Glocalme Petphone kostet einmalig 90 Euro, genauso viel wie der Mova Suretrack Pro. Darin steckt ein kostenloses Abo für 30 Tage, ohne Abo funktioniert der Tracker nicht. Im Paket mit einem Jahresabo kostet er 150 Euro.
Danach wird es teuer. In der App kostet die Verlängerung 19,99 Euro pro Monat oder 199,99 Euro pro Jahr, also 16,66 Euro monatlich. Die günstigeren Dollar-Preise der Produktseite tauchen dort nicht auf. Die Stufen Basic, Pro und Max unterscheiden sich laut Glocalme nur bei den KI-Kontingenten. Über drei Jahre kosten das Paket und zwei Verlängerungen rund 550 Euro, beim Mova sind es 309 Euro.
Fazit
Das Glocalme Petphone ist ein spannender Tracker mit ungewöhnlichen Funktionen. Technisch ähnelt es stark dem Mova Suretrack Pro, die Software geht aber deutlich weiter. Am besten gefällt uns, dass der Hund per Sprung selbst anrufen kann. Musik und gespeicherte Sprachbefehle machen das Paket noch ausgefallener.
Im Live-Modus ortet das Petphone mit weniger als 10 m Abweichung sehr genau. Der Modus endet aber, sobald die App in den Hintergrund geht. Ohne ihn liegen die wenigen Punkte 10 bis 20 m daneben. Lautsprecher und Klingel sind zu leise, der Akku hielt unter Last nur gut zwei Tage. Die offenen Pogo-Pins sind Schmutz und Nässe ausgesetzt und binden an das Kabel des Herstellers. Die App wirkt unfertig, KI und Community funktionieren nicht.
Teuer ist das Petphone auch: Ab dem zweiten Jahr kostet das Abo 199,99 Euro jährlich, mehr als doppelt so viel wie beim Mova. Wer die Kommunikationsfunktionen nutzen will, bekommt etwas Besonderes. Wer nur zuverlässig orten möchte, ist bei der Konkurrenz besser und günstiger aufgehoben.
Der Prothelis Area ist ein kompakter GPS-Tracker, der mit weltweiter Ortung und umfangreichen Funktionen überzeugen will. Wir haben den kleinen Bruder des Prothelis Meintal genau unter die Lupe genommen.
VORTEILE
- sehr kompakt und leicht
- genaue und zuverlässige Ortung
- weltweite Nutzung ohne Zusatzkosten
- gute App
- ordentliche Akkulaufzeit
NACHTEILE
- Gehäuse anfällig für Kratzer
- Micro-USB statt USB-C
- etwas hoher Preis
- nur 2G-Empfang
Der Prothelis Area ist ein kompakter GPS-Tracker, der mit weltweiter Ortung und umfangreichen Funktionen überzeugen will. Wir haben den kleinen Bruder des Prothelis Meintal genau unter die Lupe genommen.
Einer der kompaktesten Vertreter unter den GPS-Trackern ist der Prothelis Area. Mit Maßen von nur 64,3 × 29 × 25,7 mm und einem Gewicht von 38 g passt er problemlos in jede Tasche. Trotz des geringen Formats verspricht der Hersteller aber einen großen Funktionsumfang inklusive weltweiter Ortung. Grund genug für uns, den kleinen Tracker im Praxistest genau unter die Lupe zu nehmen. Kann er die hohen Erwartungen erfüllen?
Anschlüsse & Verarbeitung
Optisch präsentiert sich der Prothelis Area als unscheinbarer weißer Kunststoff-Quader. Die Verarbeitung geht in Ordnung. Das glänzende Gehäuse neigt aber zu Kratzern. Auf der Vorderseite befindet sich eine zweifarbige Status-LED, die über den aktuellen Betriebszustand informiert. Auf der Rückseite versteckt sich unter einer Gummiabdeckung der Micro-USB-Port zum Laden. Etwas schade: Statt auf den moderneren USB-C-Standard setzt Prothelis hier noch auf den in die Jahre gekommenen Micro-USB-Anschluss. Ansonsten gibt es keine weiteren Bedienelemente oder Anschlüsse.
Verbindung & App
Die Einrichtung des Prothelis Area erfolgt wie beim Meintal über die Prothelis-App, die für Android und iOS verfügbar ist. Die Kopplung per Bluetooth klappt schnell und problemlos. Anschließend hat man Zugriff auf alle Funktionen wie Live-Tracking, Geofencing oder den Aktivitätstracker. Die Bedienoberfläche ist übersichtlich gestaltet und weitgehend selbsterklärend. Positiv: Die App ist identisch mit der des Meintal, man muss sich also nicht umgewöhnen.
Die Ortung funktioniert dank GPS, Glonass und GSM-Mobilfunk sehr zuverlässig und genau. Im Test betrug die Abweichung maximal 5 Meter, meist lag sie aber deutlich darunter. Auch die Aktualisierung der Position erfolgte zügig. Ein Manko: Es gibt nur 2G-Mobilfunk, was die Datenübertragung etwas ausbremst. In Gebäuden kann es zu Aussetzern kommen. Erfreulich ist hingegen die weltweite Nutzbarkeit ohne Zusatzkosten. Hier punktet der Area ganz klar gegenüber der Konkurrenz.
Praxistest
Im Praxiseinsatz macht der Prothelis Area eine gute Figur. Dank kompakter Maße lässt er sich überall unkompliziert mitnehmen und stört auch nicht. Die Ortung funktionierte im Test zuverlässig, solange man sich im Freien aufhielt. In Gebäuden gab es wie erwähnt ein paar Aussetzer. Die Genauigkeit war durchweg hoch, mit Abweichungen von weniger als 5 Metern. Auch der Akku hielt im Test gut durch. Bei täglicher Nutzung waren fünf bis sechs Tage drin, im Standby sogar über 3 Wochen. Der Tracker ist in rund zwei Stunden aufgeladen.
Preis
Mit einem Preis von 69 Euro ist der Prothelis Area kein Schnäppchen, aber doch deutlich günstiger als der große Bruder Meintal, der 119 Euro kostet. Günstigere Tracker bieten meist einen geringeren Funktionsumfang. Dazu kommen noch die Servicegebühren für die SIM-Karte. Hier hat man die Wahl zwischen verschiedenen Abo- und Prepaid-Modellen ab 4,29 Euro pro Monat. Insgesamt ein fairer, wenn auch kein Kampfpreis.
Fazit
Der Prothelis Area ist ein guter GPS-Tracker für alle, die ein besonders kompaktes Gerät suchen. Trotz der geringen Maße muss man beim Funktionsumfang kaum Abstriche machen. Ortung, App und Akkulaufzeit überzeugen auf ganzer Linie. Auch die weltweite Nutzbarkeit ohne Zusatzkosten gefällt. Kleinere Schwächen sind der kratzempfindliche Kunststoff und der veraltete Micro-USB-Anschluss.
Das größte Problem ist jedoch die ausschließliche Unterstützung von 2G: Da die deutschen Mobilfunknetze diesen Standard voraussichtlich 2028 abschalten, ist der Tracker trotz seiner guten Testergebnisse für einen Neukauf kaum noch zu empfehlen.
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