Dritte verstorbene Person: Todesfall nach Malariainfektion nahe Frankfurter Flughafen

Dritte verstorbene PersonTodesfall nach Malariainfektion nahe Frankfurter Flughafen
17.09.2026, 15:17 Uhr

Vermutlich in einem Flugzeug gelangt mindestens eine Mücke nach Frankfurt, die Malaria in sich trägt. Zwei erkrankte Flughafenmitarbeiter sterben daraufhin. Nun gibt es einen weiteren Todesfall.
Nach zwei Infektionen mit Malaria nahe dem Flughafen von Frankfurt am Main ist ein Mensch an den Folgen gestorben. Der betroffene Mensch wohnte in unmittelbarer Nähe zum Flughafen, wie die Stadt mitteilte. Die Zahl der Toten im Zusammenhang mit der im Juli bekannt gewordenen Flughafenmalaria stieg damit auf drei. Insgesamt hatten sich damals sechs Beschäftigte infiziert.
Das Gesundheitsamt der Stadt und die Universitätsmedizin Frankfurt sprachen den Angehörigen des neu verstorbenen Patienten ihr Mitgefühl aus. Die beiden neu betroffenen Personen infizierten sich nach Einschätzung des Gesundheitsamts über eine Mücke, die in einem Flugzeug nach Frankfurt gelangte. Sie hatten beide zuvor kein Malaria-Gebiet bereist und nicht am Flughafen gearbeitet, hieß es.
Seit Anfang der Woche seien dem Gesundheitsamt keine weiteren Malariafälle gemeldet worden. Die Behörde bat Ärztinnen und Ärzte erneut, bei Patientinnen und Patienten mit unklarem Fieber auch dann eine mögliche Malariaerkrankung in Betracht zu ziehen, wenn keine Reise in ein Malaria-Gebiet stattgefunden hat. "Dies gilt insbesondere für Menschen, die am Flughafen oder in dessen Umfeld arbeiten, sich dort aufhalten oder in räumlicher Nähe zum Flughafen wohnen", erklärte das Amt.
Bürgerinnen und Bürger, die in der Nähe des Flughafens wohnen oder dort arbeiten, wurden gebeten, bei entsprechenden Beschwerden ärztlichen Rat einzuholen und auf den Wohnort im Umfeld des Flughafens hinzuweisen. Malaria sei nicht von Mensch zu Mensch übertragbar, hieß es auch.
Mehr Mückenschutz
Als Reaktion auf die Entdeckung der Malaria-Fälle rät die Stadt Frankfurt am Main Bürgerinnen und Bürgern zudem zu Mückenschutz. "Wir raten zu Mückenschutz durch Repellentien und bedeckende Kleidung", teilt das Gesundheitsamt mit. Repellentien sind Substanzen, die Mücken durch Duftstoffe fernhalten, es gibt sie etwa in Form von Sprays.
Ergänzend könne in den Wohnräumen Mückenschutz beispielsweise durch Fliegengitter das Risiko eines Stichs minimieren, teilt das Gesundheitsamt mit. Die Gefahr, mit Malaria infiziert zu werden, sei für die Bevölkerung in der Stadt aber als sehr gering anzusehen: "Die klimatischen Bedingungen sind für den Zyklus von Mücke und Erreger in Deutschland ungünstig."
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