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Thursday, September 24, 2026

Cybergang ShinyHunters behauptet Einbruch in FBI-Jobportal

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Die kriminelle Online-Bande ShinyHunters hat am Dienstag behauptet, in das Jobportal des US-amerikanischen Federal Bureau of Investigation (FBI) eingedrungen zu sein. Dort wollen sie eine große Menge an Daten von ehemaligen und aktuellen FBI-Angestellten ergattert haben.

Wie Reuters berichtet, habe das FBI bereits Kenntnis von der Behauptung des Einbruchs in das Portal fbijobs.gov und untersuche den angeblichen Vorfall aktuell. Die Cybergang ShinyHunters hatte auf ihrer Darknet-Seite einen langen Beitrag eingestellt, in dem sie unter anderem erklärte, dass der Angriff eine Reaktion auf die Veröffentlichung eines Berichts über ShinyHunters aus dem Mai dieses Jahres sei, in dem die Behörde Opfern etwa von der Zahlung von Lösegeldern abrät. Die Gruppe weist die Einstufung als sogenannte „Sextortionisten“ von sich, die Opfer mit angeblich ergatterten kompromittierenden Aufnahmen erpressen. Das FBI solle den Bericht binnen einer Woche zurückziehen oder anpassen, lautet die Forderung.

Das Jobportal des FBI ist zum Meldungszeitpunkt weiterhin offline. ShinyHunters gab Reuters gegenüber an, Daten von fast allen FBI-Agenten gestohlen zu haben und von jenen Menschen, die eine Bewerbung über das Portal abgegeben haben. Ein Beispieldatensatz mit Daten von rund 5000 angeblichen FBI-Agenten und ein Screenshot des Jobportals mit einem Defacement sollen die Behauptung belegen. Die Echtheit des Screenshots konnte Reuters nicht bestätigen. Einen Teil der Datensätze glich die Nachrichtenagentur jedoch mit Auskunftei-Daten und älteren Leaks ab: In mindestens zehn Fällen, darunter bei FBI-Direktor Kash Patel, stimmten die Angaben überein. Die Beispieldaten umfassten die Namen, Heimanschriften, Sozialversicherungsnummern, die Einsatzbereiche der Agenten sowie in einigen Fällen die Namen von Familienmitgliedern. Reuters konnte jedoch nicht klären, woher die Daten stammen. Laut einem späteren FBI-Statement ist auch noch offen, ob die Angreifer bei einem Drittanbieter oder in FBI-Systeme eingedrungen sind. Die Behörde arbeite dazu eng mit den Dienstleistern hinter dem Portal zusammen.

Auf der Darknet-Leak-Site der Cybergang ShinyHunters findet sich zum Meldungszeitpunkt kein Hinweis mehr auf den angeblichen Angriff auf das FBI-Jobportal.

Screenshot der Darknet-Leak-Site der Cybergang ShinyHunters mit gestohlenen Unternehmensdaten.

Der ShinyHunters-Darknet-Auftritt zeigt keinen Hinweis mehr zu dem angeblichen Einbruch ins FBI-Jobportal.

(Bild: heise medien)

Unklar ist, wieso der Eintrag verschwunden ist.

ShinyHunters scheinen derzeit wieder aktiver zu sein. Anfang der Woche fiel die Cybergang auf, da sie sich mit der kriminellen Online-Vereinigung Cl0p eine offene Fehde lieferte. Zwischenzeitlich hatten ShinyHunters dabei die Darknet-Seite von Cl0p übernommen.

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