Dianas Bruder wirft Charles Verachtung vor
Sollten William und Harry hinter Dianas Sarg gehen? Charles Spencer, der Bruder der Prinzessin, erhebt in seinem Buch schwere Vorwürfe gegen König Charles III. Der Palast widerspricht.
17.09.2026 | 1:43 minHat der heutige König Charles III. nach dem frühen Tod von Diana wirklich gesagt, seine ehemalige Frau werde "schnell genug vergessen" sein? Das behauptet Charles Spencer, der Bruder der als "Königin der Herzen" verehrten Prinzessin, in seinem Buch "Swan Song. Diana, meine Schwester".
Die Boulevardzeitung "Daily Mail" veröffentlichte vorab Auszüge. Spencer schreibt darin von einem Telefonat anlässlich der Beerdigung seiner Schwester mit dem damaligen Thronfolger, in dem dieser eine "angestaute Verachtung" für Diana offenbart habe.
Der Palast reagierte außergewöhnlich deutlich auf die Vorwürfe. Man gebe zwar zu Büchern aus Prinzip keinen Kommentar, aber:
Seine Majestät ist sich bewusst, dass der Schmerz über den Verlust einer Schwester oder eines Bruders den Verstand trüben, das Urteilsvermögen beeinträchtigen und die Erinnerung verfärben kann [...].
Buckingham-Palast
Während König Charles sagte, er komme mit dem Weg zurecht, fiel Camilla das Schweigen vor der Bekanntgabe der Erkrankung des Königs schwer. Sie musste lernen, mit der neuen Rolle als Angehörige umzugehen.
20.08.2026 | 0:53 minBBC: Wortgefecht zwischen Dianas Bruder und König Charles
Die Aufregung im Vereinigten Königreich ist enorm. Der Palast liefere sich ein Wortgefecht, einen "war of words", mit Dianas Bruder, titelte die BBC. Die Saga von Charles und Diana teilt die Briten, aber auch Royal-Fans in Deutschland, seit Langem in unterschiedliche Lager.
Der Bruder von Prinzessin Diana hat in einem neuen Buch heftige Vorwürfe gegen König Charles III. erhoben - und das Königshaus zu einem außergewöhnlichen Dementi gedrängt.
Quelle: AFPAus der anfänglich öffentlich so dargestellten Traumehe wurde nach der Hochzeit 1981 ein Desaster für die Königsfamilie. Im August 1996 folgte auf gegenseitige Vorwürfe und etliche Enthüllungen die Scheidung.
Auf der Diana-Seite ist der heutige König, der schließlich seine langjährige Affäre, die heutige Königin Camilla, vorzog, für viele Menschen der Bösewicht. Sie dürften sich durch das Spencer-Buch bestätigt fühlen.
... verunglückte am 31. August 1997 im Alter von 36 Jahren bei einem Autounfall in einem Tunnel an der Seine in Paris und erlag im Krankenhaus ihren Verletzungen. Mit ihr kam der ägyptische Millionärssohn Dodi Al Fayed ums Leben, mit dem Diana damals eine Liebesbeziehung hatte.
Streit um William und Harry beim Trauerzug?
In einer Buchpassage geht es um die Teilnahme der beiden Söhne des Paares, dem heutigen Thronfolger William und Prinz Harry, am Trauerzug bei der Beerdigung 1997. Charles Spencer behauptet, als er darauf bestanden habe, dass Diana das nicht gewollt habe, sei er der Wut des heutigen Königs ausgesetzt gewesen. William war damals 15 Jahre alt, Harry zwölf.
In einem Telefonat mit Prinz Charles sei dieser außer sich gewesen. Charles Spencer schreibt: "Dann hielt er inne. Ich nahm an, die Pause signalisierte eine Anstrengung, sich unter Kontrolle zu bringen, aber dann entfesselte er am Telefon das, was ich immer für seine angestaute Verachtung für Diana gehalten habe, und sein Entsetzen darüber, dass die Welt von ihrem Tod so überwältigt war."
Prinz Charles habe gesagt, Dianas Bruder solle beruhigt sein - und: "Wir werden sie früh genug vergessen!"
Laut Medien sind Harry und Meghan mit ihren Kindern in Birmingham gelandet, planen ein Leben ohne royale Pflichten in der Hügellandschaft der Region Cotswolds im Südwesten Englands.
27.08.2026 | 2:01 minReaktion des Palastes ungewöhnlich hart
Ein früherer Kommunikationssekretär des Königs sagte der BBC, die scharfe Reaktion des Palastes verdeutliche, wie stark die Gefühle in dieser Sache seien. Andernfalls hätten sich die Verantwortlichen wohl nicht dazu veranlasst gesehen, an die Öffentlichkeit zu gehen und der Darstellung zu widersprechen.
Die Veröffentlichung trifft die Königsfamilie zudem in einer ohnehin angespannten Lage. Durch die Rückkehr von Prinz Harry und seiner Frau, Herzogin Meghan, nach England im vergangenen Monat wird immer wieder über die Stimmung im Palast spekuliert.
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