USA prüfen wegen hoher Spritpreise Exportstopp für Diesel
Stand: 23.09.2026 • 08:22 Uhr
Angesichts der gestiegenen Treibstoffpreise in den USA hat sich US-Präsident Trump für einen Diesel-Exportstopp ausgesprochen. Zuletzt ergriffen die USA einen solchen Schritt während der Ölkrise der 1970er Jahre.
Die US-Regierung erwägt angesichts steigender Preise vor allem für Diesel einen Exportstopp des Kraftstoffs. "Ich habe gesagt, lasst uns den Diesel nicht ausführen", sagte US-Präsident Donald Trump am Dienstag am Rande der UN-Generaldebatte in New York.
"Wir produzieren viel Diesel", so Trump weiter. Ein Exportstopp könne auch "ein wenig Auswirkungen auf das normale Benzin für Autos haben". Nach Angaben von Finanzminister Scott Bessent prüft die US-Regierung die Maßnahme. Möglich sei ein vollständiger oder auch ein Teil-Stopp der Ausfuhren.
Sinkende Preise vor Kongresswahlen im November
Infolge des Iran-Kriegs sind die Spritpreise in den USA erheblich gestiegen - ein Thema, das Trump vor den Kongresswahlen im November immer stärker unter Druck setzt. Für Benzin zahlen US-Amerikaner im Schnitt fast 50 Prozent mehr als vor Kriegsbeginn.
Der Preis für Diesel stieg kürzlich - wie auch in Deutschland - sogar auf Rekordhoch. Allein im August hatte sich Diesel um rund 24 Prozent verteuert. In den USA wird Diesel überwiegend in Nutzfahrzeugen wie Traktoren oder Lastwagen eingesetzt. Viele Landwirte, die zuletzt Trump gewählt hatten, sind frustriert.
Folgen für Europa
Die Folgen eines Exportstopps könnten dann auch in Europa spürbar sein: Neben dem Nahen Osten sind die Vereinigten Staaten Europas wichtigster Lieferant von Diesel. Zuletzt hatten die USA während der Ölkrise der 1970er Jahre ihre Ausfuhren von Rohöl weitgehend gestoppt, um die heimischen Preise zu senken.
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