Ärger nach Schiri-Pech: Deutsches Hockey-Team bangt bei WM

Bitterer Nachmittag für die deutschen Hockey-Frauen: Trotz einer Aufholjagd verliert das Team ihren ersten echten WM-Härtetest gegen Argentinien. Deutschland zeigt nach einer umstrittenen Entscheidung Moral, steht am Ende aber mit leeren Händen da.
Die deutschen Hockey-Frauen stehen bei der Weltmeisterschaft in Belgien und den Niederlanden nach einer Niederlage im zweiten Spiel unter Druck. Gegen Argentinien, Vizeweltmeisterinnen von 2022, verlor das Team von Bundestrainerin Janneke Schopman im belgischen Wavre mit 2:3 und bangt damit um eine gute Ausgangsposition in der anschließenden Zwischenrunde.
Durch einen argentinischen Blitzstart gerieten die "Danas" nach einer Strafecke und den Treffer von Eugenia Trinchinetti (3.) früh in Rückstand. Im Verlauf der Partie kam das Team des Deutschen Hockey-Bundes (DHB) mit den Co-Kapitäninnen Linnea Weidemann und Lisa Nolte besser ins Spiel, Argentinien legte jedoch durch einen strittigen Siebenmeter von Sofia Toccalino (48.) nach.
Die Schiedsrichterin hatte sich zuvor trotz Überprüfung per Videobeweis für ein Foul von Weidemann an Zoe Diaz entschieden, obwohl die argentinische Spielerin eher in die Deutsche hineingelaufen war.
"Kein Glück mit den Schiedsrichterinnen"
"Wir hatten nicht das Glück mit den Schiedsrichtern heute. Es waren viele 50:50-Bälle und keiner davon ist zu unseren Gunsten ausgegangen", sagte Schopman bei MagentaTV und kritisierte speziell die Entscheidung zum Strafstoß: "Da ist vielleicht eine Berührung, aber es ist nicht mit Absicht. Wir verteidigen den Ball, nicht die Spielerin."
Kurz nach dem Siebenmeter starteten die "Danas" eine Aufholjagd. Nolte gelang der Anschlusstreffer (51.), Sonja Zimmermann erzielte den Ausgleich (53.). Augustina Gorzelany traf jedoch nach einer weiteren Strafecke (56.) und sicherte Argentinien den Sieg.
Deutschland hatte zuvor bereits nur zwei der letzten sieben Duelle gegen die Argentinierinnen für sich entschieden. Besonders schmerzhaft: Die Niederlage im Penaltyschießen im olympischen Viertelfinale 2024. Am Mittwoch (14 Uhr/MagentaTV) geht es zum Abschluss der Gruppenphase gegen die USA. Um in der Zwischenrunde die Chance auf die erste WM-Medaille seit 1998 zu wahren, benötigt die DHB-Auswahl einen Sieg.
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