Die USA und China richten Kommunikationskanal für KI-Zwischenfälle ein - News kompakt: Das Wichtigste kurz gefasst
Die USA und China wollen einen direkten Kommunikationskanal für Zwischenfälle im Zusammenhang mit Künstlicher Intelligenz einrichten. Das teilte das Weiße Haus in Washington mit. Ziel sei es, bei möglichen Vorfällen schnell miteinander Kontakt aufnehmen zu können. Die Vereinbarung folgt auf Forderungen nach einem engeren Austausch der beiden führenden KI-Mächte.
UN-Generalsekretär António Guterres hatte Washington und Peking zuvor zu Gesprächen über die Zukunft der Technologie aufgerufen. Dabei verwies er auf Kommunikationskanäle zwischen den USA und der Sowjetunion während des Kalten Krieges, die helfen sollten, Missverständnisse zu vermeiden und eine Eskalation zu verhindern.
Weißes Haus schließt CNN von Trump-Reise aus
Der US-Sender CNN darf Präsident Donald Trump bei seiner für diesen Samstag geplanten Reise in den US-Bundesstaat Tennessee nicht im Pressepool begleiten. CNN wäre turnusgemäß als Fernsehsender an der Reihe gewesen, wurde im Reiseplan des Weißen Hauses aber durch Lindell TV ersetzt. Dieser Sender wird vom Trump-Unterstützer Mike Lindell betrieben.

Erst am Donnerstag hatten die Medien CNN, MS NOW und Politico nach einem mehrtägigen Hausverbot wieder Zugang zum Weißen Haus erhalten. Ein Bundesgericht hatte die Sperre vorläufig aufgehoben. Richter Timothy Kelly erklärte, der Entzug der Akkreditierungen verletze mutmaßlich verfassungsmäßige Rechte. Mehrere große US-Sender hatten aus Solidarität ihre Berichterstattung aus dem Weißen Haus eingeschränkt.
Trump lehnt iranischen Vorschlag zur Straße von Hormus ab
Der Iran hat seinen Vorschlag zur Öffnung der Straße von Hormus binnen sieben Tagen bekräftigt. Außenminister Abbas Araghtschi sagte bei den Vereinten Nationen in New York, die Frist beginne, sobald die USA den Plan akzeptierten. Nach einem Bericht des "Wall Street Journal" lehnt Präsident Donald Trump den Vorschlag jedoch ab. Er bezweifle, dass Teheran bereit sei, die aus Sicht Washingtons nötigen Voraussetzungen für eine Einigung zu erfüllen.
Der iranische Plan sieht unter anderem eine siebentägige Kampfpause in der Region, die Freigabe eingefrorener iranischer Vermögen, Lockerungen bei den Ölsanktionen und ein Ende der US-Seeblockade iranischer Häfen vor. Zugleich meldete Saudi-Arabien neue Angriffe der vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen im Jemen. Zwei Drohnen und eine ballistische Rakete seien abgefangen worden.
TikTok begrenzt Nutzungszeit für Jugendliche in Alabama
Die Social-Media-Plattform TikTok hat mit einem Vergleich einen geplanten Prozess im US-Bundesstaat Alabama wegen des Schutzes Minderjähriger abgewendet. Nach Angaben von Generalstaatsanwalt Steve Marshall wird das Unternehmen mindestens 100 Millionen Dollar zahlen und die tägliche Nutzungszeit junger Nutzer auf zwei Stunden begrenzen.

Alabama hatte TikTok und den Mutterkonzern Bytedance 2025 verklagt. Die Plattform verleite Jugendliche zu suchtartiger Nutzung und habe Eltern über Schutzfunktionen getäuscht. Ermittler, die sich als Minderjährige registrierten, bekamen demnach unter anderem Videos zu Suizid, Selbstverletzung und Essstörungen angezeigt. Klagen weiterer US-Bundesstaaten bleiben bestehen.
Papst ruft junge Menschen in Frankreich zu Zuversicht auf
Papst Leo XIV. hat den ersten Tag seiner Frankreichreise mit rund 80.000 jungen Menschen im Stade de France beendet. Bei einem Gebetstreffen mit Musik, Feuerwerk und historischen Darstellungen rief er dazu auf, sich für Frieden einzusetzen. Zugleich warnte Leo vor den Folgen technologischer und digitaler Umbrüche und mahnte, die Menschlichkeit zu bewahren. Er sprach über Zukunftsängste, fragile Beziehungen, Bildschirmmüdigkeit und Sorgen wegen Klimawandel und Weltlage.

In Frankreich schrumpft die katholische Kirche seit Jahren, zugleich steigt die Zahl der Taufen junger Erwachsener. 2026 ließen sich bislang mehr als 13.200 meist junge Erwachsene taufen.
Europäische Innenminister beraten über strengere Migrationsregeln
In München beraten an diesem Samstag 17 europäische Innenminister über eine Verschärfung der europäischen Migrationspolitik. Bei dem von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt einberufenen Treffen soll es unter anderem um den EU-Migrationspakt, einen stärkeren Schutz der Außengrenzen und schnellere Rückführungen gehen. Auch die Einrichtung von Abschiebezentren in Drittstaaten dürfte Thema sein.

Deutschland, Österreich, Dänemark, Griechenland und die Niederlande hatten dazu bereits Anfang September ein gemeinsames Modell beraten. Das Treffen findet in dieser Art zum zweiten Mal statt. Schon im Oktober vergangenen Jahres hatten sich europäische Innenminister in München zu Migrationsfragen beraten.
pgr/jj (dpa, afp, rtr, kna)
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