"Frage der Zeit": So wird Zverev schon im Oktober die Nummer 1 der Welt

Durch seinen Triumph bei den US Open hat Alexander Zverev sein nächstes großes Sehnsuchtsziel in Reichweite: Der nun zweifache Grand-Slam-Champion könnte der zweite Deutsche nach Boris Becker werden, der die Weltrangliste anführt. Und das könnte ganz schnell gehen.
Alexander Zverev ist durch seinen Sieg bei den US Open in der Weltrangliste bis auf 1810 Punkte an Spitzenreiter Jannik Sinner herangerückt. Noch in dieser Saison könnte Zverev die Führung übernehmen, wenn der Italiener, der in New York wegen Kniebeschwerden fehlte, auch im Endspurt schwächelt. Sinner hat bis zum Jahresende 3550 Punkte zu verteidigen, Zverev nur 1080.
Wann Sinner, der sich vor den US Open mit Kniebeschwerden abgemeldet hatte, wieder angreift, ist noch unklar. Der Italiener kehrt nach Informationen der "Gazzetta dello Sport" erst dieser Tage in Monte Carlo wieder auf den Trainingsplatz zurück. Sein Comeback könnte er demnach Anfang Oktober beim 500er-Turnier in Peking feiern. Offizielle Verlautbarungen gibt es aus dem Lager des Weltranglistenersten jedoch nicht. Bei einem Besuch des Formel-1-Rennens in Monza Anfang September antwortete er auf Nachfragen nach seinem Knie nur knapp: "Alles gut."

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Sinner hat viel zu verlieren
Die ausstehenden Großevents in Peking, Wien, Paris-Bercy und die ATP Finals hat Sinner allesamt gewonnen - und deshalb eine ganze Menge zu verlieren. Tritt der Italiener bei einem Turnier nicht an oder scheidet vorzeitig aus, werden ihm Punkte abgezogen. Zverev wiederum kann im Endspurt noch mächtig Punkte auf sein Vorjahresergebnis draufpacken.
Sollte Sinner die Turniere in Peking und Shanghai nicht bestreiten können, werden ihm 550 Punkte abgezogen. In Peking hatte Sinner den Titel geholt, in Shanghai musste er in der zweiten Runde aufgeben. Zverev wiederum verlor in beiden Turnieren früh und hat nur 150 Punkte zu verteidigen.

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Gewinnt Zverev beide Events, sammelt er 1350 Punkte - und wäre am 18. Oktober erstmals die Nummer 1 der Welt. Sollte es dann noch nicht gelingen, bieten sich bis zum Jahresende noch weitere Chancen. Für Boris Becker ist es ohnehin nur "eine Frage der Zeit, bis Zverev die Nummer eins wird", sagte die deutsche Tennis-Legende als TV-Experte bei sporteurope.tv.
"So einfach ist das"
Bislang stand bei den Männern nur ein Deutscher ganz oben im Ranking: Boris Becker eroberte 1991 erstmals die Spitze, insgesamt hielt er sich dort zwölf Wochen. Michael Stich und Tommy Haas schafften es wie Zverev auf Platz zwei.
Es ist das nächste Sehnsuchtsziel des besten deutschen Tennisspielers seiner Generation. Den langersehnten ersten Grand-Slam-Triumph, dem er viele Jahre mit wachsender Verzweiflung hinterherjagte, hatte sich Zverev im Juni in Paris gesichert. Im Jahresranking, in dem alle Ergebnisse seit dem 1. Januar addiert werden, ist Zverev Sinner inzwischen enteilt.

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Nach seinem grandiosen Triumph in New York war Zverev allerdings bemerkenswert eindeutig in seiner Einschätzung, wer der beste Tennisspieler der Welt ist: "Wenn alle gesund sind, ist Jannik immer noch vorne. So einfach ist das." Im letzten direkten Duell hatte Sinner Zverev im Endspiel von Wimbledon in vier Sätzen niedergerungen.
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