Auch Googles KI Gemini führte Cyberattacken durch
Nach OpenAI, Anthropic und Meta:Auch Googles KI Gemini führte Cyberattacken durch
Nach OpenAI, Anthropic und Meta meldet nun auch Google, dass die hauseigene KI Gemini andere Unternehmen gehackt hat.
"Was man definitiv sagen kann, ist, dass wir einem KI-GAU immer näherkommen", warnt der IT-Experte Prof. Dennis-Kenji Kipker.
14.09.2026 | 5:33 minAuch die KI-Software Gemini von Internet-Gigant Google hat Cyberattacken begangen. Laut Google hackte sich die KI bei Tests ihrer Cybersicherheits-Fähigkeiten in Computersysteme anderer Unternehmen.
Google ist der vierte Entwickler Künstlicher Intelligenz (KI), dessen Programme mit einem solchen Verhalten auffielen - nach OpenAI, Anthropic und dem Facebook-Konzern Meta. Google berichtete über die mehrere Monate zurückliegenden Vorfälle erst öffentlich, nachdem die Zeitung "Wall Street Journal" nachgefragt hatte.
KI erriet Passwörter
Demnach gab es drei Fälle, in denen Gemini in Computer anderer Unternehmen eindrang, deren Namen nicht genannt werden. In einem davon erriet die KI Passwörter, um in ein geschütztes System reinzukommen. In den beiden anderen fand sie Zugangsdaten in einer Datenbank, wie das "Wall Street Journal" unter Berufung auf Google schrieb.
Cyberangriffe, Datenabflüsse - Die Warnungen, dass sich KI verselbstständig, häufen sich. Wie sich dies verhindern lässt, ist unter anderem Thema auf dem "Big Bang KI Festival".
16.09.2026 | 2:54 minGoogle fand Vorfälle nicht öffentlich erwähnenswert
Die Vorfälle liegen schon länger zurück. Sie passierten demnach im Mai - und die Firma Irregular als Testpartner informierte Google im Juli darüber. Aus Sicht des Internetkonzerns sei es nicht notwendig gewesen, die Zwischenfälle öffentlich zu machen, da dabei kein Schaden entstanden sei. Zudem habe die KI die Attacken sofort beendet, als ihr klar geworden sei, dass sie in Systeme eines echten Unternehmens eingedrungen sei - und nicht eines, das eine Testsimulation war.
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Die für Sicherheitsarchitekturen zuständige Google-Topmanagerin Heather Adkins betonte zugleich, dass der Konzern dafür gesorgt habe, dass die betroffenen Unternehmen informiert wurden. Das Testverfahren bei dem Trainingspartner sei danach geändert worden. Google sei bekannt dafür, andere auf in deren Systemen entdeckte Sicherheitsprobleme hinzuweisen, und wenn dies nur ein schwaches Passwort sei.
Angela Müller ist Geschäftsleiterin von Algorithm Watch in Zürich. Kulturzeit hat mit ihr über die jüngsten Warnungen der Tech-Industrie vor den Gefahren von KI gesprochen.
16.09.2026 | 9:59 minKalkül hinter KI-Warnungen?
In dem bisher aufsehenerregendsten Fall war Künstliche Intelligenz des ChatGPT-Entwicklers OpenAI bei einem Test aus einer abgesicherten Umgebung ausgebrochen und drang ungeplant in Computer einer anderen KI-Firma, der Plattform HuggingFace, ein. Das hatte den Rivalen Anthropic veranlasst, seine eigenen Testläufe zu überprüfen, wobei weitere Vorfälle ans Licht kamen. Auch Meta räumte danach ein, dass KI des Konzerns sich wegen einer Fehlkonfiguration des Systems bei einem Testpartner in Computer eines anderen Unternehmens gehackt habe.
Zuletzt hatten einflussreiche Köpfe der KI-Branche vor großen Gefahren duch KI gewarnt. Kritiker vermuten hinter diesen Drohszenarien wiederum Kalkül. "Solche Warnungen müssen immer auch als PR- oder Marketingstrategie gelesen werden", sagt Angela Müller, Leiterin der Schweizer NGO AlgorithmWatch.
Quelle: dpa, ZDF
Über das Thema Künstliche Intelligenz berichtete das ZDF unter anderem im gemeinsamen Morgenmagazin von ARD und ZDF am 14.09.2026 ab 05:30 Uhr.
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